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IT-Auslagerung kein Allheilmittel in der Krise

(openPR) cioforum: „Wer sein Handwerk beherrscht, braucht externe Dienstleister nicht zu fürchten"

München, 20. Januar 2009, ne-na.de – „Insource core, outsource context", so lautete das Motto der IT-Branche in den vergangenen zehn Jahren. Die Erklärung ist klar: Der Context ist austauschbar. Wer würde heute ein Textverarbeitungsprogramm selbst schreiben oder eine Anwendungssoftware für Enterprise Resource Planning ( ERP). „Wir müssen uns die Frage stellen, aus welchem Grund wir bestimmte Leistungen nicht mehr selbst machen wollen. Und die Gründe sind vielfältig: Sind es die Kosten, die uns ein Service kostet? Oder muss eher formuliert werden: Ist es einem Unternehmen möglich, alle notwendigen Services optimiert und effizient durchzuführen", fragt sich Andreas Rebetzky, Sprecher des cioforums http://www.cioforum.de in München.



Das Betreiben eines Servers sei „commodity" – hier komme es auf Effizienz an, auf Kosten pro Server. Der Betrieb eines Geschäftsprozesses, dessen Optimierung, Gestaltung, Re-Engineering - das könne „Core" sein, also zum Kern gehören: „Ein Logistik-Unternehmen tut gut daran, eigene Experten für die Themen rund um das Supply Chain Management zu haben. Ein Fertigungsunternehmen sollte Kenntnisse in Fertigungsprozessen, Variantenkonfigurationen und Materiallogistik haben. Das ist ihr Core-Business. Wir erleben eine Transformation dessen, was als ‚Core' bezeichnet wird. IT gehört für viele Unternehmen dazu. Ohne IT werden keine neuen Produkte entworfen. Die Produktion ist optimiert mit Hilfe von Produktionsplanungs- und Steuerungssystemen (PPS), der Vertrieb hat mit CRM eine 360 Grad-Sicht auf seine Kunden. IT ist in vielen prozessbezogenen Aufgabenstellungen nicht nur ein ‚Muss', sondern eine überlebenskritische Komponente geworden", so die Erfahrung von Rebetzky, CIO des Technologieanbieters Bizerba http://www.bizerba.de. Es sei zu kurz gegriffen, wenn Analysten den Outsourcing-Markt als Gewinner der Wirtschaftskrise ausrufen. „Viele CIOs sind skeptisch – sie rechnen eher mit einer Stärkung der internen Ressourcen. Klar ist nur: Projekte mit schnellem Sparpotenzial haben dieses Jahr Priorität. Anwender sollten hier auch ihre Lieferanten in die Pflicht nehmen", berichtet die Computer Zeitung http://www.computerzeitung.de. „Selten lässt sich ein Problem dadurch lösen, dass man es per Outsourcing an Dritte vergibt. Wir sollten besser Wege finden, die internen Strukturen zu verändern und die Effizienz zu erhöhen", bestätigt Rebetzky.

Die IT im Untenehmen müsse sich emanzipieren. Der CIO habe die Aufgabe und Verantwortung, sinnvolle Schritte zum Outsourcing einzuleiten, aber noch mehr die Motivation dafür zu liefern, dass die IT zum Kerngeschäft wesentlich beiträgt. „Dazu muss sich die IT zu einem Businesspartner mit hoher Kompetenz in den zugrundeliegenden Geschäftsprozessen wandeln", fordert Rebetzky. Wenn das erfolgt sei, werde beispielsweise die Debatte über das Outsourcing eines Servers obsolet. „Diese Commodity ist die Pflichtübung für die IT. Wer sein Handwerk beherrscht, braucht den Wettbewerb mit den externen Dienstleistern nicht zu fürchten. Wer seine Core Business-Aktivitäten auslagert, verliert die Fähigkeit der Transformation. Denn auslagern lassen sich nur die Services, die zu keinem Wettbewerbsvorteil mehr führen", sagt der Bizerba-Manager. Fatal sei es, nur wegen der Fehlerträchtigkeit der IT an Auslagerung zu denken. Die Software habe eine Komplexität erreicht, dass sie kurz davor steht, ein Eigenleben zu beginnen: Sie tue sonderliche Dinge - unerwartete Ereignisse führen zu unerwarteten Aktionen. Es si doch viel leichter, einen Outsourcing-Partner zur Verantwortung zu ziehen, als den Mitarbeiter und Kollegen. „Damit kannibalisiert man allerdings den Status der IT im Unternehmen", so die Warnung von cioforum-Vorstand Rebetzky.

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