(openPR) Bischofsheim, 1. Oktober 2008 -- Verlässliche Fluginformationen sind ein Standard an jedem europäischen Flughafen. In anderen Teilen der Welt, wie zum Beispiel im Irak, sind sie noch eine Rarität. Die deutsche Firma Airbiz hat sich jetzt den Auftrag gesichert, den Flughafen Badgad (SDA) mit einem FIDS Flight Information Display System auszustatten.
Bagdad - die Gefahren, die man hierzulande allein mit der Nennung des Städtenamens verbindet, relativieren sich vor Ort. Ein Stück Normalität bringt der sich wieder entwickelnde internationale Flughafen. Amman, Dubai, Kairo, Teheran sind die am häufigsten vorkommenden Destinationen; hauptsächlich sind es Geschäftsleute, unter ihnen meist Exil-Iraker, die ihre Geschäfte aus den Nachbarländern heraus betreiben.
Geschäftsleute im Irak reagieren wie Geschäftsleute überall: Sie verlangen schnelle und verlässliche Information. Ein Flug-Informations-System soll die Verbindungen an- und die Wege durch den Airport aufzeigen. Es soll den Status der an- und ausgehenden Flüge erfassen und das jeweilige Gate ausweisen. Im Gepäckbereich muss das Informations-System gewährleisten, dass der Passagier seine Koffer ohne Verzögerungen findet.
Das deutsche Unternehmen Airbiz mit Sitz in Bischofsheim, etwa 20 Kilometer vor dem Frankfurter Flughafen, baut seit 2003 solche Anzeigesysteme auf. Eingebaut werden sie überall dort, wo verlässliche und schnelle Information benötigt wird. FRAPORT, der internationale Flughafen Rhein-Main, zählt ebenso zu den Kunden für Airbiz-Installationen wie der Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse.
"2005 gab es die ersten Kontakte zu irakischen Geschäftsleuten, jetzt haben wir den Vertrag unterzeichnet," sagt Geschäftsführer und Unternehmensgründer Stefan Hölz. Der Flughafen Bagdad wird mit FlightVision ausgestattet, das Airbiz für kleine und mittlere Flughäfen entwickelt hat. FlightVision ist ein modulares Display-System, das die Fluginformationen auf handelsüblichen Fernsehgeräten anzeigt. Flughäfen mit geringerem Budget bekommen so preiswert ein professionelles System.
Das Vertragsvolumen, das Airbiz für den Flughafen Bagdad ausgehandelt hat, liegt bei 1,2 Millionen Euro. Es umfasst Ausrufanlage und Anzeigetafeln, ausgelegt auf Passagierzahlen von bis zu zehn Millionen. Airbiz-Chef Hölz arbeitet mit einer Mannschaft von 13 Leuten, hauptsächlich Ingenieure und Informatiker. Vier Mitarbeiter werden im Irak eingesetzt, unterstützt werden sie von acht lokalen Kräften. Hölz rechnet mit einer Einbauzeit von knapp sechs Monaten und hofft, dass das Vorzeigeobjekt zu weiteren Aufträgen in der Golfregion führt.





