(openPR) Stuttgart/Oberkochen, 26. November 2008
Modernes Lernen: Schüler tauchen in virtuelle Umgebung ein
Für Schüler und Studenten beginnt möglicherweise eine vollkommen neue Art des Lernens. Schon bald könnte der „Cyber-Classroom“ Realität werden. Dafür sorgen Komponenten der Unternehmen Visenso, einem Visualisierungs- und Virtual-Reality-Experten, und Carl Zeiss.
Bereits morgens im Klassenzimmer oder Hörsaal bewegen sich Schüler und Studenten mit Hilfe der Virtual-Reality-Anlage von Visenso in einer virtuellen Umgebung, in der komplexe Phänomene vor allem aus Naturwissenschaft und Technik visualisiert werden. Die Nachbereitung zu Hause – oder an jedem anderen beliebigen Ort – erleichtert eine Videobrille, mit der die im Unterricht vermittelten Inhalte nochmalig „erlebt“ werden können. „Gerade in Fächern wie Physik, Chemie und Biologie stoßen Schüler und Studenten oft an die Grenzen ihrer Vorstellungskraft und haben deshalb Verständnisprobleme. Daher müssen sich viele von ihnen Lerninhalte mühsam erarbeiten. Dabei sind die Abläufe und Zusammenhänge gerade in diesen Bereichen unglaublich spannend und für das Lernen durch persönliche visuelle Eindrücke prädestiniert“, kommentiert Visenso-Geschäftsführer Martin Zimmermann. „Das Eintauchen in den Lernstoff, Interaktion und der Spaß am Neuen werden für wesentlich größere Lernerfolge sorgen.“
Während des Frontalunterrichts im Klassensaal könnten sich Schüler und Studenten beispielsweise auf eine Reise durch den menschlichen Körper begeben und in 3D „hautnah“ den Blutdurchfluss durch die Aorta erleben. Aber auch nicht sichtbare Vorgänge, wie sie auf Atomebene oder im Magnetismus ablaufen, lassen sich auf der Stereo-Rückprojektionswand simulieren. Neben der reinen Betrachtung soll der Nachwuchs auch die Möglichkeit haben, mit den dreidimensionalen Daten zu interagieren. Auf diese Weise könnten Experimente vollkommen gefahrlos auch an Schulen durchgeführt werden, die sonst den Laboren von Forschungseinrichtungen oder Großkonzernen vorbehalten sind.
Mit dem Cinemizer, der Videobrille von Carl Zeiss, können die Schüler und Studenten spannende Lernmomente auch zu Hause oder an jedem anderen beliebigen Ort noch einmal erleben. Die Brille simuliert ein zwei Meter entferntes Display mit 115 Zentimetern Durchmesser – das entspricht einem 45-Zoll-Bildschirm und sorgt für ein echtes „Eintauchen“ in die 3D-Lerninhalte. „Der Cinemizer gibt allerdings nicht nur schulisches Material wieder, sondern eignet sich auch für Animationen, Filme und Videos, die entweder auf aktuellen Nokia-Handys der N-Serie mit Videoausgang oder auf iPod-Modellen mit Videofunktion gespeichert sind“, ergänzt Dr. Frank-Oliver Karutz, Leiter Multimedia-Devices bei Carl Zeiss. Für die Übertragung der Lerninhalte wurde die Videobrille an die Visualisierungs- und Virtual-Reality-Software COVISE von Visenso angekoppelt. Denkbar sind auch Trainingsinhalte, die auf CD oder DVD gebrannt den Schülern ausgehändigt werden und mittels Cinemizer am heimischen DVDPlayer in 3D betrachtet werden können. Bei den Science Days Mitte Oktober im Europapark in Rust wurde die Gesamtlösung erstmals der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Am Thomas-Strittmatter-Gymnasium in St. Georgen im Schwarzwald läuft derzeit ein Pilotprojekt. Die flächendeckende Verbreitung des virtuellen Klassenzimmers könnte volkswirtschaftlich von nicht unerheblicher Bedeutung sein, da „sich wieder mehr junge Menschen für naturwissenschaftliche und technische Berufe begeistern und einen entsprechenden Bildungsweg einschlagen“, hofft Martin Zimmermann.
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Über das Unternehmen
Über VISENSO:
Die VISENSO GmbH ist einer der führenden Anbieter von Visualisierungs- und Virtual-Reality (VR)-Software und Komplettlösungen (Soft- und Hardware). Sie entwickelt Werkzeuge, die Ingenieure bei der Evaluierung komplexer digitaler Produktdaten im Entwicklungsprozess (bspw. in Strömungs- und Strukturmechanik), bestmöglich unterstützen - egal ob lokal bei der VR-Visualisierung oder kooperativ mit weltweit vernetzten Partnern. Das Kernstück hierfür ist die COVISE Software. Mittelständischen Unternehmen bietet VISENSO auf ihre spezifischen Anforderungen zugeschnittene VR-Komplettlösungen zu erschwinglichen Preisen. Zu den Kunden von VISENSO zählen unter anderem Audi, BMW, Daimler, Dieffenbacher, Faurecia, Festo, Hyundai, IVM, Kärcher, Miele, Porsche, Stihl, Voith Siemens Hydro und VW sowie zahlreiche namhafte Forschungs-einrichtungen, wie die FH Aalen, Fraunhofer IPA, IPT und LBF, ETH Zürich, KTH Stockholm, IWR Heidelberg, u. a..
Mit seinen zahlreichen Funktionen und Schnittstellen legt COVISE den Grundstein für einen Einsatz der VR-Technologie über die gesamte Prozesskette. Die Lösungen von VISENSO bieten Einsatzmöglichkeiten von Design, Berechnung, Konstruktion und Prototypenbau über Fertigungsplanung und Werkzeugherstellung bis hin zum Marketing und Vertrieb. Ausgehend vom CAD-Modell kann der gesamte Produktentwicklungs- und Fertigungsprozess simuliert werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur kollaborativen Visualisierung der Berechnungsergebnisse, d.h. CAE-Daten können zeitgleich, unternehmens- und standortübergreifend visualisiert und analysiert werden. COVISE ist das „Total Physical Interface“, das es erlaubt, alle physikalischen Eigenschaften virtueller Produkte in einer umfassenden Visualisierung zusammenzufassen und so allen Benutzern optimal zu vermitteln.
Als Initiator und Mitglied des Virtual Dimension Center Fellbach und TZ St. Georgen unterstützt VISENSO aktiv eine Bündelung der regionalen VR-Kompetenzen zugunsten des Know-How Transfers in den Mittelstand.
Über Zeiss:
Carl Zeiss ist eine weltweit führende internationale Unternehmensgruppe der optischen und opto-elektronischen Industrie. Der Hauptsitz der Carl Zeiss AG ist Oberkochen, Baden-Württemberg. Die Unternehmensbereiche besetzen in den strategischen Märkten Medical and Research Solutions, Industrial Solutions und Lifestyle Products in der Regel die Position eins oder zwei. Die als eigenverantwortliche Einheiten geführten Bereiche fokussieren sich mit ihren Produkten und Dienstleistungen auf die biomedizinische Forschung und Medizintechnik sowie auf Systemlösungen für die Halbleiter-, die Automobil- und die Maschinenbauindustrie. Planetarien und hochwertige Konsumgüter wie Fotoobjektive oder Ferngläser tragen den Namen ZEISS zu Millionen Menschen in aller Welt. Die Carl Zeiss Gruppe, die zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung ist, erzielte im Geschäftsjahr 2006/07 (30. September) einen Umsatz von 2.604 Millionen Euro. Weltweit beschäftigt die Gruppe rund 12.300 Mitarbeiter, davon rund 4.300 im Ausland. Die Unternehmensgruppe ist in mehr als 30 Ländern direkt vertreten und besitzt Produktionsstätten in Europa, Amerika und Asien. Das Augenoptik-Geschäft firmiert als Carl Zeiss Vision International GmbH und belegt unter den Brillenglasanbietern weltweit Platz zwei. Diese Gesellschaft ist jeweils zu gleichen Teilen im Besitz der Carl Zeiss AG und eines Finanzpartners.