(openPR) :
„Wettbewerb zum Ostseefährverkehr entpuppt sich als Sturm im Wasserglas“
Lübeck, 29. Oktober 2002 – Die hat sich auch im dritten Jahr ihres Bestehens nicht zu einer Konkurrenz für die im Schweden-Verkehr tätigen Ostseereedereien entwickelt. Im Gegenteil: Alle Reeder rüsten trotz leichter, konjunkturell bedingter Ladungsrückgänge weiter auf und verhandeln sogar zum Teil mit internationalen Eisenbahnspediteuren intensiv über marktgerechte Alternativen zu den bahnseitig kontrollierten Wegen. Dies betonte Geschäftsführer Rüdiger Meyer anlässlich des 20-jährigen Firmenjubiläums der mit drei Schiffen zwischen Malmö und Lübeck-Travemünde verkehrenden Rederi AB Nordö-Link.
Die seit kurzem zur Finnlines-Gruppe gehörende schwedische Reederei trage dieser Entwicklung und rund 10.000 erwarteten Eisenbahnwaggons ab Januar 2003 durch den Einsatz der Ro/Pax-Fähre „Finnarrow“ strukturell Rechnung. Mit 2400 Lademetern verfüge das Schiff über eine 80 Prozent höhere Kapazität als die gegenwärtig neben der „Lübeck Link“ und der „Malmö Link“ eingesetzte Chartereinheit „Ask“. Meyer vor namhaften internationalen Transporteuren: „Das Flotten-Upgrading verbessert unsere Marktstellung und macht uns fit für den erwarteten Konjunkturaufschwung.“
Zu einem ernsthaften Wettbewerber für den Transitverkehr über Dänemark habe sich der seit Mitte 2000 bestehende Brückenschlag Malmö/Kopenhagen jedoch für die 60 Kilometer nördlicher vorhandene Route Helsingborg-Helsingör entwickelt. Aber auch hier trennt sich laut Meyer die Spreu schnell vom Weizen: „Lkw-Transporteure wählen nun einmal den für sie geografisch, zeit- und kostenmäßig günstigsten Weg. Folglich laufen dänische Transitverkehre von oder nach dem Großraum Malmö/Trelleborg über die neue . Nördlicher gelegene Empfangs- bzw. Versandorte werden nach wie vor über die Kurzstrecke Helsingborg-Helsingör bedient.“
Die Folge sei, dass die seit 2000 trotz erheblicher Preisreduzierungen nie mehr als ein Drittel des Güterverkehrs über den Sund auf sich gezogen habe. 68 Prozent dieser Lkw-Verkehre setzten nach wie vor per Schiff über. Angestrebt werde jetzt von den Brückenbetreibern ein Marktanteil von 50 Prozent. Die von den Ostseereedereien von Anfang an gezeigte Gelassenheit in Bezug auf die Brückenkonkurrenz bestätigt sich heute mehr denn je, betonte Meyer: „Verkehre, die schon früher im ökologisch nicht gerade vorteilhaften dänischen Transit-Schnellverkehr über Rödby-Puttgarden und den Öresund liefen, sind auch heute noch dort.“
Insofern habe die vom Brückenkonsortium und von Marktbeobachtern mit großen Vorschusslorbeeren versehene feste Verbindung lediglich die Fährverbindung Dragör-Limhamn ersetzt. Sein Fazit: „Dänemark-Verkehr ist und bleibt aufgrund der schnelleren Laufzeit nun einmal Dänemark-Verkehr. Außerdem eignet sich dieser Weg nur für komplette Lastzüge, nicht aber für unbegleitete Trailer.“ Und: „Aufgrund der günstigeren Kostenstruktur und im Hinblick auf die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten im Langstreckenverkehr überquert die überwiegende Mehrheit der Lkw-Einheiten die südliche Ostsee nach wie vor auf den bewährten Direktfähren der verschiedenen Akteure.“
Allein Nordö-Link hat laut Meyer im Geschäftsjahr 2001 181.858 Lkw und Trailer über die Ostsee befördert und damit einen Marktanteil von 47 Prozent erzielt. Im gleichen Zeitraum seien nach Angaben des Öresundsbron-Konsortiums 153.485 schwere Lkw über die Öresundsundbrücke gefahren. In diesem Volumen seien jedoch nicht nur Transitverkehre von und nach dem europäischen Kontinent, sondern in hohem Maße auch bilaterale Transporte zwischen Dänemark und Schweden enthalten.
Gegenwärtig ließen sich aufgrund der schwachen internationalen Konjunkturlage allerdings keine nennenswerten Volumensteigerungen erzielen.. Meyer: „Um dem Transportmarkt dennoch gut funktionierende und sichere Fährsysteme bieten zu können, müssen die Frachtraten den in den letzten Jahren gestiegenen Hafen-, Gateway- und Personalkosten angepasst werden.“
Hintergrundinfo Nordö Link/Finnlines:
Die seit 1982 auf der südlichen Ostsee agierende Reederei Nordö Link gehört zu den Marktführern und setzte 2001 rund 60 Mio. EUR um. Das operative Ergebnis lag bei 13,4 Mio. EUR. Bei der in Finnland börsennotierten Finnlines AB handelt es sich um eine der größten europäischen Linienreedereien. Ihre im Ost- und Nordsee-Güterverkehr eingesetzten 85 Schiffe fuhren im vergangenen Jahr einen Umsatz von 706,5 Mio. EUR und ein operatives Ergebnis von 58,7 Mio. EUR ein. Die Zahl der beschäftigten Personen liegt europaweit bei 2.000.
www.nordoe-link.com
www.finnlines.com
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