(openPR) Die Figur des „PHÖNIX“ steht symbolisch für die Fähigkeit, „ins Nichts zu fallen und gestärkt daraus wieder aufzutauchen“.
Genau diese Fähigkeit erwartet die Gesellschaft von Menschen, die als Unternehmer tätig sind.
Das VerbändeNetzwerk Menschen-Machen-Wirtschaft hat über 200 Unternehmer (kleinerer- und mittelständischer Firmen – bis 20 Beschäftigte) nach ihrer „PHÖNIX-FÄHIGKEIT“ befragt.
Ziel der Befragung war es insbesondere, zu ermitteln, wie gut und bewusst Unternehmer schon ihre „Phönix-Fähigkeit“ hergestellt haben und welche Bedeutung für ihr unternehmerisches Engagement diese Fähigkeit hat.
Das Ergebnis der Befragung kann – nach Ansicht des MMW-Vorstandes - keineswegs zufrieden stellen.
Gründe für diese Bewertung lagen insbesondere in folgenden Bereichen:
· Zwar sind sich über 90 % der Befragten durchaus bewusst, dass ein hohes persönliches Risiko eingehen, deren positive Entwicklung sie – besonders in einer Krisensituation - nur begrenzt beeinflussen können. Von diesen haben jedoch nur ca. 20 % überhaupt Vorsorge getroffen, auch nach einer Insolvenz wieder unternehmerisch tätig werden zu können.
· Von den Unternehmern, die eine solche „Vorsorgeregelung“ getroffen haben, erreichte jedoch nur ein ganz geringer Prozentteil das „Prädikat – gut“.
· Über 80 % der befragten Unternehmer wird vermutlich in einer Krise nicht nur das wirtschaftliche Vermögen verlieren, sondern auch einen erheblichen Teil des Privatvermögens.
· Von diesen Unternehmern gaben ca. 55 % an, dass über solch weitgehende Risiken ihre Lebenspartner nicht informiert seien.
· Von den Befragten, deren Lebenspartner über die gesamte Tragweite einer Insolvenz nicht informiert waren, erklärten fast 50 %, dass eine umfassende Information wohl Auswirkungen auf ihr unternehmerisches Engagement hätten.
Obgleich diese Befragung nur einen Bruchteil der über 2,5 Mio. Unternehmer dieser Größenklasse ausmacht, zeigt sie doch, dass offensichtlicher Handlungsbedarf besteht.
Hierzu hat das VerbändeNetzwerk einen Experten-Pool gebildet, dessen Aufgabe sein wird:
· Für Unternehmer und Existenzgründer sinnvolle modulare Lösungen zu entwickeln, die – je nach Unternehmensform und Risikopotenzial – den Unternehmer befähigt, auch nach einer tiefgreifenden Krise, weiterhin unternehmerisch tätig sein zu können
· Soll – in Verbindung mit weiteren Unternehmer- und Mittelstandsverbänden – mehr Problembewusstsein und Aufklärung geschaffen werden. Dabei wird auch das naheliegende Thema „Re-Start-Unternehmer“ und gesicherte Unternehmensnachfolge einbezogen
· Sollen regionale Konferenzen, Seminare und Workshops – in Verbindung mit Multiplikatoren wie Steuerberater, Rechtsanwälte, Unternehmensberater, etc. – angeboten werden, um gezielt auf Sonderfälle eingehen zu können.
In diesem Zusammenhang erwartet auch MMW mehr Resonanz und Problembewusstsein seitens der Politik. Das wird beispielhaft deutlich, wenn man bedenkt, dass Deutschland im europäischen Rahmen keineswegs einen vorderen Platz beim der Unternehmer-Quote einnimmt und die Zeit für eine „Insolvenzbereinigung“ in England nach 12 und in Frankreich nur 15 Monate möglich ist, während diese Zeit in Deutschland 84 (!) Monate beträgt. Während dieser Zeit ist faktisch jeder Unternehmer „auf Eis gelegt“ – sofern er / sie über keine besondere „Phönix-Fähigkeit“ verfügt.




