(openPR) Fachausschuss Betriebswirtschaft des Bundesverbandes Geriatrie e.V. beriet über Anforderungen an die Geriatrie und neue Versorgungsmodelle
Aktuelle Herausforderungen in der geriatrischen Versorgung standen im Mittelpunkt einer zweitägigen Tagung des Fachausschusses Betriebswirtschaft des Bundesverbandes Geriatrie e.V. am Dienstag und Mittwoch in Berlin. Neben Aspekten der klinischen Versorgung älterer Patienten, den Konsequenzen gesetzgeberischer Vorgaben und der Weiterentwicklung des G-DRG-Systems für die Geriatrie sowie Personalfragen diskutierten die über 70 Teilnehmer Tendenzen und Strategien in der geriatrischen Versorgung.
Versorgungszentren – ein neuer Ansatz in der Geriatrie
So könnten mit dem Aufbau und der Weiterentwicklung geriatrischer Versorgungszentren die Versorgung älterer Patienten effektiver gestaltet und zugleich Ressourcen besser genutzt werden. Kernpunkt der auf der Konferenz vorgestellten ersten konzeptionellen Überlegungen zu solchen Projekten ist die Vernetzung von Leistungen und Fachpersonal „rund um den älteren Patienten“. So sollten in den Versorgungszentren gemeinsam mit Kooperationspartnern nicht nur Diagnostik, Therapie, Nachsorge und Rehabilitation gebündelt, sondern ebenso Projekte zur Gesundheitsprävention oder zur Angehörigenschulung beispielsweise demenzkranker Patienten organisiert werden. „Wir werden diesen Ansatz weiter verfolgen und in den nächsten Monaten Vorschläge für Aufbau und Weiterentwicklung geriatrischer Versorgungszentren ausarbeiten“, so Hon.-Prof. Dr. med. Dieter Lüttje, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Geriatrie. „Mit neuen Ansätzen werden wir auf die wachsenden Herausforderungen in der Geriatrie reagieren.“
Um die Nutzung von Synergien ging es auch bei der Debatte um die Bedeutung der ab kommendem Jahr aufzubauenden Pflegestützpunkte für die Geriatrie. Betont wurde von den Teilnehmern, diese Einrichtungen als Chance für eine verbesserte Verknüpfung auch hinsichtlich der Leistungen der Pflegeversicherung zu sehen.
Denkanstoß: Patientenverfügung und Geriatrie
Nicht nur vor dem Hindergrund der gegenwärtig in der Politik diskutierten Gesetzentwürfe zur Patientenverfügung ging es in einer Podiumsdiskussion um das brisante Thema Sterbehilfe und Geriatrie. Auch wenn es dazu durchaus verschiedene Auffassungen gibt, waren sich die Teilnehmer der Beratung einig, dass diese Frage aus der „Tabuecke“ geholt werden müsse.

