openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Laborzwischenfall durch mit H5N1 verseuchten Grippeimpfstoff

23.02.200908:49 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Meldungen tschechischer Medien zufolge kam es in einem Labor der 70 km östlich der Hauptstadt Prag gelegenen Biotest Ltd. in Konarovice zu einem schwerwiegendem Zwischenfall durch mit hoch pathogenen H5N1 Viren kontaminiertem Impfstoff.

Nach dem Wissenschaftforum Aviäre Influenza (WAI) vorliegenden Informationen ereignete sich der Vorfall bereits am 06. Februar diesen Jahres. Der experimentelle Impfstoff war am 30.01.2009 von der Avir Green Hills Biotechnology GmbH im Auftrag des Wiener Pharma Herstellers Baxter an das Labor der Biotest Ltd. in Tschechien geliefert worden, wo dieser im Tierversuch an Frettchen getestet werden sollte.



Als im Rahmen der Tierversuche die Frettchen begannen Krankheitssymptome zu zeigen und einige der Tiere starben, wurde der aus Österreich gelieferte Impfstoff untersucht und eine Kontamination mit dem auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Erreger H5N1 festgestellt. 13 Labormitarbeitern der Biotest Ltd., welche über einen Zeitraum von annähernd einer Woche im Rahmen ihrer Arbeit Kontakt zu dem hoch pathogenen Erreger hatten, wurden präventiv antivirale Medikamente verabreicht. Zu einer Infektion des Laborpersonals kam es offenbar glücklicherweise nicht.

Bislang ungeklärt sind auch die Zusammenhänge des Laborzwischenfalls in Tschechien zu einer Meldung des Presse- und Informationsdienstes der Stadt Wien vom 11.02. in welchem es heißt, dass im Wiener Otto-Wagner-Spital, Zitat: „18 MitarbeiterInnen eines externen Unternehmens ambulant behandelt [wurden], da vorerst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sie im Rahmen ihrer Arbeit mit einem Vogelgrippe-Erreger in Kontakt gekommen seien.“

Nach Auffassung des WAI ergibt sich indes möglicherweise ein Kausalzusammenhang mit einer zeitgleich in Wien stattfindenden Phase I Studie eines H5N1-Lebendimpfstoffs des österreichischem Pharmaherstellers Baxter, im Rahmen derer ein als „Nasenspray“ konzipierter Vogelgrippeimpfstoff an Menschen getestet wird. Ob sich die Kontamination der Impfstoffe tatsächlich auf die an Menschen durchgeführte Phase I Studie in Wien ausgewirkte ist ungeklärt, würde aber plausibel zu erklären vermögen, warum am 11.02. – fünf Tage nach einem Laborzwischenfall durch kontaminierten Impfstoff in Tschechien – im österreichischem Wien 18 Menschen im Otto-Wagner-Spital präventiv gegen H5N1 behandelt werden müssen.

Obwohl der Laborzwischenfall mittlerweile als „Biological Hazard“ vom EDIS („Emergency and Desaster Service“) unter der Kennung BH-20090217-20552-CZE gelistet ist, sah sich Baxter bislang zu keiner öffentlichen Stellungnahme genötigt.

Das Wissenschaftsforum Aviäre Influenza fordert daher mit Nachdruck eine vollständige und detaillierte Offenlegung der Umstände, welche zur Kontamination eines Impfstoffs mit hoch pathogenen Erregern geführt haben.

Bereits im Jahre 2004 kam es zu einer Kontamination von Impfstoffen. Der Pharmahersteller Chiron (heute Teil der Schweizer Novartis AG) hatte damals 46 Millionen Dosen des Grippeimpfstoffs „Fluvirin“ auf Grund bakterieller Verseuchung vernichten müssen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 284532
 6460

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Laborzwischenfall durch mit H5N1 verseuchten Grippeimpfstoff“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von WAI - Wissenschaftsforum Aviäre Influenza

Mexikanische Schweinegrippe - kein neuer Mix aus Schwein-Mensch-Influenzaviren - Experten korrigieren Irrtum
Mexikanische Schweinegrippe - kein neuer Mix aus Schwein-Mensch-Influenzaviren - Experten korrigieren Irrtum
Das Schweine-Influenza-Virus des Subtyps H1N1 scheint bei der zur Zeit in Mexiko grassierenden Grippewelle eine Hauptrolle zu spielen. Nicht nur das Alltagsleben in Mexiko-City ist völlig aus den Fugen geraten, selbst weltweit sind die Gesundheitsbehörden in Alarmbereitschaft. Denn es hieß, es hätte sich eine neue Schweine-Mensch-Virenmutante gebildet, die eine Pandemie verursachen könnte. Doch diese Schreckensmeldung stellte sich mittlerweile als falsch heraus: Recherchen des Wissenschaftsforum Aviäre Influenza haben ergeben, dass es sich n…
Experten kritisieren Reaktionen auf angeblichen Vogelgrippefall
Experten kritisieren Reaktionen auf angeblichen Vogelgrippefall
Experten des Wissenschaftsforums Aviäre Influenza (WAI) zeigten sich besorgt über die Reaktionen auf den angeblichen Nachweis der hoch pathogenen Vogelgrippe "H5N1 Asia" in Bayern. Dort waren bei der Untersuchung einer Ente, die bereits im Januar am Starnberger See geschossen worden war, Gen-Spuren gefunden worden, die von den Behörden als Beweis für eine Infektion durch Vogelgrippe interpretiert wurden. Dr. Peter Petermann vom WAI warnt dagegen vor voreiligen Schlussfolgerungen: "2008 wurde bekannt, dass es weltweit wiederholt zu falschen Er…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Vogelgrippe - das bedrohliche Virus hautnah bei medicalpictureBild: Vogelgrippe - das bedrohliche Virus hautnah bei medicalpicture
Vogelgrippe - das bedrohliche Virus hautnah bei medicalpicture
Hintergrundinformationen und vor allem Bilder und Animationen zum bedrohlichen H5N1 Virus bei der medicalpicture GmbH. Mit der Webadresse http://vogelgrippe.medicalpicture.de gelangen Sie direkt zum Vogelgrippe-Feature der Bildagentur. Die medicalpicture GmbH ist Teil einer der stärksten Healthcare- Unternehmensgruppen Deutschlands, der DocCheck AG und …
direct/FAZ: WHO - Zugvoegel koennten das Gefluegelgrippevirus H5N1 schnell weiter verbreiten
direct/FAZ: WHO - Zugvoegel koennten das Gefluegelgrippevirus H5N1 schnell weiter verbreiten
WHO: Zugvögel könnten das Geflügelgrippevirus H5N1 schnell weiter verbreiten Die Zahl der mit dem auch für den Menschen gefährlichen Geflügelvirus H5N1 infizierten Zugvögel hat besorgniserregend zugenommen. Das sagte der für das Influenzaprogramm der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zuständige Leiter, Klaus Stöhr, am Dienstag der "Frankfurter Allgemeinen …
ZeptoMetrix gibt die Einführung einer neuartigen Technologie zur Bekämpfung des H5N1-Virus mit phagenähnlichen Partikeln (PLP) bekannt
ZeptoMetrix gibt die Einführung einer neuartigen Technologie zur Bekämpfung des H5N1-Virus mit phagenähnlichen Partikeln (PLP) bekannt
BUFFALO, NY / ACCESS Newswire / 23. Juni 2025 / ZeptoMetrix® freut sich, die Einführung von NATtrol Influenza A H5N1 Quantitative Stock bekannt zu geben. Es handelt sich dabei um eine bahnbrechende Entwicklung im Rahmen der qualitätsgesicherten Molekulardiagnostik. Durch die Nutzung der Technologie der Verkapselung von RNA-Material in phagenähnliche …
Janssen neu im Impfstoffmarkt
Janssen neu im Impfstoffmarkt
(ddp direct) Neuss, 19. April 2012. Ab April tritt die Janssen-Cilag GmbH mit einem virosomal wirkverstärkten Grippeimpfstoff in den deutschen Impfstoffmarkt ein. Nach der Übernahme des niederländischen Vakzine-Spezialisten Crucell im vergangenen Jahr durch Johnson & Johnson, Mutterkonzern von Janssen, erweitert das Unternehmen sein Engagement um …
Seehofer belügt Verbraucher - als CSU-Chef geeignet?
Seehofer belügt Verbraucher - als CSU-Chef geeignet?
… und einzige Ausbruch von Vogelgrippe in einem deutschen Nutzgeflügelbestand ereignet. 800 vorschriftsgemäß in Stallhaltung befindliche Puten waren seinerzeit am hochpathogenen Virus H5N1 erkrankt, während 3.000 per Sondergenehmigung im Freiland gehaltene Gänse des selben Betriebs gesund geblieben waren. Seehofer hatte diesen Sachverhalt in den Folgemonaten …
Bild: Vogelgrippe in NürnbergBild: Vogelgrippe in Nürnberg
Vogelgrippe in Nürnberg
Seit Monaten die ersten Fälle der Ansteckung durch H5N1 Virus sind in Nürberg aufgetreten. Nach Angaben der Stadtverwaltung vom Sonntag starben acht Wildvögel an der Infektion mit dem Erreger H5N1. Die toten Vögel wurden in Seen im Stadtgebiet entdeckt. Das Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems untersuche, ob es sich um eine auch für Menschen …
Tiefkühl-Geflügel mit Vogelgrippe: für Menschen gesund, für Hühner tödlich?
Tiefkühl-Geflügel mit Vogelgrippe: für Menschen gesund, für Hühner tödlich?
… der Vogelgrippe, darunter Tiermediziner, Naturschützer, Geflügelhalter und Biologen – bieten die aktuellen Ausbrüche somit Anlass zu einer eigenen Stellungnahme.H5N1-Kontaminiertes Tiefkühlgeflügel: Kein wirklich überraschendes Phänomen Dass sich Viren in kalter Umgebung hervorragend konservieren lassen, ist kein Geheimnis: In kontaminierten Exkrementen …
Bild: Alarmierende Todesfälle unter Affen im Zoo Bild: Alarmierende Todesfälle unter Affen im Zoo
Alarmierende Todesfälle unter Affen im Zoo
… gerade Zoos mit ihren auf engstem Raume zusammengesperrten Wildtieren, mögliche Brut- oder Übertragungsherde zoonotischer Erkrankungen sind."Vogelgrippe"Vor gut zweieinhalb Jahren grassierte das H5N1-Virus („Vogelgrippe“) auch in hiesigen Zoos, allein im Karlsruher Zoo starben seinerzeit mehr als 100 Tiere, darunter Pelikane, Hawaii- und Nonnengänse. …
Bild: Der Unsinn, der über die Vogelgrippe verbreitet wirdBild: Der Unsinn, der über die Vogelgrippe verbreitet wird
Der Unsinn, der über die Vogelgrippe verbreitet wird
… Reihe nach: Es wird behauptet, Vögel in einem asiatischen Ursprungsland seien an der Vogelgrippe erkrankt bzw hätten sich mit einem angeblich gefährlichen Vogelgrippevirus­Untertyp namens H5N1 infiziert. Diese Ursprungsvögel würden Zugvögel anstecken und jene sodann das gefährliche H5N1 - vorwiegend durch ihre Ausscheidungen (Kot) - nach Europa bzw in …
Bild: Todesfälle nach Impfungen: Infanrix hexa bleibt auch 2006 SpitzenreiterBild: Todesfälle nach Impfungen: Infanrix hexa bleibt auch 2006 Spitzenreiter
Todesfälle nach Impfungen: Infanrix hexa bleibt auch 2006 Spitzenreiter
… nach Impfungen mit Infanrix hexa auf, dem derzeit einzigen Sechsfach-Impfstoff, drei Todesfälle nach Prevenar, einem Impfstoff gegen Pneumokokken, ein Todesfall nach Grippeimpfstoff Chiron 2005/2006 und ein Todesfall nach einem unbekannten Grippeimpfstoff der Saison 2006/2007. Bemerkenswert: Bei allen drei Todesfälle nach Prevenar war gleichzeitig auch …
Sie lesen gerade: Laborzwischenfall durch mit H5N1 verseuchten Grippeimpfstoff