(openPR) Wie können UNTERNEHMER-POTENZIALE gestützt und wie neu aktiviert werden? Mit dieser zentralen Fragestellung befasste sich eine Konferenz des Bundesfachausschuss „UNTERNEHMER-ZUKUNFT“ im VerbändeNetzwerkes MENSCHEN MACHEN WIRTSCHAFT e.V. (MMW) in Kassel.
Diese Frage hatte ihre besondere Brisanz anlässlich der steigenden Insolvenzen bei Unternehmen und Verbrauchern.
Angesichts der vom Bundesverband Inkasso angenommenen Zahl von bis zu 35.000 Firmeninsolvenzen im Jahre 2008 und den in 2008 zu vermutenden über 100.000 Verbraucherinsolvenzen sehe das VerbändeNetzwerk akuten Handlungsbedarf, um gerade jetzt die so wichtigen unternehmerischen Handlungs-Potenziale zu stützen und zu mobilisieren, so – einleitend für den Vorstand von MMW Gerd K. Schaumann.
Im Verlauf der Konferenz spielten insbesondere folgende Themen eine zentrale Rolle:
· Welche Auswirkungen haben Wirtschaftskrisen auf die ENTFALTUNG unternehmerischer Tugenden, insbesondere Investitionsbereitschaft, Unternehmensexpansion und Neugründung von Unternehmen?
· Wie können die in einer Krise besonders wichtigen UNTERNEHMERISCHEN TUGENDEN (z.B. Risikobereitschaft, Innovationsfähigkeit, Gestaltungskraft, Handlungsenergie) gestützt werden, um die notwendigen unternehmerischen Energien zu fördern?
· Wie können unternehmerische Risiken und „FAMILIENPOLITISCHE Auswirkungen“ besser voneinander getrennt oder aufeinander bezogen werden?
· Wie kann die RESTART-FÄHIGKEIT von Unternehmern besser gestaltet werden?
· Wie können MEHR UNTERNEHMER (nach einer Insolvenz oder Betriebsaufgabe aufgrund Krise) für Neugründungen oder Beteiligung an Neugründungen gewonnen werden?
Die wichtigsten Ergebnisse der verschiedenen Arbeitsgruppen fasste – im Auftrag der Arbeitgruppen - Frank-Peter Evertz zusammen:
· Bei Unternehmern spielt die PSYCHOLOGISCHE Krisenwahrnehmung eine wichtige Rolle für ihre Bereitschaft zum nachhaltigen unternehmerischen Engagement.
· Während die Politiker Krisenbewältigung auf „Konjunkturprogramme“ reduzieren, sind es – zumindest bei kleineren und kleinen Unternehmern – meist soziale Gründe, die bis in die Familie hineinreichen, die sie von unternehmerischen (Zusatz-) Aktivitäten abhalten. Dazu gehört insbesondere das RISIKO, in einer Krise vermehrt Privatvermögen bis zum „Komplett-Ruin“ zu riskieren. Da „spielt“ – so ein Teilnehmer - die Familie einfach nicht mehr mit.
· Damit Konjunkturprogramme nicht an den arbeitsmarktpolitisch wichtigsten Kleineren Unternehmen vorbei gehen (was letztlich nur zu Mitnahmeeffekten der Großen führt), ist die Politik aufgefordert, den GESAMTRAHMEN für Unternehmer (besonders die über 2,2 Mio. Einzelunternehmer und die Unternehmer von kleinerer GmbHs KGs OHGs, sowie auch von Vorständen von Genossenschaften „RISIKOFREUNDLICHER“ zu gestalten.
In der Arbeitsgruppe „MODELLE zur Verbesserung der Restart-Fähigkeit“ wurden durch Fachjuristen verschiedene Konzeptionen dargestellt. Dabei überraschte, dass gerade mittels GENOSSENSCHAFTEN ein hoher Grad an Restart-Fähigkeit zu erreichen ist.
Der Vorstand des VerbändeNetzwerkes wurde beauftragt:
· Einen „RUNDEN TISCH“ mit weiteren Mittelstands, Wirtschafts- und Unternehmerverbänden bezüglich der „Restarter-Thematik“ zu organisieren
· Das bevorstehende „Super-Wahljahr 2009“ zu nutzen, um alle größeren Parteien mit Lösungsvorschlägen zu konfrontieren.
· Einen spezialisierten und preisgünstigen zentralen BERATUNGSDIENST „Restart-Fähigkeit“ anzubieten und solche Angebote – unter Einbeziehung von REGIONAL aufgestellten Fachanwälten, Steuer- u. Unternehmensberatern, sowie Mittelstands- / Wirtschafts- / und Unternehmerverbänden und anderen Experten – sukzessive möglichst in ALLEN Bundesländern einzurichten.
· Eine Folgekonferenz im nächsten Jahr durchzuführen.






