(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Am Freitagnachmittag stürzten die Rohölpreise, die sich bis dahin eher gefestigt gezeigt hatten, noch einmal auf breiter Front ab und kursierten weit im Minusbereich. Auslösender Faktor des Preisrückgangs war der kräftige Anstieg des Dollars in Verbindung mit überraschend guten US-Wirtschaftsdaten. Hierbei kam es zur Wanderung von Anlagekapital aus dem Ölbereich in den Aktiensektor, wie es auch der gestiegene Dow-Jones-Aktien-Index signalisierte. Dämpfend wirkte sich die weiterhin sorgenvolle Einschätzung der Öl-Nachfrage aus, die bereits zu Überangebots-Fantasien führte, nachdem sich die Prognosen einer kräftig steigenden OPEC-Förderung häuften.
Doch bereits in den Abendstunden setzten neue Korrekturen ein, die den Preis nach oben korrigieren ließen. Somit starteten die Notierungen auch heute Morgen mit leichter Aufwärtstendenz bei ruhigem Handel. Aktuelle, marktrelevante News gab es keine. Stimmungsmäßig scheint der Ölmarkt, ähnlich wie andere Rohstoffmärkte, zur Konsolidierung zu neigen, nachdem am Freitag 7-Wochen-Tiefs erreicht wurden. Aber der Markt bleibt auch weiterhin überschattet von den Nachfragesorgen, die entscheidend dazu beigetragen hatten, dass Rohöl in den vergangenen zwei Wochen 23 Dollar pro Barrel verloren hat.
Dass sich die Schwankungen, wie zum Ende der vergangenen Woche, weiter fortsetzen könnten, zeigte der Trendwechsel am frühen Nachmittag. Der starke Anstieg, der bis zur Mittagszeit aufgebaut wurde, ging binnen kürzester Zeit verloren und die Notierungen rutschten zeitweise in den Minusbereich ab.
Besonders durch den Preisrutsch vor dem Wochenende gewann der Abwärtstrend im deutschen Wärmemarkt heute noch einmal an Fahrt. Mit einem Preisrückgang von bundesdurchschnittlich rund 0,50 Euro pro 100 Liter wurde der leichte Anstieg von Donnerstag zu Freitag gänzlich ausgeglichen. Damit liegt der Bundesdurchschnittspreis für die 3.000 Liter-Partie wieder unter der Marke von 91 Euro pro 100 Liter.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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