(openPR) Die Überzeugung, dass eine Gesellschaft keine Einheitsreligion oder –ideologie braucht, wohl aber verbindliche Normen, Werte, Ideale und Ziele“ inspirierte den Theologen Prof. Hans Küng zu seinem Buch „Projekt Weltethos“. Daraus entstand die Wander-Ausstellung „Weltreligionen, Weltfrieden, Weltethos“, die seit 2001 durch Europa und die Welt tourt.
Vom 4. bis 30. September ist sie erstmalig in Dortmund in vollem Umfang zu sehen.
12 Tafeln sind es insgesamt: dargestellt werden im ersten Teil die sechs Weltreligionen, in einem zweiten Teil werden die grundlegenden ethischen Standards der Religionen behandelt. Um die Menschenwürde und das Prinzip der Humanität geht es, um „die Goldene Regel“ d.h. das Prinzip der Gegenseitigkeit im Verhalten der Menschen zu einander, das weltweit in leichter Abwandlung zu finden ist. Die vier Weisungen lauten: Die Verpflichtung auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und Ehrfurcht vor dem Leben, die Verpflichtung auf eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung, die Verpflichtung auf eine Kultur der Toleranz und ein Leben in Wahrhaftigkeit, die Verpflichtung auf eine Kultur der Gleichberechtigung und die Partnerschaft von Mann und Frau.
„Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Auslandsgesellschaft NRW e.V. und des Ausländerbeirates. Eine breite Zustimmung für das Projekt war in Dortmund von Anfang an da. 12 Kooperationspartner insgesamt haben ein umfangreiches Begleitprogramm zusammengestellt: Filmabende, Konzerte, Vorträge, eine Mahnwache. Ein wichtiger Punkt dabei wird die Zusammenarbeit mit den Schulen sein. Erfreulich ist auch, dass wir ein Team von Ehrenamtlichen bilden konnten, die interessierte Gruppen durch die Ausstellung führen werden“, erklärt Martin Loberg, von der Auslandsgesellschaft NRW e.V., der federführend das Projekt begleitet. Ziel des Begleitprogramms ist es, eine breite Diskussion über ethische Handlungsmaximen anzustoßen, den interreligiösen Dialog vor Ort voranzutreiben. Auch tatkräftig dabei ist Barbara Heinz vom Ausländerbeirat: „Oft erklären Menschen ihr Handeln mit ihrer Religion und aus ihrem Glauben heraus. Insofern ist für mich besonders wichtig, dass es verbindliche und verbindende Werte gibt, die alle akzeptieren“.
Ein besonderes Merkmal in unsere Stadt wird die Ergänzung der Kontaktgruppe der Kirchen und Moscheevereinen sein. Diese Ergänzung zeigt den interreligiösen Dialog in Dortmund. Damit ist das Projekt „Weltethos“ mit den lokalen Aktivitäten verbunden, so entsteht ein unmittelbarer Einblick in die Arbeit vor Ort.
Die Schirmherrschaft für das Projekt haben Rita Süssmuth und Birgit Jörder, Bürgermeisterin der Stadt Dortmund übernommen. Beide werden die Ausstellung am Donnerstag, 4. September um 18 Uhr eröffnet. Über die Bedeutung des Weltethos für unser tägliches Handeln spricht Prof. Dr. Rita Süssmuth in Ihrer Gastrede.
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 8-20 Uhr, Foyer der Auslandsgesellschaft NRW e.V.
Anmeldung zu den Führungen und Informationen: 0231 838 00 46











