(openPR) Die Kleidung dient uns als willkommene Assoziationsfläche. Sofort öffnen sich die Schubladen, das allgemeine Vorwissen tut ein Übriges.
Die Kittlerin sortieren wir zu der Generation ältlicher / mütterlicher Frauen der 50er bis 90er Jahre. Die Kinder sind aus dem Haus, was bleibt ist die Einsamkeit inmitten der vertrauten Umgebung.
Barocke Kleidung dagegen empfinden wir als prachtvoll, assoziieren Wohlstand, gesellschaftliches Leben und Intrigen bei Hofe. Wir dichten deren Trägern nur zu gerne aufregende, bewegte Leben an.
Ohne irgendetwas über die Person zu wissen, konstruieren wir über die Kleidung sofort einen Charakter inklusive Lebensgeschichte. Das ist weder schlecht noch falsch. So funktioniert einfach die menschliche Natur.
Trotzdem lohnt es sich, ab und zu etwas genauer hinzuschauen, sich einen Freiraum zu bewahren. Vielleicht sind die Dinge doch anders als sie scheinen? Beiden gemein ist, dass sie rätselhaft bleiben. Weder die Kittlerin noch die Barocci geben ihr Geheimnis preis. Und das ist doch auch viel schöner so...
AW zeichnet seine großformatigen Portraits mit Buntstift / Bleistift.










