(openPR) „Es könnt’ alles so einfach sein, isses aber nicht“ dröhnten die Fanta 4 vor dem Heimkampf gegen den Tabellenvierten AC Ückerath aus den Lautsprechern und trafen damit den Nagel auf den Kopf. Denn Trainer Willi Pesch von Oberligatabellenführer KSV Germania Krefeld hatte erhebliche Sorgen. Er musste die Mannschaft kurzfristig umstellen, da neben dem Langzeitverletzten Chris Tervort auch Vitali Jeschke nach seiner im Kampf gegen Essen erlittenen Armverletzung noch nicht richtig fit war. Einige Ringer mussten in anderen Gewichtsklassen antreten und zudem kamen Christian Fonger und Markus Stockmann aus der zwei Klassen tiefer ringenden zweiten Mannschaft zum Einsatz.
Dennoch sah es zunächst nach einer klaren Angelegenheit für die Krefelder aus, die nach zwei Schultersiegen zu Beginn durch Claudio Ingrassia und Markus Stockmann schnell 8 : 0 in Führung gingen. Dann aber begann für die rund 100 Zuschauer in der Sporthalle Lüderstrasse das große Zittern. Ückerrath gewann drei Kämpfe in Folge und lag zur Pause 11 zu 9 vorne, da nur Tim Wankum noch einen Punkt holen konnte.
Dann aber drehten die Krefelder auf und gingen durch Alexander Wagner, Artur Schiller und Waldemar Schäfer 19 zu 12 in Führung. Im vorletzten Kampf hatte es jetzt Tim Focken in der Hand, mit einem einzigen errungenen Punkt gegen Rene Sterzik die Begegnung vorzeitig zu entscheiden. Doch die ersten beiden Runden gab er jeweils knapp ab. Getragen von den Anfeuerungsrufen der Krefelder Fans sicherte er sich dann aber die dritte Runde mit 3 : 1 und damit Germania den Sieg. Dass er die vierte Runde ebenso verlor wie Manfred Grothe den Abschlusskampf des Abends, änderte nichts mehr am alles im allem glücklichen 20 : 18 Sieg.
Damit behalten die Krefelder zwar ihre Tabellenführung in Deutschlands dritthöchster Ringerliga, büßen im Fernduell mit dem punktgleichen Verfolger AC Mülheim am Rhein nach dessen klarem Sieg über Rheinbach in Bezug auf die Kampfpunktdifferenz etwas von ihrem Vorsprung ein (jetzt noch plus 14). „Das notwendige Gewichtmachen einiger Ringer durch die Mannschaftsumstellung und der ungewohnte Freitagstermin haben sicher dazu beigetragen, dass einige ihr volles Potential nicht abrufen konnten“, suchte Co-Trainer Georg Focken nach Erklärungen und auch Trainer Willi Pesch räumte ein: „Wenn man die heute gezeigte Leistung mit dem Kampf gegen Essen vergleicht, kann man nicht zufrieden sein“.
In den nächsten zwei Wochen wird sich zeigen, ob Germanias Weg wirklich Richtung zweite Liga gehen kann. Nach dem Auswärtskampf in Rheinbach am Donnerstag kommt es am nächsten Samstag in Krefeld zum Spitzenkampf gegen den ärgsten Rivalen Mülheim, bevor es eine Woche darauf zum Tabellendritten Witten geht.
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