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Jarawa Volk tötet Wilderer

24.11.200816:57 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Zwei Tage nachdem Mitglieder des abgelegen lebenden Jarawa Volkes eine Gruppe Wilderer in ihrem Reservat angegriffen und dabei einen getötet und drei weitere verletzt haben, hat Survival heute exklusives Filmmaterial über die Jarawa veröffentlicht, dass vor kurzen während ihrer Recherchen auf den indischen Andaman Inseln entstanden ist.

Survival Mitarbeiterin Sophie Grig hat die Auswirkungen des Wilderns auf das 320 Mitglieder umfassende Jäger und Sammler Volk untersucht. Obwohl die Jarawa sehr isoliert in ihrem geschützten Reservat leben, hat Grig es geschafft, das erste gefilmte Interview mit ihnen zu führen. Sie hat die Jarawa getroffen, als diese freiwillig aus ihrem Wald kamen, um sich bei lokalen Regierungsbeamten über das Wildern zu beschweren.

Das Wilderer in ihr Land eindringen, stellt eine ernste Gefahr für die Jarawa dar, die erst seit 1998 regelmäßigen Kontakt zur Außenwelt pflegen. Wilderer können Krankheiten einführen, gegen die die Jarawa nicht immun sind. Außerdem verringern sie rasant den Wildnahrungsbestand, auf den die Jarawa gänzlich angewiesen sind. Obwohl der Zugang zu dem Reservat Außenstehenden nur mit einer speziellen Genehmigung erlaubt ist, ist Wildern mittlerweile weit verbreitet.

Sophie Grig meint: „Die Jarawa haben mir immer wieder verdeutlicht, wie bestürzt sie darüber sind, dass Wilderer in ihr Land eindringen – ihre Schildkröten, Wildschweine und andere Grundnahrungsmittel stehlen. Mir wurde häufig von Wilderern berichtet, sowohl burmesischen als auch einheimischen, die ungestraft das Jarawa Reservat betreten. Ich habe auch besorgniserregende Berichte gehört über Wilderer, die Jarawa-Frauen sexuell missbrauchen und Alkohol und Tabak in das Reservat bringen. Die Sucht nach solchen Substanzen würde eine gefährliche Abhängigkeit für das immer noch völlig unabhängige und autarke Volk der Jarawa mit sich bringen.

Aus Empörung über das unerlaubte Eindringen in ihr Land, haben Jäger der Jarawa im September dieses Jahres zwei Wilderergruppen in ihrem Reservat gefangen genommen, an Bäume gefesselt und die Behörden informiert.

Survivals Direktor Stephen Corry äußerte sich hierzu: „Seit 60.000 Jahren leben die Jarawa auf ihrem Land, jagen in ihren Wäldern und fischen in ihren Flüssen. Aber die Anzahl der Wilderer, die ihr Jagdwild stehlen, ist mittlerweile so groß, dass die Jarawa zum ersten Mal Hunger fürchten müssen. Wenn die Behörden nicht schnell reagieren, um die Wilderer aufzuhalten, dann wird es bald noch mehr solcher Tragödien geben.“

Survivals Andamanen Expertin Sophie Grig steht gerne für Interviews zur Verfügung.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Raphael Göpel telefonisch unter
+49 30 722 93 108 oder per E-Mail unter E-Mail

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