(openPR) CO2-Reduktion: 90% im Inland, 10% im Ausland!
Zürich. In Kürze entscheidet der Bundesrat, wie hoch der Anteil der Schweizer von Verschmutzungsgutscheinen aus dem Ausland zur Reduktion der CO2-Emissionen Reduktionen im Ausland sein soll. Ginge es nach der Erdöllobby und den Befürwortern des Klimarappens müssten möglichst viele «Verschmutzungsgutscheine» im Ausland eingekauft werden.der Schweiz gemäss CO2-Gesetz sein darf Greenpeace legt heute einen Entwurf für eine Regelung vor: 90/10 heisst unsere Formel Inland-Massnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoss müssen klar im Vordergrund stehen.
Die Schweiz muss ihre CO2-Emissionen gemäss Gesetz bis 2010 im Vergleich zum Ausstoss von 1990 um 10% senken. Von einer Reduktion ist die Schweiz noch weit entfernt. Allein im Treibstoffsektor hat der CO2-Ausstoss seit 1990 um 6.5% zugenommen.
Gemäss CO2-Gesetz können Reduktionen im In- und Ausland vorgenommen werden, wobei ausländische Massnahmen immer nur einen ergänzenden Anteil zu inländischen Anstrengungen ausmachen dürfen. Der Bundesrat hat sich bis anhin um eine Festlegung des ausländischen Anteils gedrückt. Wohl auch im Wissen, dass der klimapolitischer Ablasshandel Ursache für eine Reihe von entwicklungspolitischen Problemen ist und gerade in der Dritten Welt höchst umstritten ist.
Jutta Kill von Sinkswatch/London sagt: «Es ist illusorisch zu meinen, die Dritte Welt könne die Schweizerischen CO2 Probleme einfach so lösen. Im Gegenteil wir exportieren unsere Probleme und verursachen neue. Ein gutes Beispiel dafür sind die sogenannten Senken. (....) »
Greenpeace leistet dem Bundesrat mit dem heute vorgelegten Verordnungsentwurf Entscheidungshilfe. Die Verordnung ordnet sich dem Zweck des CO2-Gesetzes unter, dass langfristig orientierte Verminderungen an CO2-Quellen und keine kurzfristigen Kompensationen an CO2-Senken passieren sollen. Die Kernpunkte der Verordnung sind:
· Die Schweiz muss für eine Reduktion ihrer CO2-Emissionen nach dem Schlüssel 90/10 an den Schadstoffquellen im Inland besorgt sein.
· Nur wer Reduktionen im Inland vornimmt, darf im Rahmen von 10% seiner Anstrengungen im Ausland Emissionszertifikate einkaufen.
· Emissionszertifikate werden nur sektoriell angerechnet.
· Nur 60% der Reduktionsmenge eines Emissionszertifikates wird gutgeschrieben.
· Senken und ‚Hot Air’ sind von einer Anrechnung ausgeschlossen.
Politik darf nicht im stillen Kämmerchen in Bern ausgehandelt werden, darum hat Greenpeace eine Meinungsumfrage in der Schweiz durchführen lassen. 70% der Befragten wollen, dass die Schweiz ihre CO2-Verpflichtungen zuerst zu Hause erfüllt. 1/4 aller Befragten will, dass die Schweiz ihre Reduktion zu 100% im Inland vornimmt, 53% wollen den Inland-Anteil auf über 60% festgeschrieben wissen. 83% der Befragten sind bereit, einen persönlichen Beitrag zu leisten. Und knapp die Hälfte aller Befragten erklärte sich trotz steigender Benzinpreise bereit, eine CO2-Abgabe von 30 Rp./l Benzin in Kauf zu nehmen.










