(openPR) Das Konzerthaus Dortmund hat heute sein Programm für die Spielzeit 2008/09 vorgestellt. Unter dem Motto „Das Feuer ist entfacht“ warten die Veranstalter auch in der kommenden Saison mit Konzerten hochkarätiger Künstler, die ein brillantes musikalisches Feuerwerk entfachen werden, auf.
Für dieses Programm, das sich als vielfältig in seiner Einheit versteht und zahlreiche musikalische Highlights aufweist, zugleich aber auch neue musikalische Impulse setzt, steht Benedikt Stampa – seit September 2005 Intendant und Geschäftsführer des Konzerthaus Dortmund. Seine Dramaturgie ist längst zu einer eigenen „Handschrift“ geworden, neben der Pflege der großen Komponisten der Musikgeschichte, gilt die wesentliche Impulsgabe für Neues.
2008/09 werden erneut drei Zeitinseln das Herzstück der „Dortmunder Dramaturgie“ ausmachen. Eine kleine Sensation ist hierbei zu vermelden: Vom 24. bis 26. Oktober ist mit Stardirigent Valery Gergiev das Mariinsky-Theater aus St. Petersburg zu Gast; das Wahrzeichen russischer Musik und Kultur schlechthin feiert in Dortmund seinen 225. Geburtstag. Für drei Tage durchweht die „russische Seele“ das Konzerthaus. Im Zentrum steht, aus Anlass des 150. Geburtstages des Komponisten, die konzertante Aufführung von Puccinis letzter Oper „Turandot“. Zwei Orchesterkonzerte umrahmen dieses Opern-Highlight.
Konzertant wird auch Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ erklingen – Thomas Hengelbrock, den das Konzerthaus in einer weiteren Zeitinsel präsentiert, hat dafür ausgewählte Solisten sowie das Mahler Chamber Orchestra an seiner Seite. Mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble, führt Hengelbrock an zwei weiteren Abenden Bachs h-moll-Messe und Chormusik des 18. Jahrhunderts auf.
Vogelstimmen inspirierten den großen französischen Komponisten Olivier Messiaen zu seinen Werken; Pianist Pierre-Laurent Aimard, Zubin Mehta mit den Münchner Philharmonikern, Sylvain Cambreling mit dem SWR Sinfonieorchester und weitere Interpreten, die seinem Œuvre eng verbunden sind, feiern Messiaens 100. Geburtstag in einer Zeitinsel vom 12. bis 16. Dezember.
Zwei alte Bekannte in Dortmund und zugleich herausragende Musiker sind Fazil Say und Renaud Capuçon, die Exklusivkünstler des Konzerthaus Dortmund. Neben Konzerten mit verschiedenen Partnern und in unterschiedlichen Konstellationen kommt es am 14. Oktober erstmals zu einem musikalischen „Gipfeltreffen“ der Beiden. Und auch die „Jungen Wilden“, die Klassik-Stars einer neuen Generation, gehen in die nächste Runde. Vor allem Annette Dasch – Shootingstar spätestens seit ihrer „Armida“ bei den letzten Salzburger Festspielen – und Janine Jansen sind inzwischen klingende Namen in der Musikwelt.
Vorzugsweise junge Dirigenten, die ihr 35. Lebensjahr noch nicht erreicht haben, sind es, die die Konzerte der drei Orchesterzyklen leiten. Fünf junge Stardirigenten versetzen die Klassikwelt derzeit in Aufruhr – in Dortmund sind sie bereits zu hören: Gustavo Dudamel mit dem Concertgebouworkest, Andris Nelsons mit dem WDR Sinfonieorchester Köln, Daniel Harding mit dem London Symphony Orchestra, Vladimir Jurowski mit dem London Philharmonic Orchestra und Yannick Nézet-Séguin, der kommende Nachfolger Gergievs, mit dem Rotterdam Philharmonic Orchestra. Aber auch die ganz Großen innerhalb der Dirigentenzunft kommen wieder: Zubin Mehta und Christian Thielemann jeweils mit den Münchner Philharmonikern, ebenso Jukka-Pekka Saraste mit dem Oslo Philharmonic Orchestra und Sir Neville Marriner mit der Academy of St. Martin in the Fields. Orchesterzyklus I und II sind von höchster künstlerischer Qualität; aus diesem Grund heißen beide seit dieser Spielzeit „Meisterkonzerte“. Auch das Konzept des Orchesterzyklus’ III, der „Symphonie um Vier“ mit Kinderbetreuung, hat sich längst etabliert und wird weitergeführt.
Als Meisterpianisten sind 2008/09 u. a. Rafal Blechacz, Christian Zacharias, Leif Ove Andsnes und Lang Lang zu erleben; die Kammermusik ist ebenso hochkarätig besetzt etwa mit Julia Fischer, Sabine Meyer (in der außergewöhnlichen Kombination mit Exklusivkünstler Fazil Say) und dem Trio aus Lisa Batiashvili, Truls Mørk und Hélène Grimaud. Das 2007/08 eingeführte Streichquartett-Abo wird mit Spitzenensembles wie dem Hagen Quartett, dem St. Lawrence String Quartet oder dem Jerusalem Quartet weitergeführt. Große Stimmen sind mit Ben Heppner, Barbara Bonney und Nicole Cabell zu Gast. Der Leipziger Thomaskantor Georg Christoph Biller ist mit seinen Thomanern und dem Gewandhausorchester im Abo „Chorklang“ mit dem Weihnachtsoratorium zu hören.
Neben den „JAZZnights“ und den ebenso beliebten Reihen „Cabaret + Chanson“ und „World Music“ wird in der neuen Saison auch das erste deutsche Pop-Abo fortgesetzt. Das Experiment „Pop im klassischen Konzertsaal“ ist gelungen. Als erster Kandidat für „pop-unplugged“ steht bereits Nevio am 20. September fest. Alle weiteren Konzerte dieser Reihe, die für unverfälschten Live-Sound steht, werden am 2. Juni auf www.pop-abo.de bekannt gegeben.
Benedikt Stampas dritte von ihm gestaltete Spielzeit wartet mit einem zündenden musikalischen Programm auf. Rund 100 Eigenveranstaltungen mit den großen Namen der internationalen Musikwelt, aber auch mit den Stars von morgen, stehen für das eigene, geschärfte Profil des Konzerthaus Dortmund und schließen an die großen Erfolge der vergangenen Jahre an.
Das Feuer ist entfacht. So klingt nur Dortmund.



