openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Was arbeitest Du heute?

26.11.200814:45 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Was arbeitest Du heute?

(openPR) ”Was mir schon seit Jahr und Tag alle Kraft raubt, mich dumm und einfältig macht, das ist das ewige Gehetztsein; Ruhe! und ich werde wieder Verfügung über die bescheidne Potenz haben, die mir der Himmel verliehn.” So beschreibt Theodor Fontane die hohe Arbeitsbelastung als Journalist und stellt fest: “[...] daß, wie es Frauen giebt die sich beständig fragen: was kochst Du heute? unsereins die Fieber-erzeugende Frage nicht los wird: was arbeitest Du heute?”

Theodor Fontane ist vielen Menschen nur als Autor realistischer Romane bekannt. Dabei hat er die längste Zeit seines Lebens als Journalist gearbeitet und in unterschiedlichen Positionen die Professionalisierung des Berufs im Zeitalter der aufkommenden Massenpresse miterlebt.

Dorothee Krings beschreibt Fontane in ihrem Buch Theodor Fontane als Journalist so: “Er ist weder ein schneller, wendiger Schreiber noch ein entscheidungsfreudiger Mensch, sondern einer, der an Texten feilt, abwägend denkt, lieber beschreibt als urteilt.” Erst als Theaterkritiker “kann er ausspielen, was er im Übermaße besitzt: Beobachtungsgabe, die Fähigkeit verständlich und treffend zu schreiben, analytische Schärfe, Humor, das [...] Vermögen, ästhetische Urteile sicher zu fällen und überzeugend zu begründen.”

Dieses Buch beschreibt Denken und Handeln des Journalisten Theodor Fontane. Dazu hat die Autorin mehr als 3.000 seiner Briefe sowie 230 seiner Theaterkritiken analysiert und gewinnt das Bild eines Journalisten, der den modernen Anforderungen des Berufs in vielerlei Hinsicht noch nicht entsprochen hat. Gerade als Theaterkritiker hat Fontane jedoch mit seiner anschaulichen, humorvollen, ganz am Leser orientierten Darstellungstechnik so außergewöhnliche Leistungen erbracht, dass man ihn durchaus als Impulsgeber für die Entwicklung des Journalismus bezeichnen kann.

Dorothee Krings gibt konkrete Anregungen für Journalisten und insbesondere Theaterkritiker, die sie aus der Analyse von Theodor Fontanes journalistischem Werk gewonnen hat. Somit ist der Band für Geisteswissenschaftler, Studierende und Journalisten gleichermaßen von großem Interesse.

Dorothee Krings
Theodor Fontane als Journalist.
Selbstverständnis und Werk
Öffentlichkeit und Geschichte, 2
2008, 400 S., - Abb., - Tab., Broschur, 213 x 142 mm
ISBN 978-3-938258-52-1

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 263006
 136

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Was arbeitest Du heute?“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Herbert von Halem Verlag

Bild: Neues Handbuch erklärt Verfahren zur Erforschung visueller KommunikationBild: Neues Handbuch erklärt Verfahren zur Erforschung visueller Kommunikation
Neues Handbuch erklärt Verfahren zur Erforschung visueller Kommunikation
Im gerade erschienenen Handbuch Die Entschlüsselung der Bilder tragen die Herausgeber Dr. Thomas Petersen und Prof. Dr. Clemens Schwender die wichtigsten Verfahren zur Erforschung visueller Kommunikation zusammen. Die jeweiligen Fachleute auf ihrem Gebiet erläutern die zentralen Methoden mit ihren Konzepten, Anwendungen und Begriffen von A wie Akquieszenz bis Z wie Zeitraffertest. Bilder sind seit jeher ein wesentlicher Bestandteil der Massenkommunikation. Traditionell wird ihnen eine starke Wirkung auf die Meinungsbildung zugeschrieben. Das…
Bild: Lokale Leser, lokale Nutzer – Lokaljournalismus im empirischen VergleichBild: Lokale Leser, lokale Nutzer – Lokaljournalismus im empirischen Vergleich
Lokale Leser, lokale Nutzer – Lokaljournalismus im empirischen Vergleich
Lokales ist wichtig, Lokales ist gefragt. Lokale Inhalte sind das wichtigste Verkaufsargument für regionale Tageszeitungen überhaupt. Der in den letzten Jahren unter dem Schlagwort "Zeitungskrise" hitzig diskutierte Auflagenschwund von Tageszeitungen macht deutlich: Nirgendwo ist diese Krise größer als im Lokalen, einer über Jahrzehnte stabilen Nische für oft familiengeführte mittelständische Medienunternehmen. Lokalverlage gehören zu den größten Arbeitgebern für Journalisten im Land und Abonnementzeitungen gelten noch immer als wichtigste Q…

Das könnte Sie auch interessieren:

Sie lesen gerade: Was arbeitest Du heute?