(openPR) In einer Vertretungsstunde der Jugendzeitschrift SPIESSER räumen die Berliner Musiker ein, dass das CD-Geschäft gegenüber Tourneeeinnahmen und T-Shirt-Verkäufen inzwischen eine nachrangige Rolle spielt
(Dresden, 4. September 2008) Die Indierockband Beatsteaks hält nichts davon, das Internet wegen der grassierenden Musikpiraterie zu verteufeln. Während einer Vertretungsstunde der Jugendzeitschrift SPIESSER in einer 11. Klasse der Gesamtschule Müncheberg zeigten sich die Musiker im Hinblick auf mögliche Umsatzverluste erstaunlich entspannt. Auf die Frage, ob sich für die Band Nachteile durch Raubkopien ergeben, antwortet Gitarrist Peter Baumann „Nein – beziehungsweise ja, aber die bemerken wir nicht. Wir wissen ja gar nicht, wie viel wir mehr verdienen könnten.“ „Vermutlich gehen uns Millionen durch die Lappen,“ ulkt Bandkollege Thomas Götz. Lead-Sänger Arnim Teutoburg-Weiß räumt ein, dass das CD-Geschäft als Einnahmequelle ohnehin keine allzu große Rolle spielt: „Die CDs sind für uns eher Mittel zum Zweck, um auf Tour zu gehen und T-Shirts zu verkaufen.“
Die Beatsteaks haben darauf verzichtet, den offenen Appell deutscher Musiker zum Urheberrechtsschutz zu unterschreiben, der Kanzlerin Merkel vor einigen Wochen zuging. „Wir wollten nicht,“ berichtet Teutoburg-Weiß den Schülern, „in eurem Alter haben wir schließlich auch Tapes überspielt, das ist doch das Gleiche, als würde man heute illegal Musik runterladen – nur dass damals nicht gleich das Haus der Plattenfirma eingestürzt ist.“ Ihm persönlich sei Musik allerdings so wichtig, dass er sie auch als CD besitzen möchte: „Mir reicht ein Download nicht, ich möchte auch was in der Hand haben.“ Letztendlich müsse das jeder für sich entscheiden: „Geht er mal in der Supermarkt, um ein Brötchen zu klauen, oder klaut er Brötchen immer. Ich hab’ auch schon Brötchen geklaut.“
Begeistert zeigt sich der Sänger im Hinblick auf die Möglichkeiten, die das Internet im Hinblick auf die Vermarktung von Nachwuchs-Musikern und Bands bietet: „Man nimmt eben keine Kassetten mehr auf, sonders stellt die Songs ins Internet und die ganze Welt kann sie anhören. Oder man stellt Videos auf youtube. Die Chancen für junge oder noch unbekannte Bands sind heute der Hammer,“ so der Beatsteaks-Frontmann weiter in der neuen SPIESSER-Ausgabe (Erscheinungstag: 08.09.2008).












