(openPR) Zum Ausgang der Zyperngespraeche, die unter Leitung des Generalssekretaers der Vereinten Nationen, Kofi Annan, in New York stattfanden, erklaert der aussenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Prof. Gert Weisskirchen:
Die Stimmung der Mehrheit der tuerkisch-zyprischen Bevoelkerung im Norden Zyperns hat Rauf Denktasch veranlasst, dem Druck der Internationalen Gemeinschaft und den Ratschlaegen der tuerkischen Regierung nachzugeben. Damit wird deutlich, dass die EU-Perspektive ein wichtiger Motor ist, der mit dazu beitraegt, dass dieser 30-jaehrige Konflikt geloest wird. Ob der enge Fahrplan bis zum 1. Mai 2004, dem Tag des Beitritts der zehn neuen Mitglieder zur EU, erfuellt werden wird, bleibt abzuwarten. Es stehen noch schwierige bilaterale Verhandlungen der griechischen und tuerkischen Zyprern auf der Insel bevor, in denen auch die griechischen Zyprer jetzt Farbe bekennen muessen. Die Drohung Kofi Annans, gegebenenfalls an dem nach ihm benannten Plan zum Schluss selbst Hand anzulegen und dieses Ergebnis dann den beiden Bevoelkerungsgruppen zur Abstimmung vorzulegen, wird sicherlich Wirkung zeigen.
Scheitert die Einigung zwischen den Verhandlungsfuehrern in letzter Minute doch noch, so koennte dies fuer sehr viele tuerkische Zyprer der endgueltige Startschuss zu einer Abstimmung mit den Fuessen, sprich Annahme der griechisch-zyprischen Staatsbuergerschaft oder gar Abwanderung sein.
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