(openPR) Die Berliner Aktion `Dudelstopp´, die sich gegen unfreiwilligen Musikkonsum im öffentlichen Raum einsetzt, protestiert gegen die Unterstützung von Auftritten des Rappers `Massiv´ in den palästinensischen Krisengebieten durch das Goethe-Institut.
Das Institut unterstützt den Rapper und andere Musiker nach eigenen Angaben darin, bei ihren Auftritten in Jenin, Nablus, Ramallah und Bethlehem Jugendlichen in Palästina zu zeigen "dass Rap ein Weg sein kann, um mit Sprache Einfluss zu nehmen".
Der für seine gewaltverherrlichenden und antiwestlichen Texte bekannte Sänger (`Ich bring den harten Rap direkt aus´m Leichenwagen´; `Ich bin heldenhafter als'n Vietcong in Vietnam´) ist das denkbar ungeeignetste Objekt kulturellen Austausches mit einer krisengeschüttelten Region wie den Palästinensergebieten. Hartmut Lühr von `Dudelstopp´: "Einmal mehr wird deutlich, dass Musik, egal welchen Stils, in zunehmendem Maße als Waffe gegen Wehrlose eingesetzt wird."
Dass dies neuerdings mit kaum verhohlenem Zynismus durch staatsnahe Stellen geschieht, bedeutet einen Schlag in das Gesicht aller, die sich für an humanistischen Grundsätzen ausgerichtete Völkerverständigung einsetzen.









