(openPR) Forschungsgruppe wi-mobile in Nordamerika und Asien aktiv
Die Kunden warten nicht nur in Europa schon lange darauf: die Abwicklung von Finanzdienstleistungen über das Mobiltelefon. Die kanadischen Marktteilnehmer haben sich jetzt entschieden, ihre gemeinsame Initiative zu M-Payment und M-Banking auf die Konzepte der Forschungsgruppe wi-mobile der Universität Augsburg aufzubauen.
Forschung aus Deutschland wird weltweit verwendet
Toronto/Augsburg – Seit 2001 führt die Forschungsgruppe wi-mobile der Universität Augsburg Projekte zu Mobile Payment und Mobile Banking durch. Dabei wurden Verbraucherstudien mit mehr als 16.000 Befragten durchgeführt, alle weltweit verwendeten Technologien Usability-Tests unterzogen sowie das Mobile-Payment-Referenzmodell entwickelt. Die Arbeit der Augsburger Forscher findet dabei nicht nur in der Wissenschaft Anerkennung. Außer amerikanischen Wissenschaftszeitschriften interessierte sich bisher auch eine Vielzahl von Praktikern aus der Industrie für die Ergebnisse, unter anderem aus Dubai und Singapur.
Alle Marktteilnehmer beteiligt
Nun haben sich auch die kanadischen Marktteilnehmer entschieden, auf die Expertise aus Deutschland zu setzen. Unter der Leitung der Augsburger Forscher Dr. Key Pousttchi und Dietmar Wiedemann fand in Toronto der Kick-off Workshop zum Canadian Mobile Payment and Banking Think Tank statt. Think Tank Leader von Industrieseite waren dabei David Robinson, Vice President New Business Planning des in Kanada führenden Mobilfunkanbieters Rogers Wireless sowie John Ambrose, Leiter des weltweit agierenden Centre of Excellence for Mobile des Kreditkartenanbieters MasterCard. Sie konnten im Rogers Center, das gleichzeitig ein bedeutendes Football-Stadium und ein Konferenzzentrum beherbergt, mehr als 30 Vertreter der wesentlichen kanadischen Marktteilnehmer begrüßen, unter ihnen Banken, Mobilfunkanbieter, Kreditkartenanbieter, Payment Service Provider, Prozessoren und Hardwarehersteller.
Coopetition Model als Königsweg
Der zweitägige Workshop bestand je zur Hälfte aus Präsentationen der Augsburger Forscher und aus Diskussion der Bedingungen auf dem kanadischen Markt. „Eine sehr spannende Initiative“, so Dr. Key Pousttchi, der die Leitung des Gesamtworkshops innehatte. „Die Kanadier haben ein klares Verständnis, dass ein erfolgreiches M-Payment Partnering voraussetzt und dass M-Banking weit mehr als mobiles E-Banking ist, sondern einen strategischen Wettbewerbsvorteil für Banken bedeuten kann – in beiden Fällen ein Verständnis, das ich mir auch von den Marktteilnehmern in Deutschland wünschen würde.“ Die Beteiligten einigten sich auf das Ziel, für den kanadischen Markt ein Co-opetition Model zu entwickeln, also genau abzugrenzen, wo Zusammenarbeit unabdingbar für den Gesamterfolg ist und in welchen Bereichen Wettbewerb erwünscht ist, der die Bildung von Alleinstellungsmerkmalen zulässt. Die Initiative ist aber nicht nur für die Marktteilnehmer sehr aussichtsreich: Für die Augsburger Forscher ist sie ein gut bezahltes Beratungsprojekt.
Konferenz MCTA 2009 Ende Januar in Berlin
Ein ebenfalls expandierendes Projekt der Forschungsgruppe wi-mobile ist die Konferenz Mobile Communications – Technologien und Anwendungen (MCTA), die im mittlerweile 9. Jahr stattfindet und aufgrund des stetigen Wachstums nun nach Berlin umzieht. Außer Mobile Payment und Mobile Banking widmet sie sich in vier Paralleltracks einem sehr dichtes Konferenzprogramm, das neben Mobile Operators Future Revenue Streams insbesondere im B2C die Bedeutung des mobilen Kanals für Handel und Banken sowie im B2B mobile Geschäftsprozesse in den Mittelpunkt stellt, etwa Machine-to-Machine (M2M) Anwendungen und Mobile IT Business Value. Weiterhin wird es um MVNO / MVNE gehen sowie in diesem Jahr erstmals eine Mobile Application Demo Session für innovative Anwendungen geben. Die MCTA findet am 26.01. (Workshop Day) und am 27.01.2009 (Conference Day) statt. Anmeldung und weitere Informationen unter http://www.mcta.de . Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Eine rechtzeitige Anmeldung wird daher empfohlen.













