openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Virtuelles Fräulein vom Amt - Sprachgesteuerte Handys als Tipping Point des Internets

27.11.200811:30 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Mountain View/Berlin – Die Sprachsteuerung des iPhones mit „Google Mobile App“ wird von Web 2.0-Pionier Tim O’Reilly als „Tipping Point“ gewertet: Der Begriff bezeichnet jenen Moment, in dem etwas Einzigartiges zum Normalzustand wird und einen qualitativen Umschlagspunkt markiert. „Es ist es an der Zeit, Telefone als erstklassige Geräte zu sehen, um auf das Internet zugreifen zu können, und nicht nur als Möglichkeit, Inhalte und Anwendungen umzuwidmen, die ursprünglich dazu gedacht waren, mit einer Tastatur und einem Bildschirm gelesen zu werden“, schreibt O’Reilly in seinem Blog http://radar.oreilly.com. Mit der Sprachsteuerungsfunktion werde ein neuer Weg für Computerdienstleistungen beschritten. „Apple begeisterte uns mit dem iPhone-Touchscreen, aber die Einbeziehung des Beschleunigungsmessers war fast ebenso wichtig; und jetzt hat Google uns gezeigt, wie dieser als Hauptkomponente einer Benutzeroberflächenanwendung eingesetzt werden kann. Legen Sie das Telefon ans Ohr und die Anwendung fängt an mitzuhören; eher durch eine natürliche Geste als durch ein künstliches Klopfen oder Klicken ausgelöst. Ja, der Beschleunigungsmesser wurde bereits in Spielen wie tilt oder the iPint verwendet, aber Google hat das Ganze noch etwas weiter getrieben durch die Integration des Telefon-Hauptsensors: das Mikrofon“, so O’Reilly. Nach seiner Ansicht liegt hier die Zukunft von Mobiltelefonen: eine Benutzeroberfläche zu entwickeln, die alle bisherigen Generationen über Bord wirft. Zeigen und klicken war ein Durchbruch für Computer, aber eine Sackgasse für das Design von Benutzeroberflächen.



Mittlerweile haben das iPhone und ähnliche Smartphones eine Vielzahl an Sensoren: Mikrofon, Kamera, Touchscreen, Beschleunigungsmesser, und Standortortung. Neue Anwendungen und Kombinationen werden zu weiteren Überraschungen führen. „Künftige Geräte werden eine immer größere Anzahl an Sinnen haben, um darauf zu achten, was wir wollen. Könnte ein Telefon die Bewegung erkennen, die wir machen, wenn wir eine Kamera vor uns hochhalten, damit wir die Einstellungen festlegen können? Könnten wir mit dem Telefon reden um Kameraeinstellungen zu verändern? Könnte ein Telefon automatisch die Bewegung eines Autos erkennen und auf Sprachwahl umstellen? Und dann gibt es natürlich noch alle weitere Interaktionen mit anderen Geräten die möglich sind, wenn wir das Telefon als Steuerteil betrachten – ähnlich der Wii-Konsole von Nintendo“, erklärt O’Reilly.

Auch in der ITK-Branche erwartet man Impulse über die Sprachsteuerung: „Computer werden heute immer noch primär über eine Tastatur bedient, die aus der Schreibmaschine entstanden ist, so als ob jeder Tastendruck einen mechanischen Hebel in Bewegung setzt. Selbst der Zeilenvorschub und Wagenrücklauf alias Carriage return ist uns erhalten geblieben, obwohl damit schon lange kein Papier mehr transportiert wird. Telefone haben zwar die Revolution von der Wählscheibe hin zur – in der Regel – 3x4 Tastatur gemacht, standardisiert nach ITU E.161, das erfolgte aber bereits in den 70er Jahren. Selbst moderne Handys und Smartphones halten sich noch an den Tastenwahlblock, entweder in mechanischer Ausführung oder als Icon-Darstellung auf einem Touchscreen“, weiß Andreas Latzel, Deutschland-Chef des ITK-Spezialisten Aastra http://www.aastra.de, der viel Wert auf die Benutzerfreundlichkeit seiner Systeme legt. Die Technikentwicklung sei zwar rasant schnell und ein gutes User-Interface inzwischen intelligent sowie kontextbezogen – im Kern aber immer noch traditionell. Vorhersehbar sei, dass der Tastaturblock an seine Grenzen stoße - spätestens mit der breiten Einführung der SIP-Telefonie und der SIP-Teilnehmeradressen.

„Anders als bei professionellen Tischgeräten kommt die Ausstattung von Handys mit alphanumerischen Tastaturen zwar auch vor, ist aber in der Regel wegen der beschränkten Abmessungen nicht befriedigend. Da bietet sich der Weg zum Sprachinterface an: der Ansage von Adressen oder Einträgen des Telefonbuchs in normaler Sprachform. Sinnvoll ist das beim Autofahren oder anderen Tätigkeiten, die beide Hände verlangen. Ein gutes Beispiel im professionellen Umfeld ist die Pflege in Altenheimen mit der Aastra-Branchenlösung OPAS. Hier kann beispielsweise mittels Telefon und Sprache die erbrachte Leistung dokumentiert werden - das Pflegepersonal gewinnt viel mehr Zeit für die Bewohner“, sagt Latzel. Übrigens schlage die Technik mit der Sprachwahl den Bogen zurück zu den Anfängen des Telefons vor der Einführung des Selbstwählsystems: damals aktivierte man den Telefonapparat durch Erzeugung einer Rufspannung über den Kurbelinduktor und sagte dem „Fräulein vom Amt“, mit welchem Teilnehmer man sprechen möchte. „Im modernen Telefon mit Sprachinteraktion wird das Fräulein von einer Software ersetzt“, so Latzel.

In Kombination mit den Datenwolken von Google ergeben sich nach Prognosen von O’Reilly ungeahnte Möglichkeiten. „Sensorenreiche Geräte mit Anwendungen, die diese Sensoren nutzen, um mit Datenwolkendiensten zu interagieren und sie zu füttern. Der Standortsensor weiß, wo man sich befindet; das Mikrofon erkennt den Klang der Stimme, so dass es persönliche Daten in der Datenwolke frei setzt; die Kamera nimmt Objekte und Personen auf und sendet ein Bild zu einer abgelegenen Anwendung, die diese erkennt und die entsprechenden Informationen abruft“, führt O’Reilly aus. Viele Durchbrüche würden bereits vor der Tür stehen. Die Stimmen- und Gestenerkennung in der Google Mobile-Anwendung seien nur der Anfang. Der gleichen Meinung ist der Berliner Sprachdialogexperte Lupo Pape: „Es ist erst einmal eine Sprach- oder Diktiererkennung, die auf einer Suchmaschine und demnächst sogar auf weiteren Handyfunktionen aufsetzt. Sprachdialogsysteme werden es erst, wenn ein Wissen über die Domäne und Dialogintelligenz hinzukommen. Das ist das, was wir mit dem Personal Assistant umsetzen. Dazu müssen die Wissensgebiete semantisch aufbereitet und Dialogstrategien hinterlegt werden. Die wichtigsten Use-Cases gilt es zu modellieren“, resümiert SemanticEdge-Geschäftsführer Pape.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 263302
 1309

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Virtuelles Fräulein vom Amt - Sprachgesteuerte Handys als Tipping Point des Internets“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009 - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mit Bildern, kurzen Texten, Blog-Beiträgen oder Links, die sie interessant finden. „Es lässt sich kaum leugnen: Wir sind zum Glück nicht mehr Papst, wir sind jetzt Netz. Die Menschen haben begonnen, wichtige Teile ihres gesellschaftlichen Treibens ins Internet zu verlag…
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009 – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen und mittleren Unternehmen auf, die unverschuldet in Not geraten sind und bei denen unerwartete Liquiditätsengpässe auftreten. Eine Möglichkeit bestünde in einfachen und schnellen Verfahren, um Steuern und Sozialabgaben vorübergehend zu stunden oder Vorauszahlungen anzupassen…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Mit Sekt, Charme und Charakter: Goldene Zeiten für Badisches Know-howBild: Mit Sekt, Charme und Charakter: Goldene Zeiten für Badisches Know-how
Mit Sekt, Charme und Charakter: Goldene Zeiten für Badisches Know-how
Biberach/Baden, 25.02.2025 – Der Verpackungs- und Werbemittelspezialist Karl Knauer aus dem Schwarzwald hat für die exklusive Sonderedition „Fräulein Luise“ von Geldermann eine hochveredelte Präsentverpackung entwickelt. Die Sonderedition, die in Zusammenarbeit mit Käfer Feinkost entstand, ist eine wahre Hommage an Genuss und Eleganz – ein Anspruch, …
Bild: Defense AG auf ExpansionskursBild: Defense AG auf Expansionskurs
Defense AG auf Expansionskurs
… Administration, Sales und Netzwerkberatung konnten erfahrene Mitarbeiter gewonnen werden. Neu im Produktprogramm sind seit geraumer Zeit die Produkte von Black Spider, Juniper und Tipping Point sowie die netfence Connectivity Gateway Produkte des östereichischen Herstellers phion Information Technologies. Den vollständigen Text der Pressemeldung zum download:
Bild: BLICKPUNKT ZUKUNFT Ausgabe 76, 45. Jahrgang ist erschienen!Bild: BLICKPUNKT ZUKUNFT Ausgabe 76, 45. Jahrgang ist erschienen!
BLICKPUNKT ZUKUNFT Ausgabe 76, 45. Jahrgang ist erschienen!
… BLICKPUNKT ZUKUNFT ist soeben erschienen! Diese Zeitschrift befindet sich damit im 45. Jahrgang! EditorialIn Deutschland fand kein Theater Interesse daran, mein Stück »Tipping Point – Kipp-Punkt« aufzuführen. Der re­nommierte und vielseitig engagierte australische Thea­terproduzent sowie Regisseur Wolf Heidecker suchte nach einem Stück über die Klimakrise. …
Bild: Kostenloser Leitfaden zu Social MediaBild: Kostenloser Leitfaden zu Social Media
Kostenloser Leitfaden zu Social Media
… rund um die sozialen Netzwerke und gibt Hilfestellung bei der Etablierung einer zielgerichteten Kommunikation mit relevanten Gruppen. Bereits in den ersten Jahren des jungen Internets führte der Siegeszug von Foren, Newsgroups und Internet Relay Chat zu einer Explosion der Nutzer-Interaktion. Heutzutage sind weltweit über 600 Milliarden Facebook-Nutzer …
Bild: Tipping Point. (Der weltweit erste Roman über den Klimawandel.)Bild: Tipping Point. (Der weltweit erste Roman über den Klimawandel.)
Tipping Point. (Der weltweit erste Roman über den Klimawandel.)
Tipping Point Ein Roman über den Klimawandel Montag, der 1. Juni 2026: Der Weltklimarat informiert die Menschheit, dass der »Tipping Point« im globalen Klimasystem der Erde eingetreten ist. Die Begründung: Der durch den Menschen verursachte Klimawandel führt zu einer Erderwärmung, die nicht mehr aufzuhalten ist. Der Klimawandel bedroht massiv das Leben …
Bild: Fahrplan per Bluetooth kostenfrei aufs HandyBild: Fahrplan per Bluetooth kostenfrei aufs Handy
Fahrplan per Bluetooth kostenfrei aufs Handy
… in Ulm und Neu-Ulm, bei dem Fahrplanauskünfte kostenfrei auf Mobiltelefone übertragen werden. Fahrplaninfos am Handy waren bisher nur durch die Nutzung des mobilen Internets und gegen entsprechende Gebühren erhältlich. Für die kostenfreie Übertragung von Informationen nutzt der DING nun die auf fast allen Handys verfügbare Bluetooth®- Übertagungstechnik. An …
Bild: Synovate analysiert unterschiedliche Verhaltensmuster während der Krise in den 15 wichtigsten AutomobilmärktenBild: Synovate analysiert unterschiedliche Verhaltensmuster während der Krise in den 15 wichtigsten Automobilmärkten
Synovate analysiert unterschiedliche Verhaltensmuster während der Krise in den 15 wichtigsten Automobilmärkten
MÜNCHEN – Das weltweit tätige Marktforschungsinstitut Synovate stellt seine neue Studie „Tipping Point“ vor, die in den 15 Kernmärkten der Automobilindustrie potenzielle und tatsächliche Autokäufer zu ihren Einstellungen, Verhaltensmustern und Kaufabsichten in der Rezession untersucht. So unterschiedlich sich die Krise in den untersuchten Ländern manifestiert, …
Bild: Tipping Point - Der weltweit erste Roman über den KlimawandelBild: Tipping Point - Der weltweit erste Roman über den Klimawandel
Tipping Point - Der weltweit erste Roman über den Klimawandel
Tipping Point Ein Roman über den Klimawandel Montag, der 1. Juni 2026: Der Weltklimarat informiert die Menschheit, dass der »Tipping Point« im globalen Klimasystem der Erde eingetreten ist. Die Begründung: Der durch den Menschen verursachte Klimawandel führt zu einer Erderwärmung, die nicht mehr aufzuhalten ist. Der Klimawandel bedroht massiv das Leben …
Bild: Der weltweit erste Roman über den Klimawandel ist erschienen!Bild: Der weltweit erste Roman über den Klimawandel ist erschienen!
Der weltweit erste Roman über den Klimawandel ist erschienen!
Tipping Point Ein Roman über den Klimawandel Montag, der 1. Juni 2026: Der Weltklimarat informiert die Menschheit, dass der »Tipping Point« im globalen Klimasystem der Erde eingetreten ist. Die Begründung: Der durch den Menschen verursachte Klimawandel führt zu einer Erderwärmung, die nicht mehr aufzuhalten ist. Der Klimawandel bedroht massiv das Leben …
Barcodescanner im Handy: Mobiles Marketing im Supermarkt
Barcodescanner im Handy: Mobiles Marketing im Supermarkt
Minden, 30. August 2010 – Konsumenten sind heute mit Hilfe des Internets besser informiert als jemals zuvor. Der Zugang zum Netz erfolgt nicht mehr lediglich über den heimischen Computer, sondern häufig über mobile Endgeräte wie Handys oder iPhones. Damit kann sich der Verbraucher zum Beispiel direkt am Point of Sale im Supermarkt Informationen zu einem …
Sie lesen gerade: Virtuelles Fräulein vom Amt - Sprachgesteuerte Handys als Tipping Point des Internets