(openPR) Seniorenassistenz schafft Lebensqualität für Senioren
Vor dem Hintergrund der voranschreitenden demographischen Entwicklung (2015 sind über 30 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre alt) würden passgenaue professionelle Angebote der nichtpflegerischen Seniorenbetreuung langfristig an Bedeutung gewinnen. Zwar gäbe es auch ehrenamtliche Angebote in diesem Bereich, die sinnvoll und wichtig ist. Doch die „ehrenamtliche Arbeit von (zumeist) Frauen, darf nicht ausgenutzt und in eine Lückenbüßerfunktion gedrängt werden,“ meint die Seminaranbieterin Ute Büchmann, die in den letzten beiden Jahren rund 50 Frauen zur qualifizierten Seniorenassistentin (Gesellschafterin für Senioren) ausgebildet hat.
Denn schon die Pflege der eigenen Verwandten im Familienkreis bleibe meistens bei den Frauen hängen. Das Konzept der ehrenamtlichen Seniorenbegleitung treibe Frauen, die ohnehin schon häufig ihre Angehörigen pflegen, zusätzlich noch in die Vollzeit-Nachbarschaftshilfe. Und verhindere, dass Frauen mit dieser wichtigen Dienstleistung Geld verdienen könnten
Büchmann erläutert: „Seniorenassistenz ist eine neue, professionelle Dienstleistung und unverzichtbar in unserer Gesellschaft. Doch um diese Tätigkeit professionell auszuüben, ist eine Qualifizierung wichtig. Ziel der Seniorenassistenz ist die aktivierende Begleitung älterer Menschen. Denn insbesondere allein lebende Senioren mit wenig Außenkontakten leiden an Einsamkeit, fühlen sich isoliert und sind häufig frustriert. Dies ist kein unveränderbarer Zustand. Seniorenassistentinnen sind aufgrund ihrer 130-stündigen Ausbildung in der Lage, ältere Menschen zu aktivieren, zu motivieren, zu beraten und zu begleiten. Auf diese Weise ist es sogar möglich, eine möglichst weit gehende Selbstständigkeit älterer Menschen im Alltag zu fördern, zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Und Lebensqualität zu vermitteln. Auf diese Weise kann es gelingen, den Gang ins Altenheim zumindest aufzuschieben.
Senioren-Assistenz als professionelle Dienstleistung sollte zukünftig ihren Platz zwischen den instrumentellen Bereichen Pflege und Hauswirtschaft erhalten. Denn alle profitieren davon. Senioren erhalten ein Stück Lebensqualität zurück, Angehörige werden entlastet und Seniorenassistentinnen haben die Möglichkeit, mit dieser Tätigkeit Geld zu verdienen.
„Die professionelle Seniorenbetreuung ist einmalig im norddeutschen Raum“, so Büchmann. Doch es sei dringend erforderlich, ein einheitliches Berufsbild zu entwickeln und darüber hinaus eine Anerkennung der qualifizierten Seniorenassistenz als „Betreuungsberuf“ zu erreichen. Hier sollte die Politik – analog der verpflichtenden Tagesmütterqualifizierung - einen Vorstoß wagen und dieses Thema anpacken.“ Büchmann führt weiter aus:
„Seniorenassistenz ist keine Konkurrenz zur Pflege. Wird aber häufig so gesehen. Darum bietet es sich an, die nichtpflegerische Begleitung von Älteren in bereits vorhandene Netzwerke der Pflegeeinrichtungen und ambulanten Dienste mit einzubeziehen.
Ihr Fazit: Der endgültige Gang ins Altersheim muss nicht sein, sofern Senioren/Seniorinnen es zulassen, die Hilfestellung durch ausgebildete Seniorenassistentinnen anzunehmen.
Vorteil für die älteren Menschen: Die Lebensqualität verbessert sich durch Kommunikation aktivierende Hilfe im Alltag und der Gang ins Pflegeheim ist vermeidbar.
Vorteil für die Angehörigen: Sie werden entlastet.
Vorteil für die Seniorenassistentinnen: Sie haben langfristig gute Chancen im Dienstleistungssektor Seniorenwirtschaft mit ihrer qualifizierten Tätigkeit Geld zu verdienen.
Ute Büchmann













