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Depression – gefangen in sich selbst

02.03.200917:57 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Depression – gefangen in sich selbst
Sylvia Poth
Sylvia Poth

(openPR) Schmelz-Hüttersdorf.
Depressionen sind ein ernst zu nehmendes Leiden, von dem immer mehr Menschen in unserer Gesellschaft heutzutage betroffen sind.
Existenzängste, Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit mit enormen Geldeinbußen lassen viele in ein seelisches Loch fallen.


Die Angst, ihre Familien nicht mehr richtig ernähren zu können, ist bei den Menschen enorm angestiegen - viele kämpfen ums blanke Überleben.

Depressionen äußern sich in einem Gefühl der inneren Leere, alles erscheint trostlos und die Betroffenen können keine Freude mehr empfinden. Hinzu kommt, dass depressive Menschen innerlich wie gelähmt sind: Schon kleinste Alltagsverrichtungen können zu einer schier unüberwindbaren Hürde werden.
Es gibt viele Arten von Depressionen wie Altersdepressionen, Wechseljahrs-Depressionen, Winterdepression, usw. – jedoch leiden die Betroffenen gleichermaßen.

Während Menschen mit leichteren Depressionen ihren Alltag mit vermehrter Kraftanstrengung noch bewältigen können, ist dies bei schwereren Depressionen nicht mehr möglich – die Betroffenen fühlen sich wie von einer inneren Last erdrückt.
Während manche Depressiven von heftigen Schuldgefühlen gequält werden und sich wie ein Versager fühlen, weil sie nicht mehr so leistungsfähig sind, werden andere von einer inneren Gleichgültigkeit und Leere ergriffen.

Der innere Leidensdruck, Lebensdurck und Leistungsdruck bei Depressionen ist enorm. Eine Patientin drückte es einmal so aus: „Ich will zwar, aber ich kann einfach nicht. Leben mit der Depression ist wie Autofahren mit angezogener Handbremse. Man nur kommt schwer voran.
Patienten mit Depressionen können dem Alltag und dem Lebensstress nicht mehr standhalten. Es ist ein Gefühl des innerlichen Zusammenbrechens in einer aussichtslos scheinenden Lage.
Zu ihrem inneren Leiden kommt noch hinzu, dass an Depressionen Leidende häufig auf wenig Verständnis bei ihren Mitmenschen stoßen. „Du bist doch bloß faul!“, „Jetzt stell dich doch nicht so an!“ oder „Dann überwind dich halt mal!“ sind häufige Phrasen, die Betroffene zu hören kriegen und dadurch nur noch tiefer in Schuldgefühle und innere Einsamkeit getrieben werden.
Für Menschen mit Depressionen muss mehr Verständnis aufgebracht werden, denn es ist nicht nur ein „Sichhängenlassen“ oder eine „Egal-Haltung“.
Depressionen sind meist die Ursache von einem Fehldenken, das die Betroffenen nicht mehr selbst steuern können und aus dem sie sich nicht mehr selbst befreien können. Hinzu kommt, dass sich depressive Menschen Anderen gegenüber nur schwer öffnen können. Oft denken sie „Mir kann doch sowieso keiner helfen.“

Dass heutzutage so viele Menschen an Depressionen leiden, hängt stark mit unseren Lebensumständen zusammen: Was ist aus unserer Welt geworden? Sie ist geprägt ist von Anonymität, Leistungsdruck, unsicherer Wirtschaftslage und drohender Arbeitslosigkeit ist es nicht verwunderlich, wenn immer mehr Menschen mit diesen Lebensbedingungen innerlich nicht mehr zurechtkommen und daran verzweifeln, dass sie in dieser von Unsicherheit geprägten Welt kaum Einfluss mehr auf ihre Zukunft haben. Angst und Verzweiflung allein sind schon lähmend, aber da auch die zwischenmenschlichen Kontakte in heutiger Zeit immer mehr abnehmen und verflachen – ist es da verwunderlich, wenn Menschen depressiv werden?
Horrende Nachrichtenmeldungen, graue Betonklötze als Wohnhäuser und zusätzlich noch private Probleme oder Schicksalsschläge tun noch ihr Übriges.
Unsere Gesellschaft tut ihr Übriges: Sie ist kalt und lieblos geworden. Der Zusammenhalt zwischen den Menschen ist beinahe völlig verschwunden. Früher litten nicht so viele Menschen an Depressionen, denn damals war das Leben noch einfacher und das Miteinander war noch menschlicher und respektvoller.

Auch wenn man Depressionen hat durch vergangene Probleme allgemeine Schwierigkeiten, sollte man eines nicht vergessen: Wir können die Welt nicht ändern, aber wir können uns selbst ändern. Wir können uns ein schönes Umfeld mit Familie und Freunden schaffen und es uns selbst gemütlich machen.
Das Leben beinhaltet zwar auch Schwierigkeiten, aber man sollte diese nie zum Thema Nummer Eins in seinem Leben machen – egal wie schwerwiegend die Probleme auch sind. Denn ein falsches Denken, welches nur noch in Angstgedanken um die Probleme kreist, ist zusätzlich noch sehr belastend und hilft nicht weiter.
Mit Hilfe eines guten Therapeuten und einer leichteren Denkweise sind Depressionen in den Griff zu bekommen.

Depressionen sollten stets ernst genommen werden und sie sind absolut kein Grund, sich zu schämen. Leider werden sie noch immer erst recht spät erkannt.
Fast jeder Mensch macht in seinem Leben einmal eine depressive Phase durch. Während bei den meisten Menschen diese depressiven Phasen z.B. durch Liebeskummer oder Verlust eines geliebten Menschen wieder verfliegen, bleiben manche Menschen auch in der Depression gefangen und schaffen es nur mit therapeutischer Hilfe und Unterstützung von ihnen nahestehenden Menschen, Wege aus der Depression zu finden.

Gegen leichtere Depressionen kann man selbst oft eine ganze Menge tun: Viel Bewegung an der frischen Luft, ausreichend schlafen und sich genügend Zeit für sich selbst gönnen, sich mit Freunden treffen und ausreichend Sonne tanken, was bei Winterdepressionen sehr hilfreich und wichtig ist, da die Sonne unsere Energiezentren und wichtige Botenstoffe im Gehirn aktiviert.
Sehr wirksame alternative Behandlungsmöglichkeiten sind Aromatherapie, Heilmassagen oder auch die Einnahme von Johanniskraut.

Bei anhaltenden Beschwerden oder bei stärkeren Depressionen sollten sich Betroffene auf jeden Fall an einen Arzt ihres Vertrauens oder an einen guten Psychologen wenden. Niemals sollten Depressionen auf die leichte Schulter genommen werden, denn der innere Leidensdruck bei Depressionen ist so hoch, dass die Betroffenen nicht selten Suizidgedanken haben oder leicht in eine Sucht geraten können.

Heutzutage gibt es viele wirkungsvolle Behandlungsmöglichkeiten.
In einer Therapie beispielsweise können Betroffene gemeinsam mit ihrem Therapeuten Mittel und Wege aus der Depression erarbeiten, die wieder neue Hoffnung und Mut schöpfen lassen.
Das Gefühl, nicht allein zu sein, und die Gewissheit, aus eigener Kraft etwas bewirken zu können, wirken wahre Wunder.

Jessica Hund und Sylvia Poth (Copyright)

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