(openPR) 100 Euro für ein Kind, 2500 für ein altes Auto
Berlin, 13. Januar 2009. Die junge deutsche Wirtschaft ist enttäuscht vom Konjunkturpaket II. "Das Konjunkturpaket II ist ein Bauchladen, um jedes politische Klientel zu bedienen", sagt Stefan Kirschsieper, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland. "Es werden Schulden auf Rekordniveau zu Lasten der nächsten Generation gemacht, anstatt in die Zukunft zu investieren und nach Einsparpotentialen zu suchen." Ein Skandal sei die Entscheidung über die Abwrackprämie für Altautos. "Für ein Kind gibt es 100 Euro, für ein altes Auto 2500. Das zeigt, wie zukunftsorientiert und sozial in unserem Land gedacht wird", sagt Kirschsieper.
Positiv bewerten die jungen Unternehmer die geplanten Investitionen in Schulen, Hochschulen und in die Infrastruktur. "Zumindest hier wird Geld so ausgegeben, dass Deutschland zukunftsfähig wird", betont Kirschsieper. Zu befürchten sei aber, dass das Geld nicht schnell genug abgerufen werden könne. "Die Kommunen brauchen jetzt Wege, um Ausschreibungen zu beschleunigen und schnell zu investieren, sonst fließt vor Weihnachten kein Geld", sagt Kirschsieper. "Hier muss die Politik ihre Hausaufgaben erst noch machen."
Gleichzeitig fordern die jungen Unternehmer, schnell über eine Schuldenbremse im Grundgesetz zu entscheiden. "Wir dürfen nicht weiter Schulden zu Lasten kommender Generationen machen", sagt Kirschsieper. "Sonst verspielen wir die Zukunft unseres Landes."
Die Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) bilden mit rund 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft den größten deutschen Verband von Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren. Bei einer Wirtschaftskraft von mehr als 120 Mrd. Euro Umsatz verantworten sie rund 300.000 Arbeits- und 35.000 Ausbildungsplätze. Seit 1958 sind die Wirtschaftsjunioren Deutschland Mitglied der mehr als 100 Nationalverbände umfassenden Junior Chamber International (JCI).



