(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Mit einem weiteren Preisrückgang zeigten die Kontrakte an den Börsen am späten Freitagnachmittag einen leichten Abbau der kräftigen Verluste. Dahinter standen in erster Linie technische Korrekturen und die Schließung offener Positionen durch Gewinnmitnahmen. Heute Morgen zogen die Preise dann wieder kräftig an und setzten ihre Aufwärtsbewegung vom späten Feitag fort, da der Tropensturm Fay, der über den Süden Kubas zog, sich zu einem Hurrikan entwickeln konnte und die Öl- und Gasanlagen im Golf von Mexiko bedrohte. Ferner sorgte der gesunkene Dollar für den Ölpreisauftrieb.
Im Tagesverlauf haben die Preise aber sowohl an der ICE als auch an der NYMEX bei mäßigem Umsatz kräftig an Boden verloren. Für die Abschwächung dürfte eine allgemeine Rohstoff-Nachgiebigkeit bei abgeschwächtem Dollar und eine Meldung aus der Türkei gesorgt haben, wonach mit den Reparatur-Arbeiten an der BTC-Pipeline am Wochenende begonnen wurde und mit der Wiederaufnahme der Verpumpungen in den nächsten Tagen gerechnet wird. Ferner soll heute mit dem Abzug der russischen Truppen aus dem georgischen Kernland begonnen werden.
Doch auch dieser Preisrutsch war nicht von Dauer und bis zum frühen Nachmittag hatten sich die Öl-Kontrakte an den Terminbörsen unter Schwankungen wieder etwas befestigen können. So starteten auch die NYMEX-Parketthandelspreise in der Eröffnungsphase uneinheitlich. Der unter Beobachtung stehende Tropensturm soll nach neuesten Vorhersagen keinen bedeutenden Einfluss auf Ölinfrastrukturen haben, weil die Produktion aufgrund schwacher Nachfragewerte eher unterfordert ist. Dagegen gelten jedoch die politischen Marktfaktoren als instabil. Neuester Aspekt ist der angekündigte Rücktritt des pakistanischen Machthabers. Nach fast einem Jahrzehnt an der Spitze Pakistans hat sich Pervez Musharraf dem innenpolitischen Druck gebeugt und seinen Rücktritt angekündigt. Die USA verlieren in Musharraf einen zentralen Verbündeten im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.
Zum Redaktionsschluss standen die Notierungen bei leichten Abwärtsbewegungen knapp einen Dollar über den Vortagesschlusswerten.
Nicht zuletzt deshalb ermittelte Brennstoffspiegel und mineralölrundschau heute einen kleinen Anstieg gegenüber Freitag in Höhe von rund 0,50 Euro pro 100 Liter im Bundesdurchschnitt. Damit liegen die Preise für eine 3000 Literpartie noch immer deutlich unter der Marke von 86 Euro pro 100 Liter. Allerdings geriet der Abwärtstrend bereits in der Vorwoche immer wieder ins stocken und es kam zu kleineren Anpassungen nach oben.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
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