(openPR) Das KONZERTHAUS DORTMUND startet am Freitag, den 5. September 2008 mit dem London Symphony Orchestra in die neue Saison. Und entsprechend dem diesjährigen Motto „Das Feuer ist entfacht“ steht mit dem jungen Ausnahmedirigenten Daniel Harding ein sprühender, frecher wie genialer Hitzkopf am Pult. Aufgeführt werden drei Werke des 20. und des späten 19. Jahrhunderts: Pierre Boulez ' „Livre pour cordes“, Olivier Messiaens „Poème pour Mi“ - und Bruckners 4. Sinfonie, die „Romantische“.
Schon längst hat sich das noch junge KONZERTHAUS DORTMUND unter seinem Intendanten Benedikt Stampa zu einem „hotspot“ im deutschen und internationalen Musikleben entwickelt. Zu den festen Programmsäulen der „Dortmunder Dramaturgie“ gehören neben den beiden auf fünf Jahre gebundenen Exklusivkünstlern Fazil Say und Renaud Capuçon die auf drei Jahre an das Haus gebundenen „Junge Wilden“ wie Patricia Kopatchinskaja, Martin Fröst, Janine Jansen, Annette Dasch und Martin Stadtfeld. „Zeitinseln“, die kleinen, aber feinen Festivals, runden das facettenreiche Programm ab. Das diesjährige Motto „Das Feuer ist entfacht“ steht somit nicht nur für die auftretenden Künstler, sondern ist gleichsam auch ein Vorbote der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 .
Pierre Boulez, einer der eigenwilligsten und konsequentesten Komponisten des 20. Jahrhunderts, schuf mit „Livre à cordes“ keine bloße Orchestrierung seines dreisätzigen Streichquartetts „Livre pour quatuor“, sondern ein eigenständiges Werk. Inspiriert wurde er durch die Beschäftigung mit Weberns Streichorchesterfassung von dessen Fünf Sätzen für Streichquartett op. 5. Mit „Poèmes pour Mi“ steht ein Werk von Boulez ' bedeutendem Lehrer Olivier Messiaen auf dem Programm. „Mi“, so Messiaen, hat „nichts mit der gleichnamigen Note zu tun. Es handelt sich ganz einfach um ein Liebesbekenntnis, eine Art Verniedlichungsform, hinter der sich der Name der Widmungsträgerin verbirgt“ – der Geigerin und Komponistin Claire Delbos, die er 1932 geheiratet hatte. Messiaen selbst hatte einmal bekannt, dass es für ihn ein Glück sei, Katholik zu sein. Ähnliches könnte auch der tiefgläubige und ewig an sich selbst zweifelnde Anton Bruckner gesagt haben. Nie war er mit seinen Werken zufrieden, änderte sie, verbesserte sie. Seine 4. Sinfonie, die „Romantische“ , ist einerseits eine der meistgespielten Sinfonien, die Frühfassung allerdings, die in Dortmund zu hören sein wird, wurde erst 1975 uraufgeführt.
Zu den ersten Konzerten der neuen Saison des KONZERTHAUS DORTMUND gehören Abende mit Janine Jansen (24. September), den Münchner Philharmonikern unter Christian Thielemann (10. Oktober) sowie das Duo-Debüt der beiden Dortmunder Exlusivkünstler Renaud Capuçon und Fazil Say am 14. Oktober.




