(openPR) Zur Abwahl der FH-Präsidentin Dominke erklären der studentische Senator, Alexander Schumacher, sowie der Gruppenvorsitzende des Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Nordwest, Matthias Christian Bullmahn in Vertretung für die gesamte Gruppe:
Am heutigen Tage haben wir erlebt, was passiert, wenn sich die Politik lange genug hinter schwammigen und unklaren Aussagen versteckt. Die Bildungsexperten vor Ort wurden im Stich gelassen und die Angst zum besten Berater der Menschen in Führungspositionen.
Seit der Gründung der FH OOW hat es kein Präsident geschafft Einigkeit zu vollziehen und den Ameisenhaufen zu bändigen.
Das lag vor allem an den vielen politischen Strömungen und Interessensgemeinschaften in den einzelnen, seit Jahren feststrukturierten, Studienorten.
Zu guter letzt war es jedoch Staatssekretär Dr. Josef Lange der mit seiner Verbündeten, Fr. Vizepräsidentin Claus, seit jeher die innere Ausrichtung der FH bestimmte und als graue Eminenz im Hintergrund die Fäden zieht.
Die oftmals fragwürdigen Entscheidungen und Vorgänge bleiben selbst erfahrenen studentischen Hochschulpolitikern ein Rätsel.
So ist es unerklärbar, warum eine hauptamtliche Vizepräsidentin eine zweite Amtszeit bekommt (wobei zu beachten ist, das hier schon hart an der Grenze der Demokratie Stimmen "organisiert" wurden) obschon sie verantwortlich ist für das strukturelle Defizit von 2,5 Millionen Euro.
Diese Machtspiele werden zuletzt auf dem Rücken der Studenten ausgetragen, da das eigentliche Problem, die Besetzung von bis zu 35 Professorenstellen, nicht angegangen wurde und wird.
Einige Fachbereiche, darunter der Fachbereich Wirtschaft in Wilhelmshaven, trifft es besonders hart.
Gab es im Jahr 2003 noch über 30 Professoren für 1000 Studierende, so verringerte sich die Anzahl dieser kontinuierlich auf jetzt 20. Im Gegenzug dazu erhöhte sich die Anzahl der Studierenden auf 1400.
Schwerpunkte konnten nicht mehr angeboten werden und die Belastung für die Dozenten wuchs stetig. Hinzu kommt die Angst vor der Zukunft, die, gerade im Fachbereich Wirtschaft, vom Wohlwollen von Herrn Staatssekretär Dr. Josef Lange und Minister Stratmann abhängt.
Die Akkreditierungsagentur „ZEVA“ hob bei Ihrem Akkreditierungsprozess der Studiengänge „Wirtschaft“ und Tourismuswirtschaft“ ausdrücklich die Leistung hervor, verbindet die endgültige Akkreditierung allerdings mit der Auflage, dass es 5 neue Professorenstellen zu besetzen gilt, um auf die notwendige Anzahl von 25 Professoren zu kommen.
Ohne diese wird die vorläufige Akkreditierung (welche vor kurzem nochmals verlängert wurde) voraussichtlich im Juni 2009 auslaufen. Die Folgen sind unabsehbar und auch hier wird deutlich wie ernst es das Ministerium mit nachhaltiger Bildungspolitik nimmt.
Es ist schwer zu glauben, dass Bildung „Chefsache“ ist und die CDU eine Bildungspartei ist.
Wir hoffen, dass die CDU kurzfristig ihrer Aufgabe im Bildungsbereich nachkommt und Fr. Dr. Merkel Niedersachsen als Bildungsland bezeichnen kann.
Wir, die Studenten, müssen Studiengebühren und Verwaltungsbeitrag zahlen. Diese Kosten liegen halbjährlich derzeit bei ca. 750 Euro (1500 Mark).
Wir Studenten haben ein Anrecht auf eine vernünftige Bildungspolitik ohne Angst, das Firmen die Situation beobachten und Stellen nicht mit Absolventen unserer Hochschule besetzen zu wollen.
Die vom Minister eingesetzte Kommission ist nur Alibi für die internen Machtspielchen des Ministeriums.
Gleichwohl ist zu beachten dass der vorherige Fahrplan - Ergebnis im Dezember - jetzt schon auf 8 Wochen nach hinten korrigiert wurde.
Bei diesen Vorfällen ist es nicht verwunderlich, das die Oldenburger Herrn Stratmann das Landtagsmandat im Januar 2008 verwehrt haben.
Auch Unwissenheit seitens Herrn Stratmann lassen wir nicht gelten, da im Rahmen des Gespräches mit dem RCDS Landesvorstand und Herrn Stratmann im Frühsommer diesen Jahres gerade diese Problematiken und deren Hintermänner ausführlich durch Matthias Christian Bullmahn erläutert wurden.
Der RCDS Nordwest fordert von Minister Stratmann folgendes:
1. Unverzügliche Freigabe aller Professorenstellen
2. Defusion der FH OOW zum SS 2009
3. Sofortige Entbindung der Zuständigkeit des Staatsekretärs Dr. Lange für
die Fachhochschulen in Niedersachsen
4. Zusicherung der Übernahme aller anfallenden Kosten der Defusion
5. Zusicherung der gesamten, aktuellen, Studienangebote und der Weiterentwicklung dieser
6. Die Fachbereichsstrukturen an den Standorten bleiben erhalten












