(openPR) Als Vitali Jeschke die alles entscheidende letzte Runde des letzten Kampfes gewonnen hatte, fiel mit einem Triumphschrei die gesamte Anspannung dieser dramatischen Auseinandersetzung mit der RG Saarbrücken nicht nur von ihm, sondern auch von den knapp 100 Zuschauern in der Krefelder Sporthalle Lüderstrasse. Groß war der Jubel über den ersten Sieg von Germania Krefeld in der Zweiten Ringerbundesliga. „Endlich sind meine Jungs mal für ihren Einsatzwillen belohnt worden“, freute sich auch Trainer Willi Pesch, „Heute hat alles gestimmt. Es war die beste Saisonleistung.“
20 : 19 hieß es am Ende über den Tabellensechsten. Dabei lagen die Krefelder wieder einmal bereits vor Kampfbeginn 0:4 hinten, weil sie wegen der langwierigen Verletzung ihres Schwergewichtlers Martin Moizek die 120 Kilo-Klasse nicht besetzen konnten. Doch Schultersiege von Ibro Cakovic und Artur Schiller, zwei wertvolle Punkte von Manfred Grothe, der in einem tollen Kampf Yakup Sari mit 2:3 unterlag, und eine mit 0:3 knapper als erwartet ausgefallene Niederlage von Michael Rips brachten zur Pause den 10:10 Ausgleich.
Unter den unermüdlichen Anfeuerungsrufen der Krefelder Fans siegte Alexander Wagner auf Schulter und auch Alexander Storck behielt mit 3:1 die Oberhand. Doch Krefeld geriet mit 17:19 wieder in Rückstand, denn gegen die beiden starken lettischen Legionäre der Saarbrückener hatten Tim Focken und Waldemar Schäfer erwartungsgemäß keine Chance. Nun musste Vitali Jeschke, der bei der 15:26 Niederlage im Hinkampf noch verletzt gefehlt hatte, einen „zu Null-Sieg“ landen – und das gegen den Deutschen Meister von 1999, Fazil Yeter. Doch er behielt die Nerven. Sein 3:0 Sieg hält Germania jetzt alle Chancen auf den Klassenerhalt offen.
Am kommenden Samstag kommt es beim nun punktgleichen Tabellenvorletzten Kleinostheim zum wohl alles entscheidenden Kampf gegen den Zweitligaabstieg. „Deese Leistung macht uns allen Mut", hofft Pesch nun darauf, den Spieß gegen Kleinostheim nach der knappen 20:21 Niederlage aus der Hinrunde umdrehen zu können.
Ebenfalls siegreich war Germanias zweite Mannschaft im Vorkampf am Samstag. In der Landesliga-Abstiegsrunde drehten sie einen 0:12 Rückstand gegen den VfL Kemminghausen noch in einen 23:15 Sieg. Für Krefeld gewannen Sanny Jansen, Waldemar Tagner, Christian Fonger, Christoph Bentele, Ibrahim Bekmezci und Markus Stockmann. Mit nunmehr 2:2 Punkten hat Krefelds "Zweite" alle Chancen auf den Klassenerhalt.
KSV Germania Krefeld 1891 e.V.
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Über das Unternehmen
Der KSV GERMANIA KREFELD 1891 e.V. ist der einzige Ringerverein in Krefeld und bietet für seine derzeit knapp 200 Mitglieder neben der Hauptsportart Ringen auch Damen-Gymnastik und seit 2007 Mixed-Martial-Arts im „Team Anaconda“. Nachdem die erste Mannschaft in der Blütezeit Mitte der 60er Jahre sogar kurz in der obersten deutschen Klasse gerungen hatte, startet die erste Ringermannschaft ab der Saison 2008 nach vier Aufstiegen in den vergangenen sechs Jahren in der zweiten Bundesliga Mitte, nachdem sie 2007 NRW-Oberligameister wurde. Die zweite Mannschaft ringt in der Landesliga. Senioren und Junioren gehen darüber hinaus bei Einzelmeisterschaften auf die Matte und erringen regelmäßig Bezirks- und Landesmeisterschaften. Der bisher größte Einzelerfolg des Vereins gelang dabei der mehrfachen Deutschen Meisterin der Kadettinnen Aline Focken 2008 mit der Vizeeuropameisterschaft der Kadettinnen im lettischen Daugavpils, nachdem sie im Jahr zuvor bereits EM-Dritte in Warschau geworden war.
Ein Ergebnis der engagierten und konsequenten Nachwuchsförderung, die beim Krefelder Traditionsverein besonders groß geschrieben wird. Selbst in der ersten Mannschaft ringen etliche Eigengewächse. Wegen der sehr begrenzten finanziellen Mittel des Vereins wäre es anders auch gar nicht möglich, in der zweiten Liga mitzuringen.
Ringen macht nicht nur großen Spaß, es ist auch eine ideale Möglichkeit, bereits im Vorschulalter gleichzeitig den Bewegungsdrang von Kindern zu befriedigen und heutzutage oftmals beobachtete Mängel bei Koordination, Kreislauf und Muskulatur auszugleichen. Darüber hinaus erfordert das Erlernen von Griffen ein intensives Miteinander der Partner, und im Wettkampf lernen die Kinder durch ein festes Regelwerk Fairness gegenüber dem Gegner und damit ein gutes Sozialverhalten. Dabei weist Ringen als eine der ältesten Sportarten überhaupt weit weniger Verletzungsrisiken auf als beispielsweise viele Mannschaftsballsportarten.
Das Training des KSV Germania Krefeld findet in der Sporthalle Lüdersstraße / Deutscher Ring (Albert-Schweitzer-Schule) statt. Der Nachwuchs trainiert Dienstags und Freitags von 18 Uhr bis 19:30 Uhr, die erste und zweite Mannschaft immer im Anschluss bis 21:30 Uhr. Interessierte sind zu einem kostenlosen Schnuppertraining jederzeit herzlich willkommen.