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MENSCHENFEINDE

21.11.200810:38 UhrKunst & Kultur
Bild: MENSCHENFEINDE
Suchen nach Aufmerksamkeit: Oronte (Paul Alexander Aubin) und Célimène (Christina Hagenah)  Foto: Burkhard Peter
Suchen nach Aufmerksamkeit: Oronte (Paul Alexander Aubin) und Célimène (Christina Hagenah) Foto: Burkhard Peter

(openPR) Heuchelei muss sein

Für seine 28. Produktion hat sich das Schauspiel Neukölln Molières Komödie "Der Menschenfeind" ausgewählt: Umgeben von angepassten und verlogenen Zeitgenossen behauptet der Idealist und "Menschenfeind" Alceste, ohne Heuchelei leben zu können und eckt mit seinem kompromisslosen Verhalten überall an. Das Personal des Stücks ist zusammengesetzt aus schleimigen Höflingen, die auf gute Manieren achten und die deshalb nichts mit Alcestes rücksichtsloser Ehrlichkeit anfangen können, weil dieser gegen die guten Sitten verstößt.
Doch in der Bearbeitung unseres Autors und Regisseurs Thomas Maul sorgen die guten oder schlechten Sitten schon lange nicht mehr für Aufregung. Hier zählen allein die Siege im allgemeinen Krieg um Aufmerksamkeit. Die Kampflinien verlaufen dabei nicht mehr, wie noch bei Molière, entlang der Klassengrenzen, sie verbleiben vielmehr innerhalb eines hegemonialen kulturellen Lumpenproletariats, das sich seiner Existenz nur in Form gepixelter Wiedergänger auf unzähligen Bildschirmen versichern kann.
So entpuppt sich die vermeintliche Authentizität Alcestes im Zeitalter der öffentlichen Selbstentblößung via Fernseher und Internet auch nur als ein weiterer Weg, die eigene Sucht nach öffentlicher Beachtung zu befriedigen. Denn wer meint, er könne am Ende behaupten, "bei dem vielen Blödsinn, den ich heute Abend gesehen habe, glaube ich nicht, dass ich dazu gehöre", der hat schon wieder verpasst, wie sehr auch der provozierende Besserwisser zum Schmiermittel der medialen Realität gehört. Fragen Sie mal Herrn Reich-Ranicki...


Schauspiel Neukölln No.28
MENSCHENFEINDE
nach Molières "Der Menschenfeind"

Text & Regie: Thomas Maul
Ausstattung: Monika Küßner
Mit Paul Alexander Aubin, Christina Hagenah, Alexander Haugg, Thorsten Junge, Heinz-Jürgen Müller, Inka Pabst, Dirk Oskar Plate, Anke Rupp, Manfred Wilhelm

Premiere: 26. November 2008, 20 Uhr

Weitere Vorstellungen:
28., 29. November, 5., 6., 19., 20. Dezember, 20 Uhr
30. November, 7. und 14. Dezember, 17 Uhr

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