(openPR) Zum Abschluss seiner Lesereise durch das Ruhrgebiet ist der österreichische Autor, Wildgans- und Chamisso-Preisträger am morgigen Dienstag (3.2.) um 18.30 h in der Auslandsgesellschaft zu Gast. Zur Lesung in russischer Sprache lädt der Ländekreis Osteuropa ein.
Vladimir Vertlib gehört zu den bedeutendsten österreichischen Autoren seiner Generation. „Den Vergleich mit Joseph Roth oder Isaak Singer und deren lebensprallen, von Schuldgefühlen und Überschwang gleichermaßen gequälten Figuren braucht Vladimir Vertlib nicht zu scheuen. Er hat sich dem Literaturgedächtnis eingeschrieben“ (FAZ).
An diesem Abend liest Vertlib in russisch aus seinen Romanen „Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur“ und „Zwischenstationen“. Auf witzige und hintergründige Weise versammelt der Romancier Vladimir Vertlib in seinen Büchern immer wieder Migrantenschicksale und verdichtet sie zu exemplarischen Fällen von Identitätssuche in den Wanderbewegungen unserer Zeit: eine jüdische Familie, die Russland verlässt, um in Österreich, Israel, USA, Italien und der Niederlande eine Heimat zu suchen, und dennoch nirgends heimisch wird (Zwischenstationen), eine Frau, die am Ende ihres Lebens, gestrandet in einer deutschen Kleinstadt, ihr bewegtes Leben in der Sowjetunion Revue passieren lässt (Rosa Masur).
Gefördert wird die Tournee von der Österreichischen Botschaft in Berlin.
Vladimir Vertlib (geb. 1966 in Leningrad) lebt seit 1993 als freiberuflicher Schriftsteller und Journalist in Salzburg. Buchveröffentlichungen: Abschiebung (1995) ; Zwischenstationen (1999) ; Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur (2001) ; Letzter Wunsch (2003) ; Mein erster Mörder (2006) ; Spiegel im fremden Wort (2007)
Zahlreiche Publikationen in Zeitungen, unter anderem Die Presse (Spectrum), Wiener Zeitung (Extra), Rheinischer Merkur, FAZ, Jüdische Allgemeine; Zeitschriften, unter anderem Wochen Zeitung Zürich, Literatur und Kritik; Anthologien, Tagungsbänden, etc. Zuerkennung von Stipendien und Preisen, darunter der Österreichische Förderungspreis für Literatur 1999, der Förderpreis zum Adelbert-von-Chamisso-Preis 2001 und der Anton-Wildgans-Preis 2001. Dresdner Chamisso-Poetikdozentur 2006.










