(openPR) Von Jürgen P. Fuß (/20.02.09) - Wer wissen möchte, wie es die Türkei tatsächlich mit der Meinungsfreiheit hält, kann sich einmal mehr die Entwicklungen um das Internet Angebot YouTube anschauen. Da ist jetzt nämlich endlich die durch gerichtlichen Beschluss vom 30.10.2008 verfügte Sperre der Internetseite aufgehoben worden. Anlass zur Freude für türkische Internet Benutzer?
«Nicht wirklich!», so würde es die jüngere Generation ausdrücken! Denn die durch ein Gericht veranlasste Aufhebung der gerichtlich verfügten Sperre geht wieder einmal ins Leere! Wieso? Ganz im Sinne der türkischen Mentalität „Worte statt Wahrheit“ wurde nur eine (!) Sperre aufgehoben, so dass die eine Freigabe des Internet-Angebotes YouTube weiterhin nicht gegeben ist.
Wie schon in der Vergangenheit ist nämlich auch diesmal wieder die ursprüngliche Sperre, die auf den 5. Mai 2008 datiert, nicht aufgehoben worden. Im Ergebnis hat sich also für den „normalen" Internet-Benutzer in der Türkei nichts geändert.
Wobei nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sich auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan zu dieser Gruppe offensichtlich nicht zählt. Der nämlich hatte sich schon vor Monaten auf Journalistenfragen dahingehend geoutet, dass es kein Problem sei, trotz dieses gerichtlichen Verbotes auch in der Türkei YouTube zu schauen, so wie er selbst es auch praktiziere.
AUCH TÜRKISCHER MINISTERPRÄSIDENT SCHAUT YOUTUBE - WIRKLICH?
Ob der türkische Ministerpräsident bei seinen vielfältigen Aufgaben tatsächlich Zeit findet, um YouTube zu schauen, sei einmal dahin gestellt. Tatsache ist, dass einer der höchsten Politiker in der Türkei gegenüber den Journalisten klargemacht hat, dass juristische Beschlüsse - zumindest so weit sie das Internet betreffen – in der Türkei letztlich wirkungslos sind!
Externe Beobachter fragen sich schon seit längerem, ob Vorgänge, wie die um die Internet-Seite YouTube eher als Schildbürgerstreich oder als „türkisches System“ gewertet werden sollen.
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