(openPR) Obwohl sich die konjunkturelle Lage langsam abkühlt, gibt sich das bayerische Handwerk zuversichtlich. Dies berichtet die „Welt“ in ihrer Online-Ausgabe. Rund drei Viertel aller Betriebe erwarteten für die restliche Zeit des Sommers gute oder zumindest zufriedenstellende Ergebnisse, sagt der Präsident der Handwerkskammer München und Oberbayern, Heinrich Traublinger. „Obwohl sich die wirtschaftlichen Perspektiven nicht grundlegend verbessert haben, herrscht in den Betrieben noch Gelassenheit“, so Traublinger. Auch die aktuelle Geschäftslage wurde von einer Mehrzahl der befragten Betriebe positiv bewertet. Der Jobaufbau im Handwerk allerdings könnte im zweiten Halbjahr 2008 gebremst werden; der Arbeitsmarkt in einigen Branchen sei inzwischen so gut wie leer gefegt. Diese Entwicklung betrifft vor allem Dreher und Werkzeugmacher sowie verschiedene Elektroberufe. Die Suche nach Auszubildenden gestaltet sich für viele Firmen mittlerweile schwierig. Schon im vergangenen Jahr konnten im bayerischen Handwerk etwa 6.400 freie Lehrstellen mangels Bewerber nicht besetzt werden. Das waren rund 17 Prozent aller Ausbildungsplätze. „Eine ähnliche Zahl befürchten wir auch in diesem Jahr“, konstatiert Traublinger. In ganz Bayern seien bis Ende Juli 1,2 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden.
Auch die weitere Entwicklung des Handwerks in Jahr 2008 bewertet Traublinger vorsichtig. So hätten die Betriebe zwar ihren Umsatz im zweiten Quartal steigern können: Er stieg um 2,5 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Dies bedeutet preisbereinigt aber nur einen Umsatzzuwachs knapp über der Nulllinie. Ein reales Umsatzplus wird in diesem Jahr schwierig, da das Exportgeschäft nachlässt und die Verbraucher zunehmend zurückhaltend werden. „Wenn sich die Teuerungsspirale nicht bald langsamer dreht, ist zu befürchten, dass die Deutschen wieder zur Geiz-ist-geil-Mentalität zurückkehren“, gibt Traubliner zu bedenken.
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