Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland Bischof Wolfgang Huber hat sich als Anhänger einer Ausbildungsabgabe für Unternehmen geoutet. Es ist einfach, eine Abgabe zu fordern, aber sehr viel schwieriger, Ausbildungsplätze zu schaffen. Die FDP hofft, dass die Evangelische Kirche sich nicht auf Forderungen beschränkt, sondern selbst verstärkt Ausbildungsplätze anbietet. Die Glaubwürdigkeit der Forderungen der EKD hängt auch davon ab, inwieweit die evangelische Kirche ihre sozialpolitischen Thesen im eigenen Bereich umsetzt. Die Evangelische Kirche ist nicht nur Kirche, sie ist auch Arbeitgeber und Ausbilder. Sie kann nur an Glaubwürdigkeit gewinnen, wenn sie ihren sozialpolitischen Forderungen auch entsprechende Taten folgen lässt. Die Kirche hat die Chance die eigenen Thesen umzusetzen und damit der Gesellschaft ein Beispiel zu geben, wie Ausbildungsplätze geschaffen und Reformen sozial gerecht umgesetzt werden können. Unser Land braucht keine neuen Abgaben, und auch an Mahnern und Warnern fehlt es nicht in Deutschland. Was wir brauchen sind Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie Unternehmen, die solche anbieten.