(openPR) Das Auswärtige Amt hat aus Mitteln der humanitären Hilfe rund 430.000 Euro für drei Hilfsmaßnahmen im Norden Ugandas bereitgestellt. Die Hilfsprojekte werden vor Ort durch das Deutsche Rote Kreuz, den Deutschen Caritasverband sowie durch die Missionszentrale der Franziskaner durchgeführt.
Mit den Mitteln werden in Uganda Hilfsgüter wie Nahrungsmittel, Medikamente, Decken, Kleidung und Haushaltsgegenstände beschafft und an Binnenflüchtlinge in den nordugandischen Distrikten Teso, Gulu und Kaberamaido verteilt. Mit den Hilfsmaßnahmen sollen in den nächsten drei Monaten rund 45.000 Menschen erreicht werden.
Im Norden Ugandas ist seit Jahren die Rebellenbewegung‚ Lord’s Resistance Army‘ (LRA) aktiv. Halbwüchsige Kinder werden von der LRA verschleppt und z.B. als Kindersoldaten missbraucht. Die Übergriffe der LRA haben zu einer anhaltenden Fluchtbewegungen der Bevölkerung in Norduganda geführt. Die Zahl der Binnenflüchtlinge wird auf über eine Million Menschen geschätzt. Viele Binnenflüchtlinge suchen jede Nacht in den Städten in Kirchen und Pfarreien oder in von der Armee bewachten Lagern Zuflucht und kehren nur tagsüber in ihre Dörfer zurück. Die Versorgung dieser Menschen mit Wasser, Nahrung, Medikamenten und anderen Hilfsgütern ist ungenügend.
2003 hat das Auswärtige Amt bereits rund eine Million Euro für Hilfsmaßnahmen in Norduganda bereitgestellt.
Humanitäre Hilfe Länderinformationen zu Uganda
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/ausgabe_archiv?archiv_id=5382


