(openPR) Carl Vorwerk begründete 1883 die industrielle Teppichherstellung in Deutschland
Als Teil der internationalen Vorwerk-Gruppe, mit den Geschäftsfeldern Direktvertrieb, Textil und Dienstleistungen, sind die Vorwerk Teppichwerke heute einer der führenden Anbieter hochwertiger und designorientierter Teppichböden. Rund fünf Millionen Quadratmeter Teppichboden werden jährlich im einzigen Produktionsstandort in Hameln (Deutschland) gefertigt. Die Marke steht für Hochwertigkeit, ausgesprochene Design- und Einrichtungskompetenz, gesundheitsorientierte und ökologisch verantwortungsbewusste Produkte und neu auch für exklusive textile Luxusangebote.
Vorwerk Teppichböden gibt es seit 125 Jahren. Von Anfang an legt Vorwerk dabei besonderen Wert auf beste Qualität. Gleichzeitig investiert man in innovative Technik und macht sich mit exklusiven Designs über die Grenzen Deutschlands hinaus einen Namen.
HISTORIE
Am Anfang war der Teppich
Die Barmer Teppichfabrik Vorwerk & Co. wurden am 21. April 1883 von Carl (1847–1907) und Adolf Vorwerk (1853–1925) gegründet. Carl und Adolf Vorwerk waren in den 1870er Jahren in das elterliche Unternehmen Vorwerk & Sohn eingetreten. Zuvor bereiteten sich beide längere Zeit im Ausland auf
ihre kommenden Aufgaben vor: Carl in England und Adolf in Antwerpen. Sie „wetteiferten darin, das väterliche Geschäft zu entwickeln und zu vergrößern“, heißt es in einer Firmenschrift von 1927. Neue Ideen umzusetzen und neue Märkte zu erschließen war ihnen eine Herausforderung. Internationale Absatzmärkte und Produktionstechniken eignete man sich durch den Erwerb spezialisierter Unternehmen an. Hochwertige Teppiche wurden zu dieser Zeit nur in England hergestellt. Carl Vorwerk war von der Teppichherstellung fasziniert und war entschlossen, der englischen Importware ein einheimisches Qualitätsprodukt entgegen zu setzen. Er bewies unternehmerischen Mut, kaufte englische Teppichwebstühle, stellte englische Weber und Meister ein und ließ eigene Weber in England ausbilden. Die industrielle Teppichherstellung war damit in Deutschland geboren.
Carl Vorwerk verwandelte sein mit Schiefer verschindeltes Bergisches Patrizierhaus zum Verwaltungsgebäude des rasch wachsenden Unternehmens. Er erwarb die Lizenz zum Bau und zur Weiterentwicklung von Webstühlen. Insbesondere deren Steuerung durch Jacquard-Karten, einen Vorgänger der Computer-Lochkarte, und die Breite der darauf gewebten Teppiche verbesserte er systematisch. Neben Teppichen fertigte die Weberei zu dieser Zeit auch Möbelstoffe.
1904 vollzieht sich ein entscheidender Wechsel in der Geschäftsleitung. Der erkrankte Carl Vorwerk legt die Verantwortung für das Unternehmen in die Hände seines Schwiegersohns August Mittelsten Scheid (1871–955) der fünf jahre später „Vorwerk“ als Warenzeichen für Teppiche eintragen lässt. Ihm folgten dessen Söhne Werner (1904–1953) und Erich Mittelsten Scheid (1907–1993) sowie Werners Sohn Jörg Mittelsten Scheid (geboren 1936), der Vorwerk & Co. von 1969 bis 2005 leitete und heute dem Beirat angehört.
In der Ära Mittelsten Scheid wächst die Barmer Teppichfabrik rasant. Der Bekanntheitsgrad der Marke Vorwerk reicht schnell über die bergische Region hinaus. Die Produktionszahlen steigen. Neue Gebäude entstehen. Eine eigene Maschinenfabrik erweitert die Firmenanlagen. Bald kommen zusätzliche Fertigungsbereiche hinzu, die bis heute die Diversifizierung des inzwischen weltweit agierenden Unternehmens Vorwerk prägen.
Parallel entwickeln sich auch die Vorwerk Teppichwerke weiter zu einem bis heute führenden Hersteller in der textilen Bodenbelagsbranche. 1956 erwarb Vorwerk die vereinigten Smyrna-Teppichwerke und baute in Gehrden bei Hannover einen großen Produktionsstandort, der bis 1985 in Betrieb war. 1968 wurden die OKA-Teppichwerke in Hameln erworben – der heutige Standort der Vorwerk Teppichwerke. Ein Wachstum das neue Möglichkeiten bot. Neben Teppichen und Teppichböden für Wohnungen konnten nun auch textile Bodenbeläge für große Flächen und Objekte, Büros und Hotels hergestellt werden. Ein neues Betätigungsfeld mit Spielraum für die ungebremste Innovationskraft des Unternehmens.
In jedem Jahrzehnt erfindet sich das Unternehmen Vorwerk immer wieder neu. Als der „Spiegel“ zum Beispiel 1965 unter dem Titel „Amerikanische Bodenreform“ davon berichtet, dass sich die westdeutsche Teppichindustrie in Gefahr wähne, von einem ausländischen Wirtschaftsriesen, „vom Teppich gestoßen zu werden,“ ging es um die damals neue Tufting-Technologie, mit der ein aggressiver amerikanischer Wettbewerber in den Markt drängte. Während in der Branche helle Aufregung herrschte, erfuhren die Leser in einem Nebensatz, dass sich Vorwerk die neue Technologie bereits gesichert habe.
Vorwerk und die Kunst
Mit dem Wandel der Gesellschaft, mit der veränderten Art, Dinge zu produzieren, begann Ende der 1980er Jahre für Vorwerk eine Experimentierphase. Statt auf historische Muster setzte Peter Littmann, der damalige Geschäftsführer der Vorwerk Teppichwerke, kompromisslos auf Moderne und auf Gegenwart. Neue Kollektionen kündeten von einem neuen Qualitätsniveau. Der Designer Rolf Heide schuf Messestände und Inszenierungen, mit denen Vorwerk nicht nur eine kommerzielle, sondern auch eine kulturelle Botschaft aussandte. Littmann bewegte beinahe 50 international bekannte Künstler, Designer und Architekten Entwürfe für den Teppich zu liefern. Als Kunstsammler und -kenner gelang es ihm unter anderen Sam Francis und Michael Graves, Coop Himmelblau, David Hockney und Roy Lichtenstein, Jean Nouvel, Ettore Sottsass, Rosemarie Trockel, und Zaha Hadid für das Projekt „Dialog Art“ zu gewinnen, das 1989 im Deutschen Architektur-Museum und im Centre Pompidou in Paris ausgestellt wurde. Unter dem Titel „Bodenreform“ erschienen drei Begleitbände. Ergänzend folgten Kollektionen mit Entwürfen von Meistern des Jugendstils und von Designerinnen am Bauhaus.
Vorwerk beteiligte sich 1993 an dem vom Vitra Design Museum veranstalteten Projekt „Citizen Office“, das neue Wege der Büroeinrichtung fernab vom Einerlei graubeiger Standard-Ausstattungen zeigte. 1998 inszenierte der amerikanische Bühnenbildner, Regisseur und Lichtdesigner Robert Wilson in den Herrenhäuser Gärten in Hannover die „Dialog Flower Edition“ von weiteren Künstlern und Designern der Gegenwart und verband sie mit allegorischen lebenden Bildern. Als 2007 Gerhard Richters Kölner Domfenster eingeweiht wurde, lag zu Füßen der Betrachter kein roter, sondern ein ebenso vielfarbiger Richter-Teppich aus der ersten Vorwerk „Dialog“ Kollektion, der das vermeintlich zufällige Spiel der Farben auf dem Boden fortführte.
Bis heute haben die Vorwerk Teppichwerke mit über 100 international bedeutenden Künstlern und Architekten der Gegenwart zusammengearbeitet. Mit ständig wachsendem Erfolg.
VORWERK HEUTE UND MORGEN
Know-how für individuelle Objektgestaltung
Die Bandbreite der Vorwerk Qualitäten reicht heute vom klassischen Velours über interessante Veloursvarianten bis zu luxuriösen Strukturartikeln und hochwertig gewebten Schlingenqualitäten oder zeitgemäß interpretierten Shaggys. Neben der Verarbeitung von hochwertigem Hightech-Fasermaterial gewinnt bei Vorwerk immer mehr auch die Verarbeitung von Naturfasern – wie reine Schurwolle – an Bedeutung.
Mit stetigen Innovationen setzen die Teppichwerke immer neue Trends auch im Objektbereich. So erweitert Vorwerk 2008 einmal mehr auch sein Angebot an objektgeeigneten Teppichfliesen. Mit VORWERK TEXtiles® führt der Hamelner Teppichhersteller die erste Leichtfliese der neuen Generation ein, die bereits heute der kommenden EU-Norm DIN ISO 2551 für Klebefliesen entspricht und nicht nur durch Ihr geringes Gewicht herkömmlichen Bitumenfliesen überlegen ist. Auch im hochwertigen Hotelbusiness wird der Name Vorwerk in Zukunft für Aufmerksamkeit sorgen. Für 2009 kündigt Vorwerk eine fünf Sterne Axminster-Kollektion an. Mit ihrem Know-how sind die Vorwerk Teppichwerke darüber hinaus auch auf die Umsetzung individueller Designs im Rahmen der Auftragsfertigung spezialisiert. Events wie die Goldene Kamera oder renommierte Projekte wie die SPIEGEL-Kantine, die Vorstandsetage der Deutschen Bank, oder alle neuen ICE Hochgeschwindigkeitszüge wurden und werden von Vorwerk ausgestattet.
Qualität bedeutet Verantwortung: Ökologie und Gesundheit
Bei Vorwerk setzt man seit den 80er Jahren ganz gezielt auf umweltfreundliche Produkte und modernste Produktionsverfahren zum schonenden Umgang mit der Umwelt. Beispiele dafür sind die Einführung volltextiler Teppichbodenrücken als erster Hersteller im Markt oder auch das erste umweltfreundliche Klettverlegesystem, das Verlegen ohne Kleber möglich machte. Außerdem tragen heute, mit Ausnahme der Wollteppiche, alle Vorwerk-Teppichböden das TÜV-Siegel „Für Allergiker geeignet”. Ein Zeichen, dass Vorwerk Produkte keine Emissionsquelle für Schadstoffe, Allergene, Staub oder Keime sind. 2006 erhielten Vorwerk Teppichböden als erste Produkte im Markt sogar eine Empfehlung des Deutschen Allergie- und Asthmabundes e.V. (DAAB) aufgrund ihrer effektiven, von der Gesellschaft für Umwelt- und Innenraumanalytik (GUI) zertifizierten, Feinstaubbindung. Seit 2007 kann Vorwerk die meisten seiner Produkte, als bislang einziger Teppichbodenhersteller, mit dem neu vom DAAB herausgegebenen Feinstaub-Signet kennzeichnen. Eine eigene, hochentwickelte Recycling-Anlage sorgt dafür, das Reststoffe zu einem hohen Maß in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden, und die stetige Modernisierung der Produktionsanlagen sorgt für vorbildhafte Werte bei Energieverbrauch und Schadstoffausstoß.
VORWERK – Neues Raum Gefühl
Nicht immer wurde die unternehmerische Experimentierfreude der Vorwerk Teppichwerke vom Markt und von den Feuilletons goutiert. Womöglich war aber grundsätzliche Designforschung ein wesentlicher Schritt für Vorwerk, um vom Experiment zu einer neuen Phase überzugehen, die den heutigen Erfolg begleitet. So dokumentiert das Unternehmen mit seinen neuen Kollektionen seine ungebrochene Fähigkeit zur Neuerung. Während Vorwerk-Teppiche in der Vergangenheit vor allem für ihre flachen, geschlossenen Flächen bekannt waren, bilden sich nun neue Strukturen am Boden. Teppich-Qualitäten mit unterschiedlichen Polhöhen schaffen neue Reize fürs Auge wie für den Tastsinn. Die Farbpaletten sind gegenüber früheren Kollektionen zurückgenommen und auf aktuelle Töne reduziert. Gefilzte Garnfäden aus neuseeländischer Schurwolle wachsen buchstäblich in den Raum. Und die Kollektion, die den Namen des heutigen Art Direktors Ulf Moritz trägt, treibt all dies noch auf die Spitze: Feine Perlstrukturen, Oberflächen mit betont großen Polnoppen und der voluminösen Shaggy-Look der neuesten Luxus-Kollektion demonstrieren ein neues Selbstbewusstsein. Der Teppich erscheint nun als dreidimensionales Element der Raumgestaltung, als ein neuer Baustein im Raum, der unsere taktilen Sinne schärft.
Wen wundert es, dass Vorwerk heute auch in der Kommunikation Emotionalität den rein funktionalen Produkteigenschaften voranstellt. So wurde 2008 eine Kampagne unter dem Slogan „Neues | Raum | Gefühl“ gestartet. Als Testimonials der Kampagne bekennen sich der Designer Peter Schmidt, die Verlegerin Angelika Jahr (Schöner Wohnen) und der Architekt Hadi Teherani dazu, sich bei der Gestaltung von Räumen von den aktuellen Vorwerk Kreationen inspirieren zu lassen.
Innovation bedeutet Zukunft
Zukunft gestalten heißt Innovationsbereitschaft zeigen. Vorwerk engagiert sich daher stark auch auf den Gebieten Textilforschung und Produkt-neuentwicklung und gehört damit heute zu den führenden Unternehmen der Branche. Die Entwicklung neuer Materialien und überraschender Fertigungstechniken ist ebenso Aufgabe wie innovative und gesundheitsorientierte Produkte zu gestalten. Auch an der Entwicklung der Arbeitswelt von morgen ist Vorwerk maßgeblich beteiligt. So erhielten die Vorwerk Teppichwerke, im Rahmen Ihres Forschungsprogramms zur Entwicklung „intelligenter“, textiler Bodenbeläge, den ZukunftsAward 2006 für den weltweit ersten RFID „Smart Floor“, ein textiles RFID-Underlay zur Steuerung von RFID basierten Robotern.
Wohin geht die Reise
Neben fortwährender Innovationsentwicklung und der konsequenten Weiterentwicklung der Teppichmarke Vorwerk hinein in das anspruchsvolle Luxus-Markensegment, steht vor allem die Ausweitung des Internationalen Geschäfts im Fokus der Teppichwerke. So ist es dem Vorwerk DesignTeam – unter der Leitung von Ina Struve – mit der jüngsten Kollektion „Elemento“ gelungen auch das Thema abgepasster Teppich mit faszinierender Langflooroptik in reiner Schurwollqualität und einem Materialgewicht von bis zu 14 Kilogramm pro Quadratmeter als Luxusartikel mit hoher Begehrlichkeit im Markt zu platzieren. Bereits zuvor legte Vorwerk den Grundstein für Teppichdesign mit internationaler Geschmackstauglichkeit. Unter der Artdirektion von Ulf Moritz sind mit der neuen Vorwerk Wohnkollektion „Fascination“, der Designkollektion „Inspiration“ und der Luxuskollektion „Ulf Moritz“ international verkaufstaugliche Produkte entstanden, mit denen Vorwerk derzeit seine Vertriebskanäle im Ausland verstärkt und ausbaut. Den Anfang machte Vorwerk 2007 in den Niederlanden und in Frankreich, 2009 folgt Großbritannien. Mittelfristig werden dann auch die Vertriebsaktivitäten im vielversprechenden Russland und weiteren aufstrebenden osteuropäischen Staaten aktiviert und intensiviert, bevor langfristig der asiatische wie auch der amerikanische Markt in den Fokus der Aktivitäten rücken soll.









