(openPR) Inside/Outside Nature ist eine Ausstellung über die Beziehung zwischen Menschen und ihrer natürlichen Umwelt. Mit Natur assoziiert man normalerweise das Unvorhersehbare, das Ursprüngliche, das nicht Manipulierbare, aber auch das Unbestechliche. Es ist allgemein bekannt, dass das menschliche Verhalten auf der Erde verheerende Auswirkungen auf die Natur hat. Auf Grund von schnell voranschreitenden Klimaveränderungen und weltweiten Naturkatastrophen ist Umweltschutz und der menschliche Umgang mit der Natur zu einem wichtigen Thema aktueller politischer Diskussionen geworden. Man versucht mehr denn je die Natur zu schützen, um Umweltkatastrophen zu vermeiden.
Carsten Klein (Wiesbaden, 1966) hat von 2000 bis 2007 an der fotografischen Serie Eine Reise ins Ich gearbeitet. Diese Fotografien dokumentieren eine persönliche Reise in seine Jugend und beschäftigen sich mit kindlichen und jugendlichen Erfahrungen. Die Natur gehört auf dieser Reise zum Ursprünglichen und Unantastbaren. Zugleich ich kann sie Gefühle von Unsicherheit und Ungeschützheit hervorrufen.
Die Bilder der Serie Eine Reise ins Ich versuchen innere Gefühle zu erklären, die äußerlich in der Atmosphäre unermesslicher, verschneiter Landschaften sichtbar werden. Die kalte Atmosphäre der Arbeiten lässt den Betrachter innere Gefühle der porträtierten Person erkennen, welcher die natürliche Umgebung als ungerecht und ohnmächtig erscheint. Die Jugend ist ein Lebensabschnitt indem man anfängt viele Dinge zu hinterfragen. Es ist ebenso eine Zeit in der man sich mit anderen identifiziert oder in der man gegen Dinge rebelliert an die man nicht glaubt. Es ist auch eine Zeit der Reflexion und Auflehnung gegen vorhandene gesellschaftliche Strukturen. Auf den Fotografien stellt der Schnee eine in sich geschlossene Umgebung dar, die kein Verständnis für die inneren Zweifel eines Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenen hat. Klein hat mehrere Auszeichnungen für seine fotografische Arbeit bekommen, u.a. den Merck Preis (Honorable Mention) für Eine Reise ins Ich und den Kunstpreis bei der Grossen Kunstausstellung Halle/Saale, für Das Stille Bild.
Mittels Fotografie und Video erforscht Mariana Viegas (Lissabon, 1969) am Beispiel von öffentlichen Gärten, Parks, Gemüsegärten die Beziehung zwischen Menschen und künstlich angelegter Natur. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Darstellung der gesellschaftlich und kulturell geprägten Vorstellungen von natürlicher Landschaft, die von Menschen mit der Intention, echte natürliche Orte zu schaffen, verändert wurden, wobei in Wirklichkeit ein komplett inszeniertes künstliches Naturszenario entsteht. Ihre Bilder dokumentieren die Geschichte und ökologische Bedeutung konkreter Naturschauplätze in städtischen Gegenden, die vom Menschen verändert wurden. Bereits seit einigen Jahren recherchiert sie über dieses Thema und hat dabei verschiedene fotografische Serien in New York, Lissabon und Berlin kreiert.
Mit freundlicher Unterstützung der Portugiesischen Botschaft in Berlin, der Fundação Ilídio Pinho, Instituto Camões und Vera Cortês Art Agency.
Kuratiert von Katerina Valdivia Bruch.
Eröffnung: . 31. Oktober, 19 Uhr
Ausstellung: 1.- 29. November 2008













