(openPR) Das pharmazeutische Labor Pierre Fabre Médicament wurde auf der letzten CPhi im Bereich „superkritische Flüssigkeiten“ ausgezeichnet
Seit 2004 konzentriert sich das Team auf die Entwicklung von Prozessen, die mit Druck beaufschlagtes CO2 als Lösungsmittel verwenden. Dieses macht es möglich, pharmazeutische Arbeitsschritte (Kristallisierung, Imprägnierung, Komplexierung) bei niedriger Temperatur ohne organische Lösungsmittel oder mechanische Spannung durchzuführen.
Bei dem auf der „Convention on Pharmaceutical Ingredients“ ausgezeichneten Verfahren handelt es sich um einen patentierten Komplexierungsprozess in einem superkritischen CO2-Milieu. Der Prozess ermöglicht die Herstellung von Einschlusskomplexen unter „weichen“ Bedingungen sowie die Steigerung der Bio-Verfügbarkeit von schwach löslichen Aktivstoffen. Die zur Familie der Oligosaccharide gehörenden Cyclodextrine werden üblicherweise zur Bildung von Einschlusskomplexen verwendet. Die über die Formulplex-Technologie gewonnenen Komplexe jedoch weisen eine Struktur auf, die sich von den mit anderen Techniken gewonnenen Komplexen unterscheidet. So sind die Wechselwirkungen zwischen dem Haupt-Aktivstoff und den Cyclodextrinen stärker. Es kommt zu einer offensichtlich größeren Löslichkeit. Die Formulplex-Technologie kann unter weichen Bedingungen und ohne Lösungsmittel durchgeführt werden. Gleichzeitig können die Energiekosten gesenkt werden.
Neben Formulplex entwickelte Pierre Fabre Médicament andere patentierte Technologien auf Basis von mit Druck beaufschlagtem CO2. Dazu gehört die Technologie Formuldisp, die zu einer stabilen, soliden Dispersion mit einer erhöhten Funktionalität des Exzipienten führt. Bei der Technologie Formulcoat ermöglicht das superkritische CO2 die Umhüllung von Partikeln zur Abdeckung der Bitterkeit oder Stabilisierung eines Aktivstoffs. Zudem können über die RESS- oder SAS-Kristallisierungsprozesse die spezifische Oberfläche des Aktivstoffs erhöht und ein spezifisches Polymorph oder eine enge Korngrößenverteilung erhalten werden.
Seit 2004 verfügt das Team über eine Multi-Service-Plattform, die die Klassifizierung „pharmazeutische Anstalt“ der französischen Gesundheitsbehörden trägt und auch der GMP-Bewertung (Good Manufacturing Practices) entspricht. Mit der Produktionsanlage können cGMP-Mengen für klinische Versuche hergestellt werden.












