(openPR) Eindeutig NEIN - so der Tenor der drei sehr gut besuchten Tierärzteveranstaltungen in Dötlingen (Bremen), Grimma (Leipzig) und Ulm. Weit über 300 Tierärzte besuchten die AVA-Rinder-Veranstaltungen, die in Kooperation mit aniMedica durchgeführt wurden. Die hochkarätigen Referenten bestätigten, dass Hochleistung keine Ursache von Stoffwechselerkrankungen sein muss (auch wenn es "Viele" so sehen möchten), sondern im besonderen Maße die jeweiligen Managementfaktoren des landwirtschaftlichen Milchviehbetriebes ausschlagend sind. Gut gemanagte Hochleistungsherden danken dem Landwirt Ihr "stressfreies" Dasein mit viel Milch. Hochleistung ist ein ökonomischer Zwang, um dem enormen Kostendruck entgegen wirken zu können. "Wer etwas anderes erzählt, der träumt", so Tagungsleiter Ernst-Günther Hellwig, Chef der AVA. Die tierärztliche Bestandsbetreuung ist immer mehr eine Managementbegleitung und setzt heutzutage profundes Wissen in Sachen Fütterung voraus. Ein Ziel der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) ist die Weiterbildung der rinderbestandsbetreuenden Nutztierärzte in Sachen Fütterung, Klauen und entsprechend Fruchtbarkeit. Werden die Kühe "richtig" gefüttert, dann ist die Herde in der Regel gesund. Top- Grundfutterqualitäten sind dafür eine der wichtigsten Voraussetzungen. Und dies beginnt bereits bei der Ernte, Verdichtung und Konservierung. Auch hierüber müssen die Tierärzte heute Bescheid wissen, um umfassend beraten zu können. Es gibt noch sehr viele große Schrauben, die gedreht werden müssen. Uns Tierärzten obliegt es, die Landwirte entsprechend fortzubilden, um letzendlich die sensiblen Hochleistungsherden managen zu können. Es bestreitet keiner, dass Leistungsherden sehr sensibel sind. Man muss sie aber auch beherrschen. Dass es geht, zeigten die vielen Beispiele von den Diplomagraringenieuren Hanselmann aus NEA und Puckhaber aus Pinneberg. Prof. Kietzmann brachte sehr interessante Ausführungen zu den Themen der Medikation in Sachen Euter und Uterus bei den Hochleistungsherden, die bei den Tierärzten sehr gut ankamen. Die Dummertorfer Schule, vertreten von Dr. Becker, führte die physiologischen Vorgänge der Fruchtbarkeit sehr anschaulich aus. Fruchtbarkeit und Hochleistung sind kein Widerspruch, so auch der Wissenschaftler, der anhand vieler praktischer Beispiele dies belegte.
Alles in Allem eine sehr gelungene Veranstaltung, wie viele der Teilnehmer spontan bemerkten. Die angereisten Tierärzte erhielten eine Reihe von Tipps und Hinweisen, wie die "Herdenmanager", also die Landwirte in Sachen Hochleistung zu beraten sind. Besonderes Lob wurde der Arzneimittelfirma aniMedica, vertreten durch die Kollegin Frau Dr. Dr. Weber, ausgesprochen, die die Veranstaltung entsprechend begleitete.










