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Bilanz nach einem Jahr "weltwärts" - Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst geht in die nächste Runde

19.01.200908:41 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Bilanz nach einem Jahr "weltwärts" - Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst geht in die nächste Runde
17.1.2008: Die ersten weltwärts-Freiwilligen werden auf einer Veranstaltung in Berlin offiziell verabschiedet.
17.1.2008: Die ersten weltwärts-Freiwilligen werden auf einer Veranstaltung in Berlin offiziell verabschiedet.

(openPR) Für junge Menschen, die sich in einem Entwicklungsland engagieren wollen, gibt es seit 2008 eine neue Adresse: weltwärts. Mit diesem 70 Millionen Euro schweren Programm unterstützt das Entwicklungsministerium junge Freiwillige für bis zu zwei Jahre bei ihrer Arbeit in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa. Vor genau einem Jahr wurden die ersten Freiwilligen offiziell verabschiedet. Seither gingen mehr als 2.000 junge Erwachsene weltwärts. Zeit für eine kurze Bilanz.



Weltwärts: ein großer Erfolg für die Freiwilligen – weniger für die Entwicklungsländer

Am 17. Januar 2008 gab Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul offiziell den Startschuss für das neue Freiwilligenprogramm: „Junge Freiwillige machen die Welt gerechter“, so hieß es damals. Nach einigen Auseinandersetzungen zwischen Freiwilligen und der Bevölkerung vor Ort, Abenteuerberichten überambitionierter Weltverbesserer in der ein oder anderen Tageszeitung und Problemen bei Vorbereitung und Begleitung der jungen Leute, von denen die meisten gerade einmal das Abitur hinter sich haben, ist 12 Monate später klar: Um einige tausend Freiwillige in die Welt zu entsenden, braucht es mehr als nur guten Willen.

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Bei weltwärts tritt einmal mehr ein ganz grundsätzliches Problem deutscher und internationaler Entwicklungspolitik zutage: Entwicklungshilfe um der bloßen Entwicklungshilfe willen. Seit Jahrzehnten entwickelt ein regelrechtes Herr an Entwicklungshilfeorganisationen mit Spenden und öffentlichen Geldern fleißig in den Ländern des Südens. Doch für wen eigentlich? Und mit welchem Erfolg? Der klassische Brunnenbauer in Afrika entspringt einem alten Konzept der Entwicklungspolitik – doch bis heute hält er sich hartnäckig. Auf dem Papier spricht man schon lange von Entwicklungszusammenarbeit, in der Praxis suchen Entwicklungs- und Hilfsorganisationen jedoch leider noch immer viel zu selten den tatsächlichen Dialog auf Augenhöhe mit der betroffenen Bevölkerung. Hilfe zur Selbsthilfe sieht anders aus.

Weltwärts als lernendes Programm

Mit diesem Umstand hat auch weltwärts zu kämpfen. Doch zeigen der offene Umgang auch mit diesen kritischen Fragen und das Engagement zahlreicher Freiwilliger und Entsendeorganisationen: Es geht auch anders. Und für 2009 bedeutet das: weltwärts muss sich als lernendes Programm begreifen, dass sich weniger an der Erfüllung von Soll-Zahlen und den überragenden Zielen der deutschen Entwicklungspolitik misst, sondern vielmehr von den Erfahrungen der Freiwilligen lernt und gemeinsam mit den engagierten Vereinen das Programm weiterentwickelt.

Weltwärts 2009: mehr Entsendeorganisationen und noch mehr Stellen

Insgesamt wurden bis heute 186 Entsendeorganisation und 3041 Stellen für Freiwillige offiziell vom Entwicklungsministerium anerkannt. Damit ist auch der Weg zur finanziellen Förderung frei. Die Zahlen bedeuten für das Programm auch die Erfüllung der selbst gesteckten Ziele. Längerfristig plant man bis zu 10.000 Stellen zu fördern. Das bedeutet für 2009 einen starken Ausbau der Freiwilligenplätze. Darüber hinaus wird es auch darum gehen, die ersten ganz praktischen Erfahrungen im Dialog mit den Vereinen in die Gestaltung des Programms einfließen zu lassen - damit sich weltwärts nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ wirklich weiterentwickelt.

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