(openPR) Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie bestätigt hohe chirurgische Versorgungsqualität in der Evangelischen Lungenklinik Berlin
Berlin, 10. November 2008 - Die Thoraxchirurgische Klinik der Evangelischen Lungenklinik Berlin ist seit dem 31. Oktober 2008 von der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT) als Thoraxchirurgisches Zentrum zertifiziert. Das Verfahren wurde erstmalig im Herbst 2008 in drei Kliniken in Deutschland durchgeführt.
Dabei werden thoraxchirurgische Einrichtungen mit hohem Operationsvolumen nach Kriterien bewertet, die von der Fachgesellschaft festgelegt wurden. Die Thoraxchirurgie ist mehr als die Chirurgie des Lungenkarzinoms. Sie umfasst auch die Chirurgie von Metastasen, entzündlichen oder gutartigen Erkrankungen (z. B. Empyem oder Pneumothorax), des Weiteren diagnostische Eingriffe bei unklaren Veränderungen und Lungengerüsterkrankungen sowie Operationen an der Brustwand, dem Mittelfellraum, der Luftröhre.
„Die Zertifizierung von Zentren unterstützen wir sehr, um jedem Patienten die beste thoraxchirurgische Versorgung zu ermöglichen. Die Einhaltung verbindlicher Standards bei Diagnostik und Therapie sind dafür unabdingbare Voraussetzung“, sagt Chefärztin Dr. Gunda Leschber: „Mit unserer Zertifizierung wollen wir einen Beitrag leisten, dass die Qualität in der Thoraxchirurgie erhöht wird. Dies erfordert eine enge Zusammenarbeit mit unseren Fachkollegen und fördert den stetigen Austausch von Erfahrungen und Meinungen.“
Geprüft wurde neben der Organisationsstruktur der thoraxchirurgischen Abteilung auch die Organisation der Ausbildung sowie der Fort- und Weiterbildung. Zudem wurden die Organisationsstrukturen im präoperativen Verlauf wie Radiologie und Physiotherapie, intraoperativ (Anästhesie, Wartezeit bei Schnellschnitten) sowie in der postoperativen Phase (Intensivmedizin, Physiotherapie) von zwei erfahrenen Thoraxchirurgen begutachtet.
Die fachliche Expertise, die ein zu zertifizierendes Thoraxchirurgisches Zentrum erfüllen muss, wird durch die Anzahl stationär und ambulant behandelter Patienten, die häufigsten Hauptdiagnosen sowie DRGs, die Komplikations- und Sterblichkeitsrate, die Verweildauer der Patienten belegt. Eine Forderung der DGT ist, dass in einem solchen Zentrum jährlich mindestens 300 Patienten thoraxchirurgisch operiert werden.
Im Jahr 2007 wurden in der Thoraxchirurgischen Klinik der Evangelischen Lungenklinik Berlin 802 Operationen durchgeführt. Schwerpunkte dabei bilden die operative Behandlung des Lungenkarzinoms und von Metastasen sowie die minimal-invasive Thoraxchirurgie (VATS).
Dr. Gunda Leschber leitet seit Juni 2003 die Thoraxchirurgische Klinik der Evangelischen Lungenklinik Berlin. Zu ihrem Spezialgebiet gehören die VATS-Lobektomie/-Dekortikation und die Video-Mediastinoskopie. Seit Mai 2007 ist die Fachärztin für Chirurgie die Vertreterin der Deutschen Chirurginnen im Präsidium des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen. Ihr besonderes Engagement gilt der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung sowie der Nachwuchsförderung.
Die Gültigkeit der Zertifizierung durch die DGT beträgt drei Jahre, danach ist eine Rezertifizierung vorgesehen. Ab dem Jahr 2009 sollen neben den drei Thoraxchirurgischen Zentren, zwei in Berlin und eins in Bad Berka, 20 weitere Zentren in Deutschland zertifiziert werden.








