(openPR) Taktik oder langfristige Strategie, Hype oder gelebte Unternehmensphilosophie? An kaum einem Thema scheiden sich die Geister derzeit so wie bei Green IT. Von den einen als schnelle Lösung und Wertbeitrag der IT gegen Umweltprobleme propagiert, pocht die Vernunft auf langfristig angelegte Maßnahmen und Strategien. Ursache und Lösung liegen hier eng beieinander, denn was gestern noch mitverantwortlich für immensen CO2-Ausstoß, Energieverbrauch und Raubbau an Ressourcen war, ist heute schon ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Umweltverschmutzung und Klimawandel: die IT.
Aschheim, 25. September 2008 - Fakt ist, dass Unternehmen Gewinne erwirtschaften müssen. Konsens ist aber auch, dass eine nachhaltige Unternehmenspolitik unverzichtbare Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg ist. Entsprechend wächst der Handlungsdruck in den Unternehmen stetig.
Ohne IT geht es nicht: Das Rechenzentrum des 21. Jahrhunderts wird immer größer und immer sparsamer
All diese Ansätze funktionieren ohne IT-Infrastruktur nicht. Daher ist die nachhaltige Ausrichtung von Rechenzentren unverzichtbar. Mehrere Trends treffen derzeit zusammen, die mit immer komplexeren Anforderungen und Vorgaben deren Betreiber in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken. So verlangen etwa neue Bestimmungen zur Datenvorratsspeicherung, dass Unternehmen immer größere Datenbestände über einen gesetzlich festgelegten Zeitraum speichern. Und die Kunden erwarten 7x24h-Zugang zu elektronischen Services. Die Geschwindigkeit wächst, ebenso wie die Unvorhersehbarkeit der Abläufe. Dafür müssen Datenzentren stets agil und anpassungsfähig sein. Gleichzeitig sollen Unternehmen aber dazu beitragen, die durch den Energieverbrauch der Rechenzentren hervorgerufenen Umweltauswirkungen zu verringern.
So wundert es nicht, dass die Kosten für den Betrieb von Datenzentren zunehmen, während wertvolle IT-Kapazitäten nicht ausgelastet sind. War es doch in der Vergangenheit oftmals einfacher, neue Applikationen auf neue Server zu spielen, anstatt zu eruieren, wie sich Anwendungen und Daten effizient verteilen lassen. Dadurch haben Datenzentren in den letzten Jahren rapide an Größe und Komplexität zugenommen. Die Grenzen von Quadratmetern, Strom und Klimatisierung sind erreicht und bringen immer mehr Rechenzentren an den Rand des Möglichen. Auch deshalb sind die Unternehmen gezwungen, ihre gesamte Datenzentrums-Infrastruktur zu hinterfragen.
Dreier-Kombination hilft Energie und Kosten beim Betrieb sparen
Die Grundlage für die Innovationen zu mehr Nachhaltigkeit im IT-Betrieb sind Standardisierung, Industrialisierung und Virtualisierung. Beispielsweise wollen die meisten Unternehmen heutzutage keine proprietären Altapplikationen mehr auf separaten Systemen betreiben – das ist teuer und risikoreich. Der Trend geht vielmehr zur Standardisierung, mit allerdings unterschiedlich starken Ausprägungen in den einzelnen Branchen. Denn Standardisierung ist eine wichtige Voraussetzung für die Industrialisierung der Betriebsprozesse, also die möglichst effiziente, reproduzierbare Leistungserbringung. Der Vorteil für die Kunden ist neben der Kosteneffizienz auch der umweltfreundliche Betrieb von Rechenzentren.
Eine weitere wirkungsvolle Methode, um die Kosten zu senken und gleichzeitig dem hohen Stromverbrauch in den Rechenzentren ein Schnippchen zu schlagen, besteht darin, viele Server unterschiedlicher Herkunft durch wenige leistungsstarke Server eines oder weniger Hersteller zu ersetzen. Das treibt nicht nur die Energiekosten nach unten, sondern auch die Kosten für Servermanagement, Administration und Wartung.
Ökologie und Ökonomie im Verbund
Grüne Welle hin oder her. Fakt ist, dass Stromverbrauch und Kühlung derzeit für die Mehrheit der Unternehmen in Europa noch so unbedeutend sind, dass sie beispielsweise in IT-Ausschreibungen kaum berücksichtigt werden. Ökologische Aspekte als grundsätzliche Zielvorgabe bei Einführung und Betrieb von IT sind noch in weiter Ferne.
Was es mit der Green IT in der Realität auf sich hat –oder auch nicht!- liefern den Lesern 18 IT-Unternehmen ausführlich und direkt.
http://www.all-about-security.de/kolumnen/thema-des-monats/










