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Finanzbranche stemmt sich gegen den Klimawandel

06.11.200816:47 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Stuttgart, 6. November 2008 - Zwei Tage lang diskutierten Vertreter der führenden deutschen Banken, Sparkassen und Versicherungen praktische Maßnahmen zur Verhinderung oder zumindest Abschwächung des Klimawandels. Am 4. und 5. November 2008 hatten die Finanzinitiative des UN Umweltschutzprogramms (UNEP FI) und der Verein für Umweltmanagement in Banken, Sparkassen und Versicherungen (VfU) gemeinsam zu einer Tagung ins Forum der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) geladen. Deutlich wurde, dass die Branche mit der Vergabe von Krediten, der Anlage von Geldern sowie der Entwicklung neuer Finanzprodukte über sehr viele Instrumente verfügt, um eine nachhaltige und klimafreundliche Entwicklung zu fördern. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise wurden Themen des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit intensiv studiert. Konsens bestand darüber, dass gerade in dieser Situation nachhaltige Unternehmensstrategien besondere Bedeutung gewinnen. Beeindruckend war die Vielzahl neuer Finanzanlage- und Versicherungsprodukte, die dem Anspruch des Klimaschutzes Rechnung tragen – und das bei durchaus angemessenen Gewinnerwartungen.



Eine Klimakatastrophe würde ungleich größere Folgen haben als die Finanzkrise – das war die einhellige Meinung. „Diese wäre monetär nicht zu bewältigen und möglicherweise unumkehrbar“, erklärte VfU-Vorstand Bernhard Wagner. „Nachdem 2006 die Chancen und Risiken der Kreditbranche durch den Klimawandel erstmals thematisiert wurden, befinden wir uns heute mit einer Fülle von Aktionen und Produkten weit fortgeschritten in der praktischen Umsetzung.“

„Die Finanzdienstleistungsunternehmen haben bei den wichtigsten Handlungsfeldern für den Klimaschutz in den letzten Jahren gute Fortschritte gemacht – wobei die Umsetzung in Zukunft noch schneller werden muss“, bestätigte Stefan Löbbert, VfU-Vorstand und zugleich bei der HypoVereinsbank UniCredit Group verantwortlich für das CSR-Management. „Bei der Entwicklung von Klimastrategien, in der internen Organisation, der Integration in die Kerngeschäfte (Kredite und Anlagen) sowie bei der Verringerung des ökologischen Fußabdrucks sind die Finanzinstitute auf einem guten Weg“.

LBBW-Vorstand Rudolf Zipf sprach darüber, wie in seinem Unternehmen über Stakeholderdialoge das Nachhaltigkeitskonzept des Hauses nicht nur kommuniziert, sondern auch kritisch hinterfragt, mitunter korrigiert oder verfeinert wurde. In vier verschiedenen Stakeholder-Dialogen hatten sich Kunden, Eigentümer, Mitarbeiter, Politiker, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Gewerkschaften über einen längeren Zeitraum intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Seine Beispiele verdeutlichten die Ernsthaftigkeit und Offenheit der gesamten Branche bei Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Zipf erklärte: „Die Einsicht in der Finanzbranche wächst, dass neben harten Faktoren auch zunehmend weiche Faktoren wie Kriterien zur Klima- und Umweltverträglichkeit an Bedeutung gewinnen. Es zeigt sich immer mehr, dass Nachhaltigkeit für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens keineswegs nachteilig sein muss.“

Inhaltlich war der UNEP FI / VfU Roundtable 2008 weitgefasst. Vertreter unterschiedlicher Institutionen gingen in zwanzig Vorträgen gezielt auf Themen oder Handlungsweisen ein, die sich aus der jeweiligen Klimaschutzstrategie ergeben. Diskutiert wurden Forschungsaktivitäten, Nachhaltigkeits- und Klimaschutz-Indizes sowie nachhaltige Finanzprodukte. Aber es ging auch um nachhaltiges Bauen, Chancen des Klimawandels für Investoren und Nachhaltigkeit im Fondsmanagement.

Carlo Jaeger vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ging grundlegend auf die Auswirkungen des Klimawandels ein: „Durch die Hitzewelle 2003 sind in Europa 70.000 Menschen gestorben, die noch Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte hätten leben können. Sie sind an Wasser- und Salzmangel gestorben. Ihr Tod hätte wohl vermieden werden können, wären sie ordentlich zum Umgang mit der ungewöhnlichen Hitzewelle aufgeklärt worden.“ Solche Hitzewellen wird es in Zukunft in vermehrtem Maß geben. Innerhalb der nächsten 200 Jahre ist nach Jaeger ein Temperaturanstieg von rund 7 Grad möglich, wenn wir nicht gegensteuern. „Gletscher werden schmelzen, der Meeresspiegel wird steigen. In den kommenden Jahrhunderten könnte der Meeresspiegel im schlimmsten Fall um rund zehn Meter steigen. Die Tragik liegt auf der Hand: Nahezu alle Küstenregionen mit vielen Ballungszentren sind in ihrer langfristigen Existenz gefährdet.“

Auch der Geschäftsführer der Umweltorganisation Global Nature Fund, Udo Gattenlöhner, bat die Finanzwelt um aktives Engagement beim Kampf gegen den Klimawandel. Auch er nannte Finanzkrise und Klimakrise in einem Atemzug. Analog zu faulen Finanzkrediten warnte er: „Wir nehmen heute faule Kredite in der Natur auf“. Er wies darauf hin, dass 150 Arten pro Tag aussterben. Die Auswirkungen sind verheerend – und das nicht nur für die Biodiversität (Artenvielfalt). Daher fordert er sofortige und radikale Maßnahmen, um die wertvollen Lebensräume zu schützen, den Klimawandel abzubremsen und den Artenverlust zu stoppen.

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