(openPR) Gelungener Auftakt für Jugendinitiative des Verband Beratender Ingenieure (VBI) in Hessen
Frankfurt / Main (malu) - Dass in Deutschland ein erheblicher Fachkräftemangel besteht, ist mittlerweile traurige Gewissheit. Besonders drastisch bekommen dies jene Ingenieur-Unternehmer zu spüren, die um Teil großen Teams Beratungs- und Planungsleistungen für ihre Kunden erbringen - ihnen fehlt der Nachwuchs. Diese Unternehmen sind im VBI, dem Verband Beratender Ingenieure, organisiert. Und da es nicht in der Natur eines Ingenieurs liegt, systemimmanente Probleme, wie z.B. diesen Fachkräftemangel, zu ignorieren, werden die hessischen VBI Mitglieder nun sehr aktiv: Sie werben für den Ingenieurberuf bereits unter Schülern. Der erste Schritt war ein voller Erfolg: Bei der diesjährigen Ausscheidung der First Lego League des Rhein-Main-Gebietes unterstützte der VBI Hessen die Robotik-Mannschaft "VBI extended Arms" der Musterschule Frankfurt - die prompt den ersten Platz belegten.
Die First Lego League ist ein weltweiter Wettbewerb, bei dem sich Schülergruppen unterschiedlichen Alters mit einander messen. Das wäre an sich nichts außergewöhnliches, wenn die Disziplinen nicht daraus bestünden, aus Legoteilen einen Roboter zu entwickeln, der verschiedene definierte Aufgaben zu erledigen hat. Wer nun aber - einschlägigen Vorurteilen folgend - auf einer solchen Veranstaltung kommunikationsscheue, meist männliche Teilnehmer erwartet, wird schwer enttäuscht - oder positiv überrascht, wie Dipl.Ing. Alexander Dönges aus Biebertal in Mittelhessen, der den VBI Hessen in der Jury dieses Wettbewerbes vertreten hat: "Man kann nur sagen: Coole, kluge Teenager, toll! Engagierte junge Frauen und Männer! Unglaublich, was ich bei diesem Wettbewerb für Problemlösefähigkeiten, technisches Innovationsvermögen, Präsentationsfähigkeit, Teamplay, aber auch persönliche Eigenschaften wie Wettkampffestigkeit erleben durfte. Das ist Förderung von Kindern und Jugendlichen auf allerhöchstem Niveau und ganz im Sinne des VBI" beschreibt Dönges seine Eindrücke. Dönges ist Inhaber der Hans Dönges GmbH in Biebertal, die er in zweiter Generation führt. Mit seinem siebzigköpfigen Team von Spezialisten - überwiegend Diplom-Ingenieure - berät und plant er bei sehr großen Bauprojekten rund um die technische Gebäudeausstattung. Zudem ist Dönges Dozent an der Fachhochschule Gießen-Friedberg.
Was Dönges so begeistert, ist nicht nur die Strategie, mit der die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Aufgaben lösen, sondern auch die Gelassenheit, mit der das geschieht. Wie selbstverständlich sitzen junge top-gestylte fünfzehnjährige Mädchen an ihrem Laptop und verfeinern die Programmierung ihrer Robotersteuerung, eine Gruppe etwa 14- bis 16-jähriger Jungen, die man ihrem Äußeren nach eher auf einer Skateboard-Halfpipe erwartet, optimieren noch schnell ein Werkzeug, mit dem der Robotter gleich in den Wettbewerb gehen wird.
Was hier so spielerisch aussieht, hat in den Augen von VBI Vorstandmitglied Dipl.Ing. Alexander Dönges einen ernsten und gleichsam dringlichen Hintergrund "Deutsche Ingenieure sind jene Berufsgruppe, die Innovationen schaffen und umsetzen - weltweit. Das hat Deutschland bisher ausgemacht und ausgezeichnet. Man kann sich kaum ausmalen, was das für den Wirtschaftsstandort Deutschland bedeutet, dass in solcher Dimension diese Spezialisten fehlen. Ingenieurskunst made in Germany ist immer noch auf dem Weltmarkt die Nummer 1, aber zunehmend schwerer zu bekommen". Dönges und seine Vorstandkolleginnen und Kollegen werden nun dieses Thema verstärkt angehen. "Unser Ziel ist es, Jungen und Mädchen bereits in der Schule auf die spannende Tätigkeit und die hervorragenden und sicheren Perspektiven hinzuweisen, die man als Ingenieurin oder Ingenieur hat" so Dönges weiter. Neben der Unterstützung solcher Maßnahmen wie der FLL wird der VBI aktiv auf Schulen zugehen. "Wir prüfen derzeit die Möglichkeiten, uns durch konkrete Projekte, Lehr-/ Lernmaterialien und Unterrichtsbesuche aktiv in das Geschehen einzuschalten."









