(openPR) So bunt und vielseitig wie die Welt der Lacke und Farben gestaltet sich auch der Arbeitsalltag von Lacklaborantinnen und Lacklaboranten. Es ist nicht nur ein gutes Auge gefragt, wenn beispielsweise Farbtöne ganz exakt nach bestimmten Vorgaben nachgestellt werden sollen. Auch Pigmente, Bindemittel und andere Zusatzstoffe, die einer Farbe oder einem Lack spezielle Eigenschaften verleihen, müssen ausgewählt und geprüft werden. Mit Hilfe chemischer und physikalischer Testverfahren ermitteln Lacklaboranten, ob eine neu entwickelte Rezeptur den gewünschten Anforderungen, beispielsweise Glanzgrad, Kratzfestigkeit oder Fließverhalten gerecht wird. „Lacke und Farben spielen in jedem Bereich unseres Lebens eine entscheidende Rolle“, weiß Michael Bross, Geschäftsführer des Deutschen Lackinstituts in Frankfurt. „Sie verschönern Fassaden, sie verhindern, dass Fahrzeugkarosserien rosten oder sorgen dafür, dass moderne Elektronik funktioniert. Für jeden Zweck gibt es spezielle Beschichtungen, die genau auf den jeweilige Untergrund und die entsprechende Funktion abgestimmt sind.“ Besonders spannend geht es deshalb im Bereich Forschung und Entwicklung zu. Auch dort ist die Mitarbeit von Lacklaboranten/innen gefragt. Denn die Lackindustrie in Deutschland ist als eine äußerst innovative Branche auf gut ausgebildeten Nachwuchs angewiesen, um auch in Zukunft erfolgreich neue Produkte entwickeln zu können. Dabei geht es um wesentlich mehr als um neue Farbtöne. Entscheidend für den Erfolg sind heute Lacke und Farben mit einem Zusatznutzen oder einer neuen Funktion. Mit Hilfe von Nanoteilchen, neuartigen Bindemitteln und Additiven konnten beispielsweise schmutzabweisende und selbstreinigende Wand- und Fassadenfarben, äußerst kratzfeste Autolacke und extrem glatte Beschichtungen für den Unterwasseranstrich von Schiffen entwickelt werden. Innovation heißt für die Unternehmen der Lackindustrie aber auch, dass bei der Auswahl der Inhaltsstoffe von Lacken und Farben besonders auf Umweltverträglichkeit geachtet wird.
Karriere in einer innovativen Branche
Wer Interesse an Naturwissenschaften hat und ein gutes Farbsehvermögen mitbringt, dem eröffnet die vielseitige Ausbildung zur Lacklaborantin oder zum Lacklaboranten glänzende beruflichen Perspektiven, denn sie sind danach gefragte Mitarbeiter. Gezielte Weiterbildung öffnet zudem die Tür für eine interessante Karriere. So bietet ein Lackingenieur-Studium an den Hochschulen Esslingen, Krefeld oder der Universität Paderborn die Möglichkeit, eine verantwortungsvolle Führungsposition in einer innovativen Branche zu erreichen. Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf Lacklaborant/in und zum Lackingenieurstudium gibt es im Internet: www.lacklaborant.de oder www.lacke-und-farben.de.













