(openPR) Affiliate Marketing gewinnt und Behavioral Targeting wird wichtiger
Unterhaching/München, 2. April 2009 – Der britische Markt gilt in Europa als Vorreiter des Online Marketing. Deshalb hat ValueClick in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität (TU) München in einer Expertenumfrage die Entwicklung in Großbritannien genauer unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse in Kürze: Affiliate Marketing wird in Großbritannien 2009 weiter wachsen und Behavioral Targeting spielt eine zunehmend wichtigere Rolle. Über die Hälfte aller Unternehmen setzen in ihren Kampagnen schon auf Mobile Endgeräte und auf Online-Videowerbung. Der größte Unterschied zwischen dem deutschen und dem britischen Markt: Das derzeit vorherrschende Vergütungsmodell „Last Click wins“ wird in Großbritannien zunehmend kritischer beurteilt, während deutsche Online-Marketer es bisher nur selten in Frage stellen.
Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden – nach 2007 bereits zum zweiten Mal - Einschätzungen und Meinungen von Budgetverantwortlichen zum Online-Marketing generell sowie speziell zur Disziplin Affiliate-Marketing erhoben. Die Ergebnisse zeigen eindeutig: Immer mehr Unternehmen setzen im britischen Markt auf Affiliate Marketing. So gaben zwei Drittel aller befragten Firmen an, in den nächsten zwölf Monaten ihr Budget für diesen performance-orientierten Werbekanal erhöhen zu wollen. Schon jetzt geben 25 Prozent der befragten britischen Unternehmen zwischen sechs und zehn Millionen Euro für Affiliate Marketing aus. Damit ist Affiliate Marketing in Großbritannien, nach Suchmaschinenmarketing und der klassischen Displaywerbung, bereits der am drittbesten bewertete Kanal im Online Marketing – mit weiter steigender Tendenz.
Die Briten rechnen auch gerne „klassisch“ ab, die Deutschen nach Order
Unterschiede zwischen Briten und Deutschen gibt es, wenn man die Marketing-verantwortlichen nach ihrem bevorzugten Buchungsmodell für Online-Kampagnen fragt.
Vergleich Großbritannien - Deutschland
Cost per Action UK: 3,19; D: 3,29
Cost per Mille UK: 2,95; D: 2,10
Cost per Click UK: 2,68; D: 2,89
Lead campaigns UK: 2,59; D: 3,47
Cost per Order UK: 2,44; D: 3,66
Erklärung: „1“ das am wenigsten erfolgreiche... „5“ das erfolgreichste Abrechnungsmodell
Quelle: German and UK Marketing Survey – Online & Affiliate Marketing 2008
Während in Großbritannien der aus den klassischen Medien TV und Print bekannte Tausendkontaktpreis (Cost per Mille) auch Online noch hoch im Kurs steht (siehe Tabelle), ist er bei den befragten Deutschen der Abrechnungsmodus, der als am wenigsten erfolgreich bewertet wird. In beiden Ländern sehr beliebt ist die harte Abrechnung nach den Kosten pro Kauf (Cost-per-Order) - dazu wird im britischen Markt auch der CPA (Cost per Action) als Überbegriff gezählt.
Vergütungsmodell „Last Click wins“ wird in Frage gestellt
Die größten Unterschiede zwischen den Märkten gibt es, fragt man die Online Marketing-Entscheider nach den derzeit gültigen Vergütungsmodellen. Während in Deutschland noch kaum jemand (fünf Prozent) das Motto „Last click wins“ in Frage stellt, sind fast die Hälfte (48 Prozent) der britischen Befragten der Meinung, dass der Beitrag einzelner Online-Marketing-Kanäle zum letzten Klick umfassender analysiert werden sollte. Sie befürworten ein sogenanntes „Shared Revenue“-Modell, d.h. eine anteilige Vergütung der Kanäle, je nach erbrachter Leistung. Mit verbesserten Analysetools, die Klicks und Sichtkontakte sowie das tatsächliche Userverhalten nachvollziehbar machen, könne der Beitrag von Disziplinen wie Suchmaschinen Marketing, Affiliate Marketing oder Online-Displaywerbung zum Erfolg einer Kampagne korrekter bewertet werden.
Behavioral Targeting ist in Großbritannien im Kommen
Großen Wert legen die britischen Unternehmen auch darauf, Online-User gezielter mit Werbebotschaften zu erreichen. Besonders im Kommen: Das sogenannte Behavioral Targeting, das die Mehrheit der britischen Marketer (55 Prozent) im nächsten Jahr bzw. innerhalb der nächsten zwölf Monate einsetzen will. Weitere 23 Prozent denken zumindest darüber nach. Weiter als ihre deutschen Kollegen sind die Briten auch im Mix digitaler Marketinginstrument. 53 Prozent der befragten britischen Firmen binden Mobile Endgeräte und Online-Videos bereits in ihre Kampagnen mit ein. In Deutschland liegt der Wert gerade mal bei der Hälfte (26 Prozent).
„Großbritannien ist dem Festland beim Online Marketing ein ganzes Stück voraus. Entsprechend stärker orientieren sich werbetreibenden Unternehmen dort bereits an einer gerechteren Vergütungsstruktur“, erklärt Christian Geyer, General Manager von ValueClick Deutschland. „Mit dem Analysetool ’Path to Conversi-on’ bieten wir Werbetreibende eine ideale technische Lösung, um klar nachvollziehen zu können, welche Kanäle ihre Kampagnenziele bestmöglich unterstützen.“
Studiensteckbrief „German and UK Market Survey: Online and Affiliate Marketing 2008”
Die Studie wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes des Lehrstuhls für Dienstleistungs- und Technologiemarketing an der Technischen Universität (TU) München in Kooperation mit der ValueClick Deutschland GmbH durchgeführt. Ziel war es, Erkenntnisse über Einsatz und Potenzial der Online-Marketing-Instrumente und insbesondere des performance-basierten Affiliate-Marketings zu erlangen. An der von Mai bis einschließlich Juli 2008 durchgeführten Umfrage zum Thema Online- und Affiliate-Marketing beteiligten sich rund 156 Marketing-verantwortliche unterschiedlicher britischen Marktsektoren sowie 387 Marketingverantwortliche unterschiedlicher deutscher Branchen.
„Der europäische Online Marketing-Sektor befindet sich nach wie vor stark in Bewegung, viel Aufklärungsarbeit ist noch zu leisten. Deshalb freuen wir uns sehr über die rege Teilnahme und das Interesse an unserer Studie“, erklärt Prof. Dr. Florian von Wangenheim, Lehrstuhl für Dienstleistungs- und Technologiemarke-ting der TU München. Die Studie kann kostenlos angefordert werden unter
Über den Lehrstuhl für Dienstleistungs- und Technologiemarketing:
Der Lehrstuhl für Dienstleistungs- und Technologiemarketing der Technischen Universität München von Prof. Dr. Florian von Wangenheim befasst sich mit aktuellen und methodisch anspruchsvollen Fragestellungen, die in gemeinsamen Forschungsprojekten mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis untersucht wer-den. Der Schwerpunkt liegt insbesondere auf den Themenbereichen Management technologieintensiver Dienstleistungen, Solution Marketing, Wertorientiertes Kundenmanagement und Online Marketing. Dem Lehrstuhl ist der Transfer gewonnener Erkenntnisse in die betriebliche Praxis ein besonders Anliegen. Er sieht sich als Ansprechpartner von Unternehmen für Fragestellungen aus den Bereichen Marketing, Dienstleistungs- und Technologiemanagement.










