(openPR) IGFM: Gesundheitszustand dramatisch verschlechtert –Menschenrechtsaktivisten protestieren vor dem Gefängnis
Holguín/Kuba – Frankfurt am Main (12. August 2008) – Der hungerstreikende politische Gefangene Juan Carlos Herrera Acosta ist in die Krankenstation des Gefängnisses Provincial de Holguín eingeliefert worden, berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Der staatsunabhängige Journalist und Bürgerrechtler ist seit 2003 inhaftiert. Er war der erste von vier Gefangenen, die sich seit gut zwei Wochen in einem Hungerstreik befinden, um gegen unmenschliche Haftbedingungen in Kuba zu protestieren.
"Juan Carlos ist in einem bedrohlichen Gesundheitszustand", berichtet Melba Santana Ariz, Ehefrau von Alfredo Domínguez Batista, der zu den politischen Gefangenen in Holguín gehört und seit dem 19. Juli wie Herrera auf Nahrung verzichtet. Zusammen mit Luis Mariano und Orlando Zapata Tamayo wollen sie durch den Hungerstreik erträglichere Lebensbedingungen ohne Misshandlungen erwirken. Laut Santana Ariz müssen die Häftlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen in dem Gefängnis ausharren.
Nach der Einlieferung Herrera Acostas haben sich jetzt zwölf Menschenrechtsaktivisten vor die Gefängnistore gesetzt. Unter den zwölf friedlich protestierenden Aktivisten ist auch der ehemalige Gefangene Jorge Luís García Perez, genannt 'Antunez'.
Der 42-jährige Juan Carlos Herrera Acosta ist Koordinator des Projekts "Universitarios sin Fronteras", das sich für freie Bildung und unabhängige Universitäten in Kuba einsetzt. Er war am 3. April 2003 zu 20 Jahren Haft verurteilt worden, weil er als unabhängiger Journalist das Recht auf freie Meinungsbildung in Anspruch genommen hatte. Außerdem wird ihm seine Mitgliedschaft bei Universitarios sin Fronteras angelastet.













