(openPR) Allgemeiner Studierendenausschuss kritisiert fatale Jugendpolitik der Stadt Potsdam
Nach der Schließung der Jugendclubs S13 und des Spartacus in der Schlossstraße sind jetzt auch die beiden größten öffentlich geförderten Trägervereine von Jugendkultur – der Waschhaus e.V. und der Lindenpark e.V. – vor dem Aus. Insbesondere das halbherzige Engagement der politischen Verantwortlichen in der Stadt und die Einstellung der öffentlichen Förderung für den Waschhaus e.V. stoßen im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) auf vehemente Kritik: "Hier wird wieder einmal eine Form von Privatisierung öffentlicher Aufgaben angestrebt, die wir entschieden ablehnen. Wir wehren uns auch dagegen, dass weite Teile der Innenstadt zu einer Mischung aus preußischen Freiluftmuseum und Konsumareal für Bessergestellte verkommt", stellt Tamás Blénessy für den AStA der Universität Potsdam klar.
Die Potsdamer Innenstadt besitzt keinen öffentlichen und nicht-kommerziellen Anlaufpunkt für Jugendliche, entsprechende kulturelle Angebote werden – wenn überhaupt – außerhalb der Innenstadt gemacht. "Jugendliche brauchen Orte, an denen sie sich gemeinsam mit gleichaltrigen aufhalten und entfalten können. Dies ist in einer normalen Kneipe nur bedingt möglich", erklärt Sabine Finzelberg, AStA-Referentin für Kultur.
Das studentische Kulturzentrum bleibt einer der wenigen verbliebenen Aufenthaltsorte in der Innenstadt, der ein jugendliches Publikum anzieht. Der AStA ist hier in Zusammenarbeit mit dem Verein zum Erhalt des studentischen Kulturzentrums, ekze e.V., welcher den kulturellen Betrieb auf dem Areal maßgeblich organisiert, stetig mit zahlreichen Initiativen bemüht, Angebote zu schaffen, die sowohl Studierende als auch Jugendliche ansprechen. "Wir können allerdings kein Ersatz für eine sozialpädagogische Einrichtung oder gar einen Jugendclub sein", erklärt Christian Kube, Vorstandsmitglied des ekze e.V.
Der AStA der Universität Potsdam fordert die Verantwortlichen in der Stadt dazu auf, gerade in der Innenstadt umgehend soziokulturelle Einrichtungen für Jugendliche zu schaffen, um so die weitere Verdrängung von Jugendkultur aus der Innenstadt zu stoppen.













