(openPR) Affiliate-Budgets steigen, Effizienz wird immer wichtiger.
Unterhaching/München, 9. Dezember 2008 – In wirtschaftlich schwierigen Zeiten verlangen die Marketing-Verantwortlichen nach effizienteren Online Marketing-Instrumenten. Wie eine aktuelle Expertenumfrage der Technischen Universität (TU) München zeigt, sind 2009 besonders performance-orientierte Angebote wie etwa Behavioral Targeting und Affiliate Marketing, im Kommen. Die TU München hat die Studie bereits zum zweiten Mal in Folge in Kooperation mit dem Online Marketing-Spezialisten ValueClick durchgeführt. Im Zeitraum von Mai bis Juli 2008 wurden im Rahmen eines Forschungsprojekts Einschätzungen und Meinungen von Budgetverantwortlichen zum Online-Marketing generell sowie speziell zur Disziplin Affiliate-Marketing erhoben.
Online Marketers setzen 2009 verstärkt auf Behavioral Targeting
Die Studienergebnisse des Lehrstuhls für Dienstleistungs- und Technologiemarketing der TU München belegen, dass gerade Behavioral Targeting im nächsten Jahr einer der ganz großen Trends wird. So überlegen 66 Prozent der Online Marketing-Entscheider diese Technik, über die Unternehmen verhaltensorientierte Werbung schalten können, im nächsten Jahr einzusetzen: Knapp 29 Prozent davon planen konkret, das Instrument innerhalb des folgenden Jahres einzuführen, etwa 37 Prozent denken darüber nach. Vor allem in der Internetbranche und im Reise- und Transportbereich werden 32 Prozent bzw. 29 Prozent der Teilnehmer Behavioral Targeting innerhalb der nächsten zwölf Monate als Online Marketing-Technik nutzen. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wollen die Unternehmen ihre Online Marketing-Budgets so effizient wie möglich einsetzen. Werbungtreibende entdecken daher Behavioral Targeting als wirkungsvolles Instrument, um Streuverluste bestmöglich zu vermeiden“, erklärt Prof. Dr. Florian von Wangenheim, Lehrstuhl für Dienstleistungs- und Technologiemarketing an der TU München. „Entsprechende, im Markt bereits zur Verfügung stehende Angebote, dürften daher künftig noch stärker genutzt werden“, so von Wangenheim weiter. „Unsere neue „predictive“ Behavioral Targeting-Lösung, die wir im September zur Online Marketing Düsseldorf erstmals auf dem deutschen Markt vorgestellt haben, bietet Werbekunden genau diese Vorzüge. Über einen speziell entwickelten Algorithmus schaffen wir eine riesige Menge dynamischer Nutzerprofile. Somit können wir das zukünftige Userverhalten prognostizieren und Werbung so gezielt wie möglich ausliefern“, ergänzt Christian Geyer, General Manager ValueClick Deutschland.
Cost per Order gilt als erfolgreichstes Abrechnungssystem
Die verstärkte Performance-Orientierung der Unternehmen und Werbekunden spiegelt sich in einem weiteren Studienergebnis wider: Das Abrechnungsmodell CPO („Cost per Order“), bei dem die Werbeleistung abhängig von den erzielten Verkäufen vergütet wird, ist für die meisten der Befragten am erfolgreichsten. Auf einer Skala von 0 bis 5 (0=das am wenigsten erfolgreiche Instrument, 5=das erfolgreichste Instrument) erzielt CPO einen Wert von 3,66. Dahinter folgen CPL („Cost per Lead“) mit 3,47 und CPA („Cost per Action“) mit 3,29. Auf den hinteren Rängen landen weichere Abrechnungsformen wie CPC („Cost per Click”) mit 2,89 und CPM („Cost per Mille“ = Tausend-Kontakt-Preis) mit 2,10. Auffällig dabei: Derzeit machen sich noch wenige Unternehmen Gedanken über „gerechte“ Vergütungsmodelle sowie welche Einzelmaßnahme welchen Beitrag zum letztendlichen Verkauf geliefert hat. Für nahezu alle Befragten ist die derzeit geltende Praxis, bei der immer der letzte Klick vergütet wird, kein Thema. Nur ein geringer Anteil, etwa fünf Prozent, empfinden diese inzwischen als überholt.
Affiliate-Marketing nimmt im Online Mix künftig mehr Raum ein
Ein weiterer performance-orientierter Online Marketing-Kanal, nämlich Affiliate Marketing, wird der Analyse zufolge, bei den werbungtreibenden Unternehmen immer beliebter: Bereits 83 Prozent der Studienteilnehmer nutzen Affiliate Marketing als Online Marketing-Instrument (Vorjahr: 47 Prozent). Über die Hälfte (fast 56 Prozent) der Affiliate Marketing-Anwender möchte hiermit hauptsächlich zusätzliche Umsätze generieren. Dies trifft vor allem auf den Handel (64 Prozent), den Reise- und Transportbereich (65 Prozent) sowie den Vertrieb von Fast Moving Consumer Goods (60 Prozent) zu. Für etwa ein Drittel (33 Prozent) der Befragten ist Affiliate Marketing jedoch nicht nur ein reiner Vertriebskanal, sondern beinhaltet auch eine marketingstrategische Komponente. Diese Ansicht teilen vor allem Vertreter der Telekommunikations- und Internetbranche (50 Prozent).
Die Budgets für Affiliate Marketing steigen 2009 weiter
Auch bei der Budgetplanung wird Affiliate Marketing künftig stärker berücksichtigt: Aktuell verwenden bereits 18 Prozent der Befragten mehr als 20 Prozent ihres Gesamtbudgets für diesen Online Marketing-Kanal. Dieser Anteil soll 2009 auf 32 Prozent steigen. Auffällig dabei: Unternehmen mit niedrigeren Marketing-Budgets setzen öfter auf Affiliate Marketing, als solche mit höheren. Während nur knapp zwölf Prozent der Unternehmen mit einem Budget zwischen einer und fünf Millionen Euro Affiliate Marketing betreiben, sind es in der Budgetkategorie von 100.000 bis zu einer Million Euro bereits knapp 30 Prozent. Ein weiteres Merkmal bei Performance-Marketing ist die flexible Handhabung der Budgets. Dies bedeutet: 80 Prozent der befragten Unternehmen sind bereit, den Budget-Anteil von Affiliate Marketing dem Verkaufserfolg entsprechend während des Jahres nochmals anzupassen.
Studiensteckbrief:
„German Market Survey: Online and Affiliate Marketing”
Die Studie wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes des Lehrstuhls für Dienstleistungs- und Technologiemarketing an der TU München in Kooperation mit der ValueClick Deutschland GmbH durchgeführt. Ziel war es, Erkenntnisse über Einsatz und Potenzial der Online-Marketing-Instrumente und insbesondere des performance-basierten Affiliate-Marketings zu erlangen. An der von Mai bis einschließlich Juli 2008 durchgeführten Umfrage zum Thema Online- und Affiliate-Marketing beteiligten sich rund 390 Marketingverantwortliche unterschiedlicher Branchen aus Deutschland. Sie stammen größtenteils aus kleineren und mittelgroßen Unternehmen. Rund ein Fünftel der Befragten sind Geschäftsführer oder Vorstände der Marketing-Abteilungen. Ein Drittel sind Marketing-Manager und Online Marketing-Verantwortliche, ein weiteres Drittel verantwortet das Affiliate-Marketing im Unternehmen. Die Marketing-Budgets der teilnehmenden Unternehmen belaufen sich mehrheitlich auf bis zu eine Million Euro pro Geschäftsjahr. „Der Online Marketing-Sektor ist nach wie vor stark in Bewegung und es ist immer noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Deshalb freuen wir uns sehr über die rege Teilnahme und das Interesse an unserer Studie“, erklärt Prof. Dr. Florian von Wangenheim, Lehrstuhl für Dienstleistungs- und Technologiemarketing der TU München.Die Studie kann kostenlos angefordert werden unter









