(openPR) Bänder stehen still, Kurzarbeit, Zwangsurlaub - In den letzten Wochen und Monaten häuften sich die negativen Nachrichten der Automobilkonzerne aus Deutschland und vor allem den USA. Während die deutschen Hersteller mit dem Nachfragerückgang zu kämpfen haben, müssen Unternehmen wie General Motors um ihre Existenz bangen.
Die Finanzkrise belastet die Autoindustrie somit schwer.
Aufgrund der Auswirkungen auf die Realwirtschaft können regelmäßig und in kurzen Abständen neue Hiobsbotschaften von Absatzeinbrüchen, Gewinnwarnungen und Produktionsstopps vernommen werden. Zu dieser bereits erheblichen Belastung kommt jedoch erschwerend hinzu, dass die Automobilindustrie einem tiefgreifenden Wandel gegenübersteht.
Im Bewusstsein der Kunden nehmen spritsparende Fahrzeuge und kleinere Motoren eine immer wichtigere Rolle ein. Trotz aktueller Tiefstpreise bei Rohöl und an den Zapfsäulen, wird sich dieser Trend nicht mehr umkehren lassen.
Außerdem müssen die Hersteller umdenken und auch noch zusätzliche Gelder in die Entwicklung neuer Technologien investieren. Wer in der Zukunft am Markt bestehen will, muss bereits jetzt ernsthafte Alternativen zum Verbrennungsmotor erforschen. Doch diese Entwicklung ist kostspielig und verschlingt Milliarden. Der Nachfrageeinbruch kommt damit für viele Hersteller zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Laut aktueller Berechnungen wird der Weltmarkt für Automobile im Jahr 2008 um 4-5 Prozent schrumpfen. Dies stellt seit 1948 erst den zweiten Rückgang in diesem Ausmaß neben 1993 dar. Für das kommende Jahr sehen die Prognosen ebenfalls negativ aus. Der Industrieabsatz in den USA ist dabei auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gefallen.
Die US-Autobauer sind in der Finanzkrise aufgrund verfehlter Produktpolitik und schlechter Kostenstruktur besonders stark betroffen. Die erheblichen Probleme großer Hersteller wie GM, Ford und Chrysler hätten im Pleitefall extreme Auswirkungen. Die US-Automobilbranche zählt ca. 350.000 Arbeitsplätze. Außerdem hängen 4,5 Millionen weitere Arbeitsplätze indirekt von der Branche ab. Um den Unternehmen unter die Arme zu greifen und um strukturelle Veränderungen zu ermöglichen stellte die US-Regierung bereits zinsgünstige Kredite in Milliardenhöhe zur Verfügung.
Die vorhandenen Mittel sollen den Firmen in erster Linie dabei helfen energieeffiziente Fahrzeuge zu entwickeln. Doch ein Ende der Probleme ist nicht absehbar, da der Absatz weiter einbricht und weitere finanzielle Unterstützungen nötig sein werden.
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