(openPR) Dortmund: Schockstarre bei vielen Banken. Wegen der Finanzkrise vergeben sie Kredite immer vorsichtiger. Wird nun auch der heimische Mittelstand vom Abwärtsstrudel erfasst?
Die Bezirksgeschäftsführerin des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Dorothee Schenten, sieht zwar noch keinen Grund Alarm zu schlagen. Gleichwohl rechnet sie für die kommenden Monate mit einer Verschärfung der Situation. "Es dürfte für die Unternehmen nicht nur schwieriger werden, Kredite zu bekommen, sondern vor allem teurer", sagte Schentenin einem Gespräch mit unserer Zeitung.
Damit liegt sie auf einer Wellenlänge mit IHK-Präsident Udo Dolezych. " Der Mittelstand wird derzeit von den Banken gut unterstützt", beruhigte Dolezych kürzlich beim vorgestellten Konjunkturbericht der fünf IHKs im Ruhrgebiet (wir berichteten. Allerdings wollte auch Dolezych keine Entwarnung geben. Je länger die Krise andauere, desto stärker könne sie sich auf die Kreditvergabe auswirken.
Die folgen der weltweiten Vertrauens- und Liquiditätskrise sind nach Einschätzung von Schenten für die Kreditvergabe noch nicht absehbar. Sie hofft allerdings nicht, dass die Betriebe "unter den Finanzspielereien der Mittelstandsbank IKB, der Staatsbank KfW oder der NRW Bank leiden müssen.
Auftragslage ist gut!
Was Schenten vor allem ärgert: Mit anvertrautem Geldern wurde spekuliert - und zwar auf Teufel komm raus. Und das Schlimme dabei ist, hochrangige politische Verantwortliche in den Aufsichtsratsgremien haben das geduldet." Die selben Verantwortlichen fingen ihre Sätze derzeit alle an mit "Jetzt müssen wir etwas verändern." Jetzt wo das Finanzchaos perfekt sei.
Schenten ist dennoch zuversichtlich, dass der Dortmunder Mittelstand auch in Zukunft neue Mitarbeiter einstellen wird, obwohl wegen der Bankenkrise die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung zugenommen hat. Denn die Auftragsbücher seien nach wie vor ordentlich gefüllt. Deshalb sollten die Firmenchefs wenn nötig, auch weiter investieren.











